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Erster Schritt für Entwicklung des Hanauer Postcarrés

Auf der diesjährigen Expo Real, der internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien in München, konnte die Stadt Hanau einen weiteren, entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft tun: Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Harald Ortner, Geschäftsführer der HBB Hanseatische Betreuungs- und Beratungsgesellschaft Lübeck, ließen den Kaufvertrag für das Gelände des zukünftigen Postcarrés notariell beglaubigen.

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Die Vertragsparteien kamen gemeinsam mit Wirtschaftsdezernent Dr. Ralf-Rainer Piesold am Stand der Metropolregion Rhein-Main zusammen. Auf dem Gemeinschaftsstand präsentiert sich auch Hanau mit seinen Stadtentwicklungsprojekten.

Bei der Beurkundung lobte Ortner die Stadt als "zukunftsweisenden Investitionsstandort" und stellt fest: "Hanau hat in seiner Entwicklung bemerkenswert Fahrt aufgenommen." Oberbürgermeister Kaminsky äußerte seine Zufriedenheit darüber, mit der HBB einen absolut verlässlichen Partner gewonnen zu haben: "Wir gehen mit sehr gutem Gefühl in die Neubauphase."

Neben den Plänen für das Postcarré sind auch andere Projekte der Stadt Thema auf der Expo Real. Vor allem der wettbewerbliche Dialog sorgt für Aufsehen und ruft das Interesse zahlreicher Messebesucher hervor.

Bereits bis Weihnachten dieses Jahres soll das Gelände des ehemaligen Schlachthofs, auf dem das neue Postcarré entsteht, geräumt sein. Bei der Abrissparty am 16. Oktober wird mit den Abrissarbeiten am Schlachthof begonnen. Die Arbeiten werden vornehmlich mit einem Tieflöffelbagger ausgeführt. Sie stellen damit eine besondere Herausforderung dar, gilt der Einsatz eines solchen Baggers doch als Kunstgriff beim Abriss und erfordert vom Baggerfahrer ein äußerst vorsichtiges Arbeiten.
Baubeginn wird im Frühjahr 2009 sein, die Eröffnung des Postcarrés ist für Ende 2010 geplant.

Mit dem Postcarré entsteht am Rand der Innenstadt ein neues Quartier, welches das Entree des Stadtzentrums wesentlich aufwerten wird. Auf 7.500 Quadratmetern Fläche soll sich vor allem Einzelhandel ansiedeln; geplant sind unter anderem ein Frischemarkt, ein Drogeriemarkt, ein Blumenladen sowie Gastronomie und eine Bank oder Sparkasse. 40 Millionen investiert die HBB in den Neubau.

Dabei wird die denkmalgeschützte, 600 Quadratmeter große Brackerhalle in den Neubau integriert. Dort sollen ebenfalls Läden und Gastronomie einziehen.

"Natürlich werden wir beim Bau dieses neuen Quartiers vornehmlich Unternehmen aus der Region unter Vertrag nehmen", verspricht HBB-Geschäftsführer Harald Ortner auf der Expo Real. "Zudem sind weitere Investitionen in Vorbereitung, etwa ein Seniorenwohnheim in der Nordstraße."

Auf der Expo Real stellt die Brüder-Grimm-Stadt ihre aktuellen Entwicklungsprojekte einem internationalen Fachpublikum vor, präsentiert sich als wichtiger Technologiestandort in einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen Deutschlands, dem Rhein-Main-Gebiet.

Die wirtschaftlichen Voraussetzungen und die Standortgunst innerhalb Europas werden auch in Zukunft dazu beitragen, dass diese Region überdurchschnittlich attraktiv bleibt, sowohl für Unternehmensinvestitionen als auch für neue Einwohner. Auch der Industrie- und Wirtschaftsstandort Hanau als wesentlicher Teil des Rhein-Main-Gebiets wird von diesem Wachstum profitieren und mit den anstehenden Entwicklungsprojekten einen erheblichen Teil dazu beitragen, es voranzutreiben.

Wesentlicher Bestandteil der Stadtentwicklung ist der sogenannte wettbewerbliche Dialog für die Neugestaltung des Innenstadtbereichs. Das europaweite Vergabeverfahren für besonders komplexe Ausschreibungen soll es ermöglichen, auf der Basis städtischer Vorgaben über unterschiedliche konzeptionelle Ansätze mit den Bewerbern zu sprechen.

Ziel ist es, im Laufe des Verfahrens die optimale städtebauliche Lösung zu konkretisieren. Dabei sollen kreative Planung und wirtschaftliche Realisierbarkeit gleichermaßen gewährleistet sein. Schwerpunkte setzt die umfangreiche Projektbeschreibung in der Entwicklung von Einzelhandel, innerstädtischen Wohnquartieren und Gastronomie sowie auf mehr Raum für Kunst und Kultur.

Bis Ende 2008 werden in Hanau durch den Abzug der US-Streitkräfte rund 340 Hektar Konversionsfläche frei. Derzeit erarbeitet die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem zukünftigen Eigentümer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, ein Nutzungs- und Verwertungskonzept.

Im Mittelpunkt der Neugestaltung steht dabei die Schaffung urbanen, zeitgemäßen Lebensraums. Kasernen- und Verwaltungsgebäude, Übungsflächen und vorhandene Infrastruktur sollen zu einem sinnvollen Ganzen umgewandelt werden, das Wohnen, Leben und Arbeiten zugleich ermöglicht.
Die Konversionsflächen bieten Möglichkeiten sowohl für die gewerbliche Nutzung als auch für die Entstehung neuen Wohnraums. Sie sollen sich als neuer Wunschstandort für den Fach- und Einzelhandel etablieren und zugleich Lebensraum für neue Einwohner werden. Dafür spricht auch die hervorragende Verkehrsanbindung des gesamten Gebiets.

Zusätzlich zum Postcarré entsteht in Hanau das zukunftsweisende Quartier Kinzigbogen. Beide Projekte bedeuten eine Wertschöpfung für die Stadt und einen Gewinn an Lebensqualität für ihre Einwohner. Mit ihrer Angebotsvielfalt an Fach- und Einzelhandel versprechen Individualität und Abwechslungsreichtum und ergänzen das Projekt des wettbewerblichen Dialogs.

Generell werden Wirtschaft und Handel in Hanau expandieren: Die Stadt erwartet hier in den nächsten zwei bis drei Jahren Investitionen von mehr als 500 Millionen Euro. Große, in Hanau ansässige internationale Unternehmen ziehen die Stadt dem Ausland vor und tätigen steigende Investitionen in Arbeitsplätze und Maschinenpark.