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Dortmunder Westenhellweg zählt zu den zehn stärksten deutschen Einkaufsstraßen

Kemper’s Jones Lang LaSalle hat den Einzelhandelsstandort Dortmund untersucht. Der Toplage Westenhellweg bescheinigt das Beratungsunternehmen eine sehr hohe Flächennachfrage. Mit der Eröffnung des Centerprojekts Stadtgalerie wird sich das Interesse zukünftig besonders auf den oberen Teil der Lage konzentrieren. Für den Ostenhellweg erwartet Kemper’s Jones Lang LaSalle im Zuge der Centeransiedlung eine rückläufige Passantenfrequenz. Die Spitzenmieten in der Toplage Westenhellweg sind innerhalb der letzten fünf Jahren bei Neuvermietung eines 100 m²-Ladenlokals um ein Viertel von 170 auf bis zu 210 Euro/m² gestiegen.

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Westenhellweg: Stabile Ladenmieten
Die Einzelhandelslandschaft in den Dortmunder Toplagen ist überwiegend konsumig und großflächig ausgerichtet. Von den etwa 90 Geschäften auf dem Westenhellweg sind über 85 Prozent Filialisten. Besondere Stärken weist die Lage in den Bereichen Junge Mode und Telekommunikation auf. Auch das Schuhangebot ist sehr gut vertreten. Regionale Anbieter haben ihre Standorte im Laufe der letzten Jahre vielfach in umliegende Lagen wie Kleppingstraße, Viktoriastraße oder Alter Markt verlagert. Zu den Dortmunder Besonderheiten zählt die "Qualitätsroute". Unter diesem Namen haben sich 50 inhabergeführte Fachgeschäfte zusammengeschlossen. Sie bieten ihre hochwertigen Waren und Dienstleistungen in einem gemeinsamen Katalog an.

Die Spitzenmieten auf dem Westenhellweg sind in den letzten fünf Jahren um ein Viertel von knapp 170 auf in der Spitze bis zu 210 Euro/m² gestiegen. Der Westenhellweg belegt damit Rang acht unter den teuersten Einkaufsmeilen in Deutschland. In der zweiten Jahreshälfte 2008 hat sich der Mietpreisanstieg verlangsamt und verharrt derzeit auf hohem Niveau. Für das erste Halbjahr 2009 erwartete Kemper’s Jones Lang LaSalle für erstklassige Ladenlokale weiterhin stabile Mietpreise. Mehrere aktuelle Neuvermietungen stehen für die starke Flächennachfrage in der Lage. Fossil übernimmt die Fläche von Tango Shoes nahe der Corso-Passage. Der Telekommunikationsdienstleister O2 hat unterhalb der Hansastraße angemietet, wo auch der Videospielanbieter GameStop ein Ladenlokal eröffnet hat. Das DOB-Label Promod sichert sich die frühere Douglas-Fläche im Eingangsbereich der Krüger-Passage.

Die Umgestaltung der Hansastraße zwischen Westenhellweg und Hansaplatz wurde im Spätsommer abgeschlossen. Das zentrale Straßenstück an der Westseite des Karstadt-Hauses bietet nun mit einem hellen Natursteinpflaster eine attraktive Gelegenheit zu kurzen Pausen beim Einkaufsbummel.

Ostenhellweg: Stadtgalerie könnte Passantenfrequenz verringern
Wie auf dem Westenhellweg überwiegen auch auf der zweiten Dortmunder Toplage Ostenhellweg konsumige Angebote, wobei der Bereich Junge Mode besonders stark vertreten ist. Von den insgesamt 40 Ladenlokalen sind etwa drei Viertel Filialunternehmen. Die Spitzenmieten liegen derzeit bei 160 bis 185 Euro/m². Im kommenden Jahr ist mit einer stabilen bis leicht rückläufigen Tendenz zu rechnen. Die Schließung des Bekleidungshauses Wehmeyer auf dem Ostenhellweg 32-34 wird nicht für einen dauerhaften Leerstand in der Lage sorgen. Kemper’s Jones Lang LaSalle zeigt sich zuversichtlich, dass die Fläche kurz- bis mittelfristig nachvermietet werden kann.

Stadtgalerie könnte oberen Teil des Westenhellwegs stärken
Auf dem Thier-Areal soll in den nächsten Jahren die neue Stadtgalerie mit Anbindung zum Westenhellweg entstehen. Auf einer Verkaufsfläche von rund 33.000 m² soll das Neue Thier-Areal Platz für rund 150 Fachgeschäfte und Gastronomiebetriebe bieten. Nach Einschätzung von Kemper’s Jones Lang LaSalle wird die Stadtgalerie besonders im oberen Bereich des Westenhellwegs für eine Frequenzsteigerung sorgen. Anbieter wie Anson’s können nun von Standortverlagerungen von dieser Entwicklung profitieren. Umgekehrt ist auf dem Ostenhellweg aller Voraussicht nach mit einer Abschwächung der Frequenzen zu rechnen. Die Bauarbeiten sollen nach derzeitigem Planungsstand im Sommer 2009 zunächst mit dem Abbruch von Altsubstanz und der Erstellung der Baugrube beginnen. Bauvorbereitende Maßnahmen und archäologische Grabungen auf den heutigen Parkplatzflächen sollen bereits Anfang 2009 beginnen. Das Einkaufscenter soll im Herbst 2011 eröffnen.