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Einzelhandelsimmobilien-Investitionen in Kontinentaleuropa

In den ersten drei Quartalen 2006 lag das Transaktionsvolumen auf dem Einzelhandelsimmobilienmarkt Kontinentaleuropas bei insgesamt 14,6 Mrd. Euro, entsprechend einem Anstieg von 50 % im Einjahresvergleich und einer Verdreifachung gegenüber 2004. Damit bewegt sich das Volumen bereits auf dem Niveau des Gesamtjahres 2005 (14,7 Mrd. Euro). Die Anzahl der Transaktionen im laufenden Jahr (286) hat dabei die im letzten Jahr (249) getätigten Abschlüsse um 15 % übertroffen.
Dies geht aus einer auf der MAPIC veröffentlichten Jones Lang LaSalle Studie hervor: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Gesamtvolumen von 2006 in Kontinentaleuropa 20 Mrd. Euro überschreitet, ein Anstieg um 35 % gegenüber 2005“, so Richard Bloxam, European Director, Capital Markets. Und Jeremy Eddy, European Director, Retail Capital Markets, fügt hinzu: „Deutschland wird in absehbarer Zeit weiterhin der aktivste Markt bleiben. Das Investorinteresse an Zentral- und Osteuropa bleibt groß, wobei wir davon ausgehen, dass vor allem Russland 2007 gut abschneidet. Neue Märkte werden die Ukraine, Rumänien und die Türkei sein. In den westeuropäischen Märkten Frankreich, Portugal und Italien wird das Volumen nicht erheblich über dem Vorjahresniveau liegen“.

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Höhepunkte in den ersten drei Quartalen 2006
Deutschland ist das Hauptziel der Investoren: Etwa 4,4 Mrd. Euro (31 % des Gesamtvolumens) wurden dort in den ersten drei Quartalen ausgegeben.
Der zweitgrößte Zielmarkt war Polen, wo u.a. mit zwei großen Portfoliotransaktionen (Casino und Apollo) 2,0 Mrd. Euro erreicht wurden. Schweden kam mit 1,8 Mrd. Euro auf Platz 3.
Auffällig ist auch das bis dato relativ niedrige Volumen in Italien, Frankreich und Portugal.

Portfoliotransaktionen charakterisierten den Markt im laufenden Jahr: Sie machten 46 % aller Transaktionen in Deutschland und Schweden und mehr als 60 % in den zentral – und osteuropäischen Ländern aus.

Einkaufszentren sind weiterhin das am meisten gesuchte Produkt. Sie kommen auf einen Anteil von 64 % des Transaktionsvolumens (insgesamt 9,3 Mrd. Euro). Investoren gaben weitere 3,8 Mrd. Euro für Fachmärkte (Fachmarktzentren und einzelne Fachmärkte aus sowie 1,5 Mrd. Euro für Supermärkte. Im anfangs genannten gesamten Einzelhandelstransaktionsvolumen (14,6 Mrd. Euro) sind keine Transaktionen mit Geschäftshäusern in 1A-Einkaufslagen berücksichtigt. Solche „Highstreet Portfolien“ wurden in einer Größenordnung von mehr als 2 Mrd. Euro im laufenden Jahr getätigt, größtenteils in Deutschland.

Kapitalquellen
Auf britische Investoren entfielen 25 % der gesamten Investitionen und damit der höchste Anteil. Sie kauften vor allem Einkaufszentren und Fachmärkte in Deutschland, Schweden und Russland. Die Europäer bleiben die größte Investorengruppe in ihrem eigenen Markt. Globale Investoren nehmen aber weiter an Bedeutung zu (3,3 Mrd. Euro in den ersten drei Quartalen). Normalerweise handelt es sich bei diesen Investoren um private Immobiliengesellschaften und von Dritten verwaltete Fonds. Sie haben in großem Umfang in Polen, Deutschland und Italien eingekauft, mit Fokus auf Einkaufszentren und Fachmärkte.