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Einzelhandelsmarkt Hamburg: Weiterhin hohe Nachfrage nach Flächen

Obgleich die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen in Hamburg bereits 2006 sehr hoch war, stieg sie im vergangenen Jahr noch einmal deutlich an. Vor allem internationale Filialisten sowie neue, bislang nicht in der Hansestadt ansässige Händler zeigten 2007 Interesse an Ladenflächen. Dies ergibt der „Retail Market Report 2008“ für die sechs wichtigsten deutschen Einzelhandelsstandorte, den Atisreal, Deutschlands führender Berater für Gewerbeimmobilien, Mitte März veröffentlichen

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„Insbesondere die Branchen Textil und Gastronomie waren im vergangenen Jahr auf der Suche nach Einzelhandelsflächen“, sagt Christoph Scharf (Bild l.), Bereichsleiter Retail Letting der Atisreal GmbH. „Da attraktive Ladengeschäfte oft langfristig vermietet sind, sind Interessenten vermehrt zur Zahlung von `key money´ bereit, um die Mieter aus ihren bestehenden Verträgen herauszukaufen.“

Die begehrtesten Einkaufslagen der Hansestadt waren im vergangenen Jahr die Spitalerstraße und die Mönckebergstraße sowie die Luxuslage Neuer Wall. In den Top-Lagen der Poststraße konnte eine zunehmende Verdichtung der Einzelhandelsflächen und eine weitere Aufwertung der Lage beobachtet werden. Angemietet wurden in Hamburg vor allem Flächen in der Größenordnung zwischen 60 und 120 m². „Zwar waren auch große Einzelhandelsflächen gefragt, doch konnte diese Nachfrage mangels Angebot nicht oder nur selten befriedigt werden“, erklärt Christoph Scharf.

Gut zugeschnittene Flächen in attraktiver Lage bleiben somit in Hamburg Mangelware – sowohl in den Konsum-, als auch in den Niveau- und Luxuslagen. Daher werden derzeit in der Hansestadt zahlreiche Flächen in Bestandsobjekten modernisiert. Auch finden umfangreiche Baumaßnahmen statt, wie beispielsweise der Abriss und Neubau des Bornhold Hauses am Neuen Wall, das voraussichtlich im vierten Quartal 2008 fertig gestellt sein wird. Angesichts der Projekte, die sich derzeit im Planungsstadium befinden, darf mit einem leichten Anstieg des Flächenangebots in den kommenden Jahren gerechnet werden. Allerdings befinden sich die meisten der geplanten Objekte in B-Lagen mit guter Sichtanbindung zur A-Lage.

Die Flächenknappheit drückt sich auch in den Mietpreisen aus. So stieg die Spitzenmiete in Hamburg um 5,3 Prozent auf aktuell 200 Euro pro m² und wird wie 2006 in der Spitalerstraße erzielt. Zudem sicherten sich die Mönckebergstraße (190 Euro/m², plus 2,7%) und der Neue Wall (180 Euro/m²) Plätze auf dem Siegerpodest der teuersten Einkaufsstraßen Hamburgs. Gleichermaßen waren im vergangenen Jahr auch bei den Durchschnittsmieten deutliche Steigerungen zu verzeichnen, vor allem im mittleren Bereich der Spitalerstraße und im unteren Teil des Neuen Walls. „Das mangelnde Flächenangebot in den Top-Lagen führte zu einer Fokussierung auf die B-Lagen und einem relativen Bedeutungsverlust der C-Lagen, in denen sogar Mietpreisrückgänge akzeptiert werden mussten“, erklärt Christoph Scharf.