Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Düsseldorf: Flächenumsatz um 37 Prozent gestiegen

Von Januar bis Juni 2006 wurden in Düsseldorf 142.000 m² Bürofläche umgesetzt – fast 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (104.000 m²). Damit hat sich die erwartete Marktbelebung auch im zweiten Quartal dieses Jahres fortgesetzt. Dies ergibt der “City Report Düsseldorf” für das erste Halbjahr 2006, den Atisreal Deutschland, bundesweit führender Berater für Gewerbeimmobilien, Anfang August veröffentlichen wird.

.

“Im langjährigen Vergleich knüpft Düsseldorf damit fast wieder an die Halbjahresumsätze in den Boom-Jahren der New Economy an”, erklärt Bernd-Uwe Willer, Niederlassungsleiter Düsseldorf der Atisreal GmbH. Drei Viertel der Büroflächen (107.000 m²) wurden im Stadtgebiet umgesetzt. Die positive Entwicklung unterstützen zwei Großabschlüsse mit zusammen rund 28.000 m² Fläche. Aber auch ohne diesen Sondereinfluss wäre das Ergebnis höher gewesen als vor einem Jahr. “Dies spricht für eine lebhafte Nachfrage auf breiter Front”, betont Willer.

Gefragt waren vor allem die Innenstadtlagen und Bürozentren. Der Trend zu den hochwertigen innerstädtischen Lagen ist an vielen deutschen Standor- ten zu beobachten. Die Büromarktzone Ratingen West stand an erster Stelle (Flächenumsatz: 17.700 m²), was an einer Großanmietung lag. Auf den weiteren Plätzen folgen die beiden City-Toplagen Innenstadt (17.300 m²) sowie Bankenviertel (15.500 m²), deren Flächenumsatz sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast verdoppelte.

Das Marktgeschehen wurde deutlich stärker von großflächigen Anmietun- gen geprägt, was auch an den wieder etwas kürzeren Entscheidungsabläu- fen der Großnutzer liegt. Zwei Verträge über 10.000 m² waren für knapp 20 Prozent des Flächenumsatzes verantwortlich. Stärker vertreten war die Kategorie zwischen 5.000 und 10.000 m² (knapp 16 %). Die Größenklasse zwischen 500 und 1.000 m² legte spürbar zu und erreichte 19 Prozent des Gesamtumsatzes.

Nachdem die anmietenden Branchen im Jahr 2005 relativ breit gestreut waren, gab es nun wieder eine stärkere Fokussierung auf vier Schlüssel- branchen, die zusammen 75 Prozent des Flächenumsatzes erzielten. Wie auch an anderen Standorten führen Dienstleister wie beispielsweise Zeit- arbeitsfirmen oder private Bildungseinrichtungen (Anteil: 24 %). Auf dem zweiten Platz folgen die Beratungsgesellschaften, die ihre Quote innerhalb eines Jahres von 8 auf über 18 Prozent steigerten. Der Handel erreichte knapp 18 Prozent, die ebenfalls wieder erstarkten Informations- und Kommunikationstechnologien rund 16 %. Weniger aktiv waren die Banken und Finanzdienstleister sowie Versicherungsgesellschaften.

Das Gesamtangebot an verfügbaren Büroflächen (Leerstand plus noch verfügbare Flächen im Bau) blieb im vergangenen Quartal konstant (1,04 Mio. m²). Während sich die verfügbaren Flächen im Bau leicht erhöht haben, nahmen die Leerstände ab. Vom Gesamtleerstand entfallen 72 Prozent auf das Stadtgebiet. Die Leerstandsquote im Marktgebiet beläuft sich wie im ersten Quartal 2006 auf derzeit 12 Prozent und im Stadtgebiet auf 10,5 Pro- zent. Wie an den meisten deutschen Bürostandorten blieben die Mietpreis- niveaus weitgehend stabil; die erzielte Spitzenmiete liegt unverändert bei 21,50 Euro pro Quadratmeter. “Ein deutliches Anziehen der Mietpreise ist im laufenden Jahr noch nicht zu erwarten und dürfte frühestens 2007 einsetzen”, so Willer.

Gute Perspektiven für das zweite Halbjahr
Für das zweite Halbjahr sind die Perspektiven des Düsseldorfer Büro- markts überwiegend positiv. “Aufgrund der vorliegenden Gesuche ist davon auszugehen, dass sich die gute Nachfragesituation fortsetzen wird. Für das Gesamtjahr gehen wir deshalb von einem Flächenumsatz aus, der deutlich über 250.000 m² und damit über dem Vorjahresergebnis von 244.000 m² liegen wird. Das Flächenangebot wird sich in der zweiten Jahreshälfte langsam etwas verringern. Da sehr wenige Büroflächen im Bau sind, wird sich dieser Prozess bei einer weiterhin guten Nachfragesituation ab 2007 aber beschleunigen”, erläutert Bernd-Uwe Willer.

Investmentumsatz stark gestiegen
Im ersten Halbjahr wurden rund 549 Millionen Euro investiert und damit 144 Prozent als im Vorjahreszeitraum (225 Mio. €). Damit liegt Düsseldorf im Trend der sechs großen deutschen Büromärkte. Rund 179 Millionen Euro davon sind anteilig eingerechnete Portfoliotransaktionen. Deutlich präferiert wurden Büroinvestments mit einem Anteil von rund 88 Prozent des Gesamtvolumens.

Bei den Käufern stehen ausländische Fonds und Immobilienunternehmen, die opportunistisch oder an einem Wertzuwachs (added value) orientiert sind, mit Abstand an erster Stelle (Anteil: 72 %). Auf den weiteren Plätzen folgen die Pensionskassen (etwa 16 %) sowie Spezialfonds (knapp 6 %). Mit über 76 Prozent ist der Anteil der ausländischen Investoren, wie an allen Standorten, so hoch wie nie zuvor