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Drehscheibe Wien: Alles ist ganz nah

„Wir Wiener blicken vertrauensvoll in unsere Vergangenheit“, hat einmal der österreichische Kabarettist Karl Farkas gesagt. Diese Sicht hat der Cornell Hotel Summit am vergangenen Freitag klar erweitert: „…und überaus zuversichtlich in die Zukunft“. Als Veranstalter und Gastgeber hatten PKF hotelexperts Wien und das neu gegründete Cornell Chapter AlpAdria den eintägigen Cornell Hotel Summit im Rahmen des jährlich stattfindenden Alumni-Treffens der Cornell University unter den Titel: „The Sun Rises in the East: The Future of Europe’s Hospitality Industry“ gestellt. In Diskussionsrunden, Vorträgen und der Key Note Speech von Alt-Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky (Bild 1 l.) war der Tenor klar. Die rund 120 Teilnehmer des insgesamt viertägigen Alumni-Treffens nahmen mit auf den Weg: Das seit jeher multikulturelle Wien wird in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle bei der Entwicklung Zentral- und Osteuropas spielen. Michael Widmann, Geschäftsführer von PKF hotelexperts Wien und Mitbegründer des AlpAdria Chapters: „Wien wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren einer der wichtigsten Standorte für die Entwicklung in Zentral- und Osteuropa sein – alles ist hier ganz nah, geografisch aber auch in Hinsicht auf die Mentalität.“ Zu den Staaten mit dem größten Entwicklungspotenzial zählten die Hotelexperten in der Diskussion um neue Märkte unter anderem Rumänien, Russland und die Ukraine. Das nächste Treffen der Cornell Society findet 2009 in Berlin statt.

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„Connections, connections, connections“
Dass nicht zuletzt „Kontakte, Kontakte, Kontakte“ neben „location, location, location“ bei der Frage um die Entwicklung eines Hotelstandortes in Osteuropa entscheidend sind, kam am Freitag im Grand Hotel Wien deutlich zur Sprache. Michael Widmann: „Es gibt große Risiken bei der Entwicklung von Projekten in Ländern wie Russland, Polen oder der Ukraine – Unterschiede in Kultur und Mentalität wirken sich unmittelbar auf Geschäftsverlauf, auf Erfolg und Misserfolg aus.“ Ein „langer Atem“ – manchmal über Jahre hinweg – sei Voraussetzung, so Widmann, der den Hotelmarkt der Zukunft übrigens deutlich diversifizierter sieht – nicht nur in Osteuropa: „Es wird mehr Anbieter geben als nur die Hiltons, die Hyatts und Marriotts – Einzelhotels und neue, kleinere, regionale Hotelgruppen werden die Bühne betreten.“

Ausbildung mit Soft Skills
Die Frage nach den Soft Skills und der Kombination von Theorie und Praxis in der Hotelmanagement-Ausbildung stellte anschließend Diskussionsleiterin Maria Pütz-Willems, die neben Michael D. Johnson, Dekan der 1865 gegründeten Cornell University im US-Bundesstaat New York, auch die Direktoren Ruud J. Reuland, Hotelfachschule Lausanne, Peter Thuy, Internationale Fachhochschule Bad Honnef Bonn, Henry Oosterveld, Human Resources-Chef NH Hoteles sowie Dekanin Dagmar Lund-Durlacher von der Wiener MODUL Universität begrüßte. Einigkeit herrschte darin, dass im Hotel-Dienstleistungsgewerbe ein besonders hohes Maß an Engagement Voraussetzung für Erfolg sei und die (unterschiedlich hohen) Studiengebühren als Investition in die Karriere gesehen werden müssen. Die umgekehrte Frage wiederum nach dem Engagement der Hotelgruppen für ihre Mitarbeiter ließ die Moderatorin am Ende offen.

Weltweit ist Cornell die älteste Universität mit einem Hotelmanagement-Studiengang. Zu den Mitgliedern der Cornell Hotel Society, der Absolventen-Vereinigung, zählen einige der einflussreichsten Persönlichkeiten der internationalen Hotelindustrie. Gastgeber des diesjährigen Treffens war das erst im vergangenen November gegründete AlpAdria Chapter der Cornell Hotel Society, dem unter anderem auch Michael Widmann von PKF hotelexperts angehört.