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Einzelhandelsstandort Düsseldorf - Spitzenmieten legen 2007 um 8 Prozent zu

Das Makler- und Beratungsunternehmen Kemper’s hat den Einzelhandelsstandort Düsseldorf untersucht. Mit aktuellen Spitzenmieten bis zu 200 Euro/m² legen die Einzelhandelsmieten dort im Vergleich zu 2006 um 8 Prozent zu. Für Ladenlokale in den Lagen Königsallee und Schadowstraße müssen Einzelhändler derzeit bis zu 15 Euro/m² mehr als im Vorjahr einkalkulieren. Düsseldorf zählt damit zu den 5 teuersten Einzelhandelsstandorten in Deutschland. Auch als Investment-Standort ist die Landeshauptstadt gefragt. In den Spitzenlagen ermittelt Kemper’s bei Faktoren von mehr als dem 21-fachen eine hohe Investmentnachfrage.

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Königsallee stärkt Stellung als eine der Top-Luxuslagen in Europa
Die Luxuslage Königsallee unterstreicht Ihre besondere Attraktivität für internationale Top-Marken. Binnen eines Jahres sind die Spitzenmieten von 185 auf bis zu 200 Euro/m² gestiegen. In der Königsallee 74 übernimmt Geox in Kürze das zuvor von Goldpfeil genutzte Ladenlokal. Die Projektentwicklung Königsallee 76/78 wird mit den Mietern Hennes & Mauritz und Esprit für eine weitere Verjüngung des hinteren Teils der Lage sorgen. Im früheren Modehaus Heinemann bezieht im Herbst 2008 die Mayersche Buchhandlung den Neubau neben Tiffany und Escada.

In der zweiten Jahreshälfte 2007 eröffnet der neue Breidenbacher Hof. Neben Hugo Boss, Claudia Sträter und der inzwischen zur Douglas-Gruppe gehörenden Parfümerie Schnitzler hat dort zuletzt auch Marc O’Polo ein Ladenlokal angemietet. Der Breidenbacher Hof wird das Dreieck Königsallee, Flinger Straße und Schadowstraße befruchten und ermöglicht eine Aufwertung der schwächer frequentierten Seite der Königsallee.

Schadowstraße ist die Konsummeile der Landeshauptstadt
Die Schadowstraße ist die wichtigste Konsummeile in Düsseldorf. Wie auf der Königsallee legen die Mieten in einem Jahr um fast 10 Prozent auf bis zu 200 Euro/m² zu. Bei einer niedrigen Fluktuation konzentriert sich die sehr gute Flächennachfrage nicht mehr nur auf die Strecke zwischen Königsallee und Berliner Allee sowie die Schadow Arkaden. Zwischen der Berliner Allee und der Tonhallenstraße dominieren die großen Kaufhäuser das Angebot. Der mit fast 90 Prozent ohnehin sehr hohe Filialisierungsgrad der Lage dürfte auch in Zukunft weiter steigen. Karstadt plant an der Schadowstraße ein Luxuskaufhaus nach dem Vorbild des Berliner KaDeWe. Spätestens im Jahr 2009 will Karstadt die vorhandene Filiale am Wehrhahn umbauen und das Sortiment umgestalten.

Mit der Schadowstraße 69 wird zudem eine der Schlüsselimmobilien der Lage komplett neu entwickelt. Geplant sind mehr als 1.400 m² Einzelhandelsfläche, die Fertigstellung erfolgt im Sommer 2009. Umstritten sind die Auswirkungen der Baumaßnahmen für die neue U-Bahn-Linie ("Wehrhahn-Linie"). Die neue Strecke soll von der Straße Am Wehrhahn über die Heinrich-Heine-Allee bis zum Bilker Bahnhof reichen. Während die Bauarbeiten unter der Schadowstraße komplett unterirdisch erfolgen, weisen einige Ladenlokale am Wehrhahn bereits Leerstände auf. Im Zuge des U-Bahn-Baus wird derzeit auch über eine Fußgängerzone im östlichen Teil der Schadowstraße entschieden. Der U-Bahn-Bau soll Mitte 2009 abgeschlossen sein.

Flinger Straße ist die erste Adresse für junges Szenepublikum
Die Flinger Straße bleibt jung und durch die bevorstehende Eröffnung von Zara (3. Store in Düsseldorf) findet der ebenfalls neu eröffnete Lascana Store einen attraktiven Nachbarn. Die Ladenmieten liegen in der Spitze bei 180 Euro/m² und damit 10 Euro/m² über dem Vorjahr. Die Flächennachfrage, vorzugsweise von Young Fashion-Anbietern, ist unverändert hoch. Die Flinger Straße bleibt der bevorzugte Standort für Händler, die ein vorwiegend junges Szenepublikum und gute Passantenfrequenzen suchen. Letztere liegen in Spitzenzeiten bei fast 8.000 Passanten pro Stunde und machen die Lage zu einer der 25 meistbesuchten Shoppingmeilen in Deutschland.

Mittelstraße und Karlplatz etablieren sich als Alternativstandorte
Die Mittelstraße und der angrenzende Karlplatz haben sich als bezahlbare Alternativen gut etabliert. In der Neuentwicklung Mittelstraße 3 hat sich zuletzt mit dem italienischen Label Sixty ein attraktiver Neuzugang angesiedelt. Auch E-Plus hat in der Mittelstraße einen passenden Standort gefunden. Die starke Anziehungskraft der Flinger Straße wirkt sich dabei positiv auf die umliegenden Lagen aus. Besonders gut entwickeln sich die Verlängerung der Flinger Straße und die Mittelstraße, die eine natürliche Verbindung zwischen traditioneller 1a-Lage und Karlsplatz darstellt.

Flächennachfrage in Stadtteillagen zieht leicht an
In den Stadtteillagen Luegallee (Oberkassel), Nordstraße (Derendorf), Rethelstraße (Zooviertel) und Friedrichstraße (Stadtmitte) liegen die Spitzenmieten derzeit zwischen 10 und 55 Euro/m². Besonders die Nordstraße hat ihre Attraktivität weiter gesteigert.