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Essen & Dortmund: Steigende Nachfrage bei Büroflächen

In Essen wurden von Januar bis Juni 2006 mit 43.000 m² über 95 Prozent mehr Bürofläche umgesetzt als vor einem Jahr. In Dortmund (Bilder) waren es mit 25.000 m² rund 19 Prozent mehr. Dies ergeben die “City News” für das erste Halbjahr 2006, die Atisreal Deutschland, bundesweit führender Berater für Gewerbeimmobilien, Anfang August veröffentlichen wird.

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Zum sehr guten Ergebnis in Essen trug auch eine Großvermietung mit 11.000 m² in der Büromarktzone Cityrand bei. Hier wurden rund 58 Prozent der Flächen umgesetzt. Dagegen war der Anteil des Citykerns mit knapp 10 Prozent außerordentlich gering. In Dortmund war dagegen gerade diese Lage besonders beliebt (Anteil: gut 45 %).

Auf dem Essener Büromarkt wurden im ersten Halbjahr überproportional viele umfangreiche Verträge abgeschlossen. Neben der Großvermietung hatte die Flächenkategorie von 2.000 bis 5.000 m² einen Anteil von 29 Prozent am Resultat. In Dortmund waren dagegen vor allem Büroflächen zwischen 200 und 1.000 m² gefragt (knapp 51 %). Anmietende Branchen waren in Essen vor allem die Informations- und Kommunikationstechno- logien (Anteil: 53 %) und in Dortmund wie zum Jahresende die öffentliche Verwaltung (gut 44 %).

Während der Leerstand in Essen im ersten Halbjahr leicht sank (um knapp 6 % auf 186.000 m²), erhöhte er sich in Dortmund erneut. Allerdings weniger stark als zuvor (um knapp 9 % auf 162.000 m²). Die Leerstandsrate in Essen sank auf 5,5 %, in Dortmund erhöhte sie sich auf 5,9 %. Da in Essen Erstbezugsflächen wieder stärker gefragt sind, starteten im ersten Halbjahr einige Projekte, sodass momentan 13.000 m² Flächen im Bau sind (zum Jahreswechsel gab es keine Bautätigkeit). Davon sind jedoch nur noch 3.000 m² verfügbar. In Dortmund dagegen gingen im Zuge einiger Fertigstellungen von Januar bis Juni die Flächen im Bau deutlich zurück (um 43 % auf 20.000 m²).

Die Spitzenmiete stieg in Essen um knapp 3 Prozent auf 11,50 Euro pro Quadratmeter. Sie wird wie zum Jahresende in der Büromarktzone Rütten- scheid/Bredeney erzielt. Während sich die Spitzenmieten überwiegend auf dem Niveau des Jahreswechsels hielten, stiegen die Durchschnittsmieten teilweise spürbar an. In Dortmund liegt die Höchstmiete dagegen unverän- dert bei 12 Euro pro Quadratmeter und wird im Citykern erzielt. Über das gesamte Marktgebiet gesehen hielten sich die Mieten relativ stabil auf dem Niveau des Jahreswechsels. Die einzige Ausnahme bilden die Nebenla- gen, in denen die Höchstmiete um knapp 5 Prozent auf 10,50 Euro pro Quadratmeter nachgab.

Perspektiven
Da in Essen noch einige Großgesuche auf dem Markt sind, ist für dieses Jahr von einem ähnlich hohen Flächenumsatz auszugehen wie 2005 (80.000 m²). Auch der Leerstand scheint seinen Höchststand überwunden zu haben. Da die spekulative Bautätigkeit sinkt und die Nachfrage anzieht, könnte er sich sogar weiter abbauen. Der Flächenumsatz in Dortmund wird zum Jahresende voraussichtlich bei 50.000 m² liegen (2005: 43.000 m²). Der Leerstand dürfte bis Jahresende noch leicht steigen; bedingt durch die geringen Flächen im Bau ist jedoch kein hoher Anstieg zu erwarten. Ebenso wenig ist aufgrund der derzeitigen Zurückhaltung der Projektentwickler für das zweite Halbjahr von einer deutlichen Zunahme der Flächen im Bau auszugehen.

Fotos: Stadt Dortmund