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Ergebnis der Planungen für Umgestaltung des Domplatzes Hamburg steht fest

Im Sommer 2008 ist der Domplatz ein historischer Garten für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Das ist das Ergebnis der Planungen für die Umgestaltung des Domplatzes. Statt „Parkplatz mit Würstchenbude“ entsteht ein öffentlicher Raum mit viel Grün und Ruhepolen mitten im Trubel der Innenstadt. Baubeginn ist im Dezember 2007. Die Kosten liegen bei 1,2 Mio. Euro, inklusive der Planungskosten.

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Senator Axel Gedaschko: „Das Internet-Forum zum Domplatz hat gezeigt, dass die Menschen sich eine grüne Oase in der Stadt wünschen und gleichzeitig einen Ort, der an die Geschichte Hamburgs erinnert. Dieser Entwurf kommt dem Wunsch schon sehr nahe und muss deshalb auch keine Zwischenlösung bleiben. Wir werden den Dialog mit allen Interessierten fortsetzen und auch die zahlreichen Ideen weiter diskutieren. Mit der jetzigen Lösung ist das Etappenziel für den Domplatz klar, das Ende aber immer noch offen.“

Der Domplatz ist der historisch bedeutendste Ort der Stadt. Lange hat man hier den Standort der legendären Hammaburg vermutet, Gründungszelle und Namensgeber der Stadt Hamburg. Die längste Zeit, fast über tausend Jahre, befand sich hier jedoch der Mariendom. Zunächst war er umgeben von der Domburg, einer ringförmigen Wallanlage von zirka einhundertvierzig Metern Durchmesser. Später entstand an ihrer Stelle die erste städtische Bebauung.

Der Garten thematisiert diese Epoche und transportiert sie in die heutige Zeit. Ein Wall aus Stahlblech rahmt den neuen Freiraum. Er zeichnet die Kontur der Domburg nach und lässt die räumliche Anordnung aus der Zeit des Mariendoms wieder aufleben. Die fußläufige Verbindung von der Petrikirche in Richtung Hafencity durchschneidet die Wälle. Hier läuft man über Stahlplatten, die mit ihrem dumpfen und hohlen Klang andeuten, dass sich unter dem Besucher die Geschichte Hamburgs verbirgt. Durch „Zeit-Fenster“ im Wall werden Einblicke auf archäologische Ausstellungsstücke ermöglicht.

Der Raum, der durch die Wallanlagen entsteht, ist der neue Domplatz. Er ist grün und ein Ruhepol in der Innenstadt. Hier kann man unter dem Schatten der neu gepflanzten Bäume auf dem Rasen liegen. Diese sehr schlichte Rasenfläche wird lediglich von einem Raster aus 39, zwei mal zwei Meter großen, weißen Bänken überlagert. Jede Bank zeigt den Standort einer Säule des Mariendoms. Eine der 39 Bänke hat ein Blickfenster in der Sitzfläche. Hier befindet sich der Rest eines Pfeilerfundamentes, das einzige Zeugnis des Mariendoms. Abends fangen die Bänke von innen heraus an zu leuchten und die einstige Präsenz des Domes zeichnet sich noch deutlicher ab. Eine weitere Option ist es, in den Wallanlagen exakte Abgüsse der Glocken des Mariendoms aufzuhängen, die in regelmäßigen Abständen an den Klang des Doms auf dem Platz erinnern.

Die Planungen für den Domplatz stammen von den Hamburger Garten- und Landschaftsarchitekten Breimann & Bruun.