Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Dresden: Große Nachfrage nach Pflegeimmobilien

Trotz des allgemeinen Optimismus in der Immobilienbranche kämpfen Bürohochburgen bundesweit mit einem unvermarktbaren Sockelleerstand. So auch in Dresden. „Für einige Flächen ist aber eine Lösung in Sicht. Bei uns sind derzeit viele Projektentwickler unterwegs, die nach leerstehenden Bürogebäuden suchen, um diese in Pflegeheime umzubauen“, so Dr. Eckhard Kaiser, Regionalleiter Dresden bei der Dr. Lübke GmbH. Von diesem Trend könnten besonders großflächige Objekte in Randlagen und in der Nähe von großen Wohngebieten profitieren.

.

Unter den deutschen Immobilienhochburgen weist Dresden in den ersten drei Quartalen 2007 mit rund 341.500 m² (13,9 %) die zweithöchste Leerstandsrate auf. „Obwohl wir optimistisch sind, haben wir einen Sockelleerstand von schätzungsweise acht bis zehn Prozent, der in seinem jetzigen Zustand nicht mehr wettbewerbsfähig ist“, so Kaiser.

Dank eines neuen Trends hätten jedoch einige dieser leerstehenden Büro- und Gewerbeobjekte wieder eine Chance am Markt: durch eine Umnutzung in ein Pflegeheim. „Im Gegensatz zu einem Neubau ist diese Variante häufig kostengünstiger.“ Ähnlich wie in anderen deutschen Großstädten würden Investoren und Projektentwickler derzeit auch in der sächsischen Landeshauptstadt diese Möglichkeit prüfen.

Wohngebiete in Randlagen sind gefragt
Für eine Umnutzung seien besonders Flächen in Randlagen und in der Nähe zu größeren Wohngebieten attraktiv, beispielsweise in Seidnitz, Niedersedlitz oder Löbtau. Dort gebe es auch schon die ersten Planungsansätze. „Für Büronutzer sind diese Standorte häufig zu weit weg von der City. Für Pflegeheime sind sie hingegen ideal. Die Senioren bleiben in der Nachbarschaft ihres bisherigen Wohnor-tes, so dass Bekannte und Verwandte es nicht weit haben“, erläutert Kaiser.

Aktuell befinden sich bereits vier Bestandsobjekte, z.B. am Elbcenter und im Paradiesgarten, in der Umnutzungsplanung. Weitere acht sind geplant.

Hohe Nachfrage sichert neue Projekte
Markt das Angebot absorbieren wird. „Der Bedarf ist enorm. Mittlerweile gibt es bei uns rund 25.000 Einwohner, die 80 Jahre und älter sind. Aber nur 77 Pflegeheime mit ca. 5.000 Betten.“ Mit den geplanten 12 Neubauprojekten könnte sich die Bettenkapazität mittelfristig auf bis zu 6.000 Betten erhöhen. „In den nächsten drei bis fünf Jahren rechne ich mit weiteren 15 bis 20 Pflegeheimen, die neu eröffnen werden.“