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Dritte “Investoren-Welle“ rollt

Deutschland bleibt im Fokus ausländischer Investoren. Allerdings ändert sich der Investorentyp. Klaus Franken, Mitglied der Aengevelt-Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich “Investment & Development“, sieht mittlerweile die dritte “Investoren-Welle“: Auf die möglichst groß und möglichst billig einkaufenden Opportunity Funds folgten die Erwerber kompletter “mittelgroßer“ Portfolien zur langfristigen Bestandshaltung. „Aktuell sehen wir verstärkt den Markteintritt kapitalstarker internationaler Investoren, die von Anfang an einen gezielten eigenen Portfolio-Aufbau betreiben. Ihre Kennzeichen: Schnell entschlossener Kauf von Einzelobjekten oder Kleinpaketen, keine Teilnahme an langwierigen Wettbewerbsverfahren, direkte Kontakte und entsprechend zügige Abwicklung.“

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„Auch diese Investoren kaufen durchaus Portfolien“, so Franken, „sie beteiligen sich aber nicht an Ausschreibungen.“ Hier zeichnet sich nach Beobachtungen von Klaus Franken grundsätzlich ein zunehmend breiterer Trend ab: „Bieterverfahren sind Auslaufmodelle, weil es angesichts des hohen Prüfungsaufwandes am Ende zu viele Verlierer gibt.“ Entsprechend erfolge der Portfolio-Aufbau dieser dritten “Investoren-Welle“ vorrangig über den Einzel-Erwerb von Objekten.

Ein Beispiel hierfür ist eine neu in Deutschland aufgestellte niederländisch-skandinavische Investorengruppe, für die Aengevelt bundesweit die Einkaufsfunktionen übernimmt – nicht mittels großer Paketkäufe, sondern bewusst mittels ausgewählter Einzel-Objekte bzw. Kleinpakete aller Größenordnungen aus den verschiedenen Asset-Klassen.

Innerhalb einer Woche erwarb dieser Investor durch exklusive Vermittlung für rd. 30 Millionen Euro ein Fachmarktzentrum mit rd. 45.000 m² Mietfläche und ein Bürogebäude in Wiesbaden mit rd. 7.000 m² für nahezu 10 Millionen Euro.

Als nächstes stehen kurz bevor der Erwerb von drei Logistikimmobilien in Hamburg, Nürnberg und den neuen Bundesländern mit zusammen rd. 30.000 m² Nutzfläche sowie der Kauf eines Nahversorgungszentrums mit rd. 6.700 m² Nutzfläche für rd. 10 Millionen Euro in einer Landeshauptstadt und eines Wohnungsbestandes von rd. 1.000 Wohneinheiten in Nieder-sachsen.