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Einkaufszentrum „EK 3“ auf der Zielgraden

Der letzte Feinschliff läuft, die Eröffnungsfeier ist geplant: Am 5. Juli wird der Investor Ten Brinke nach rund 18-monatiger Bauzeit die Eröffnung des Einkaufszentrums „EK3“ in der Innenstadt von Kamp-Lintfort im Beisein von zahlreichen Gästen, u. a. Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt, der symbolisch um 11 Uhr die Tore des Centers eröffnen wird, feiern.

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Auf einer Mietfläche von ca. 8.400 m² bietet das Center Platz für Fachgeschäfte und Gastronomie. Laut Investor ist nur noch eine Einzelhandelsfläche vakant, die restlichen Flächen haben pünktlich zum Starttermin einen Mieter gefunden. Ankermieter des Centers sind Kaufland mit 4.600 m² und die Expert-Gruppe, die die zweitgrößte Mietfläche im EK 3 angemietet hat, nachdem der Elektrofachmarkt ProMarkt abgesprungen ist. Die Rewe-Tochter hatte in den vergangenen Monaten hohe Verluste eingefahren. Laut Rewe sehe man für die Zukunft nicht das notwendige Potenzial, daher werden neu geplante Märkte nicht mehr eröffnen und viele bestehende Filialen geschlossen. „Mit Expert konnte schnell eine sehr gute Alternative gefunden werden, nachdem vor wenigen Wochen feststand, dass ProMarkt diesen und auch andere Standorte nicht mehr eröffnen werden können“, so Theo Bruns, Projektleiter der Ten Brinke Projektentwicklung. Allerdings wird Expert erst am 26. Juli eröffnen. Weitere Mieter sind der Drogeriefilialist Rossmann, das Depot, MyShoes, Mister Lady, Apollo Optik, Divagold, eine Bäckerei, ein Eiscafé, eine Apotheke sowie ein Friseur.

„Weiße Riesen“ mussten weichen
Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt blickt mit Stolz auf die Innenstadtentwicklung in Kamp-Lintfort und die letzten fünf Jahre zurück: „Es hat sich ungemein viel getan in Kamp-Lintfort. Der Abriss der Weißen Riesen und der Neubau des EK 3 stellt eine wesentliche städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung für Kamp-Lintfort dar und wird Kamp-Lintfort als Einkaufsstadt nachhaltig stärken.“ Nachdem ein Teil der Bergarbeitersiedlung Anfang der 70er Jahre drei bis zu 16-geschossigen Wohnhochhäusern – den sogenannten „Weißen Riesen“ – weichen musste, hatte diese Nutzung seit der Jahrtausendwende kaum mehr eine Perspektive. Schwierige Eigentumsverhältnisse und enorme Kosten für den Abriss der Hochhäuser verhinderten in der Vergangenheit jede städtebauliche Entwicklung an dem Standort. Erst durch das Förderprogramm Stadtumbau West sowie das Engagement der Ten Brinke Gruppe eröffnete sich hier erstmals eine Entwicklungsperspektive. Zwei der drei „Weißen Riesen“ wurden 2009 abgerissen. 2010 folgte dann die medienwirksame Sprengung des letzten Hochhauses mit der Nummer 274. In einem äußerst komplexen und aufwändigen Planungsverfahren hat die Stadt Kamp-Lintfort von 2007 an eng mit der Ten Brinke Gruppe zusammengearbeitet, um eine anspruchsvolle Lösung zu erarbeiten und an dieser Stelle der Innenstadt mit dem EK 3 ein zukunftsweisendes städtebauliches Projekt zu verwirklichen. Die Ten Brinke Projektentwicklung GmbH investierte rund 25 Mio. Euro. Die Eröffnung des EK 3 und die Umgestaltung des öffentlichen Raums am Verkehrspavillon stellt den vorläufigen Abschluss des Innenstadtumbaus und der Fördermaßnahme Stadtumbau West in Kamp-Lintfort dar.