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Dresden und Leipzig mit hohen Wachstumsraten

Wie schon in den Jahren zuvor macht der Freistaat Sachsen auch in jüng- ster Zeit mit Positivmeldungen zur wirtschaftlichen Entwicklung Schlagzei- len. Von dieser positiven Entwicklung profitiert laut aktuellem Länderreport des Maklerunternehmens Comfort gerade auch der Einzelhandel der bei- den sächsischen Metropolen Leipzig und Dresden. Die Haupteinkaufslagen erfreuen sich anhaltender Beliebtheit und die Spitzenmieten legten dement- sprechend noch einmal zu.

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Dresden
In Dresden konzentriert sich das Interesse der Einzelhändler vorrangig auf die beiden 1a-Lagen Prager Straße und Altmarkt. Daneben zieht auch das Einkaufszentrum Altmarkt-Galerie mit rund. 24.000 m² Verkaufsfläche zahlreiche Kunden an. Die Verlagerung der Passantenströme, die mit er Eröffnung dieses Centers einherging, ist weiterhin signifikant, auch wenn davon auszugehen ist, dass die Prager Straße künftig durch die gemein- same Entwicklung der Karstadt AG und der Multi-Development (40.000 m² Verkaufsfläche) ihre alte Bedeutung zurückgewinnen wird.

Dennoch muss aktuell konstatiert werden, dass insbesondere der Südab- schnitt der Prager Straße Wachstumsimpulse benötigt, um eine dem Nord- abschnitt vergleichbare Bedeutung erlangen zu können. Dabei spielt insbe- sondere die Neubebauung des Wiener Platzes, für den jetzt ein Bebau- ungsplan verabschiedet wurde, eine entscheidende Rolle. Während das so genannte „Kugelhaus“ am Wiener Platz erwartungsgemäß kaum Kunden anzieht, ist das ursprünglich als „Glashaus“, jetzt als „Dresdener Spitze“ titulierte Geschäftshaus Prager Straße 2 an der östlichen Platzkante von den Kunden gut angenommen worden.

Derzeit entsteht im Zuge der Neugestaltung des Neumarktes rund um die wieder aufgebaute Frauenkirche ein neuer Handels-, Dienstleistungs- und Gastronomiestandort, wobei der Branchenmix vor allen Dingen durch Niveauanbieter und gastronomische Betriebe geprägt sein wird. Insgesamt ist für Dresden eine deutliche Aufwärtsbewegung zu verzeichnen, die auch darin ihren Ausdruck findet, dass die Einzelhandelslagen der Innenstadt zunehmend auch in den Fokus internationaler Filialisten gelangen.

Dabei bietet die Prager Straße Entwicklungspotential für weitere 50.000 bis 60.000 m² Verkaufsfläche. Einen raschen Vermietungserfolg konnte die TLG mit der Vermietung der Prager Straße 4 verbuchen. Fakt ist, dass die Prager Straße zum jetzigen Zeitpunkt nicht als einziger Top-Standort die Nachfrage nach Flächen in 1a-Lage befriedigt. Die geplante Erweiterung der Altmarkt-Galerie stellt für den Einzelhandel eine Alternative dar. Für Ladenlokale in den Top 1a-Lagen müssen Einzelhändler bei Neuabschlüs- sen derzeit nach Angaben von Comfort Quadratmeterpreise um 95 Euro kalkulieren.*

Leipzig
Auch die Leipziger Innenstadt hat sich im zurückliegenden Jahr weiterhin sehr positiv entwickelt. Eine Reihe von Projekten konnte erfolgreich reali- siert werden, andere stehen derzeit kurz vor dem Abschluss. Den Einzel- handelskunden und Touristen bietet Leipzig eine vielfältige Stadtarchitektur, die mit zahlreichen Geschäften und Dienstleistungsangeboten zum Einkaufen und Verweilen einlädt.

Die Leipziger Innenstadt innerhalb der Ringe genießt für die Stadtentwick- lung absolute Priorität. Ziel ist es, die Innenstadt weiter zu stärken und die örtliche Kaufkraft in der Innenstadt zu binden. Dies vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass immer noch zu viel Kaufkraft in die umliegenden Ein- kaufszentren Paulsdorf-Center und nova eventis abfließt.

Zahlreiche Neu- und Wiedereröffnungen konnten im vergangenen Jahr an der Petersstraße verzeichnet werden, die im Ranking der Nachfrage deutlich vor Grimmaische Straße, Markt sowie Nikolai- und Hainstraße rangiert. Mit der Fertigstellung des Citytunnel-Projektes noch in diesem Halbjahr, der Fertigstellung der Marktgalerie (Hauptmieter Breuninger, 12.000 m² Mietfläche), des Messehofes (C&A, 3.500 m²) sowie der bevorstehenden Vollendung des neuen Karstadt-Kaufhauses (Nutzfläche 35.000 m²) im 2. Halbjahr 2006 werden die Petersstraße und der Markt die Ära der Großbaustellen hinter sich lassen und mit einem noch vielfältigeren Handelsbesatz aufwarten.

Auch die Grimmaische Straße startete gut in das Jahr 2006. Zuwächse sind vor allen Dingen durch Galeria Kaufhof zu verzeichnen, aber auch Bauvorhaben wie das von dem Düsseldorfer Projektentwickler Centrum in Kooperation mit Comfort initiierte Projekt Grimmaische Straße 26-28, das mit den zwischenzeitlich erfolgten Neueröffnungen (Lehmanns, Bijou Brigitte, Esprit, WMF) erfolgreich abgeschlossen werden konnte, haben zur Aufwertung dieser Lage wesentlich beigetragen.

Entwicklungspotential besteht im Ostabschnitt in Richtung Augustusplatz, wo in naher Zukunft weitere Handelsflächen entstehen werden. Die Nikolaistraße ist die beliebteste Verbindungsmeile zwischen dem Hauptbahnhof und den oben beschriebenen Citylagen. Sie ist geprägt von überwiegend kleinteiligen Geschäftsflächen, wobei jüngst aber auch Strauss Innovation eine Filiale eröffnete, was den Besuch für eine breitere Käuferschicht interessanter gemacht hat

Nach Eröffnung des Karstadthauses an der Peterstraße sowie der Aufgabe der Interimsnutzung an der Hainstraße wird diese vermutlich so lange an Bedeutung verlieren, wie für den Bereich Brühl und Richard-Wagner-Platz keine neuen Nutzungen gefunden werden. Ungeachtet dessen haben sich hier in der jüngsten Vergangenheit einige interessante Nachvermietungen ergeben, wie z.B. an einen großflächigen Intersport-Markt. Als Geheimtipp hat sich zwischenzeitlich der Neumarkt etabliert, der mit seinen jeweiligen Ostausgängen der Passagensysteme zwischen Peterstraße, Grimmaische Straße und Neumarkt profitieren konnte. Obwohl mit den zahlreichen Neueröffnung eine Ausweitung der Einzelhandelsflächen in signifikanter Weise erfolgte, bleibt die Nachfrage nach zeitgemäßen Ladenlokalen in den Toplagen der City konstant hoch.

Die für internationale Filialisten interessante Lage beschränkt sich auf die Petersstraße, die Grimmaische Straße und den Markt. Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass die Leipziger Innenstadt immer mehr Kunden bindet und somit auch künftig im Wettbewerb mit den Einkaufzentren auf der „Grünen Wiese“ bestehen wird. Für Ladenlokale in den Top 1a-Lagen müssen Einzelhändler bei Neuabschlüssen derzeit nach Angaben von Comfort Quadratmeterpreise um 105 Euro kalkulieren.*


* (Bezogen auf ein Ladenlokal in bester Lage mit etwa 80-120 m² EG-Verkaufsfläche, ebenerdiger Zugang, guter Zuschnitt)