Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Dortmund wird noch unternehmerfreundlicher

Schon ab Herbst können Kommunen in Deutschland anhand eines Güte- zeichens nachweisen, dass sie eine unternehmerfreundliche Verwaltung haben. Elf Kommunen aus ganz Deutschland - acht davon allein aus NRW - haben dazu heute in Düsseldorf die "Gütegemeinschaft Mittelstands- orientierte Kommunalverwaltung e.V." gegründet, die in Zukunft die Vergabe des Gütezeichens "Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung" organi- siert. Dortmund gehört zu den Gründungsmitgliedern.

.

"Wir setzen in Dortmund auf kleine und mittlere Unternehmen. Genau dafür haben wir mit dem Dienstleistungszentrum Wirtschaft schon einen vielbe- achteten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Jetzt erweitern wir die Mittelstandsorientierung auf die gesamte Stadtverwaltung", so Oberbürger- meister Dr. Gerhard Langemeyer. Das Gütezeichen wird verliehen, wenn 13 Kriterien erfüllt sind, etwa die Vorgabe von festen Fristen und Zielwerten z.B. bei der Vorgabe von Fristen im Baugenehmigungsverfahren, der Zahlung von Rechnungen, der Bearbeitungs- und Informationsfristen bei Eingaben und Beschwerden. Gefordert wird aber auch die Schaffung von Verwal- tungswegweisern und Lotsen für Existenzgründer. Alle Vorgaben beziehen sich auf die weitere Verbesserung der Zusammenarbeit von Unternehmen und Verwaltung. Es erfolgt alle zwei Jahre eine Zertifizierung anhand der Gütekriterien, die jeweils um eine Kndenzufriedenheitsanalyse aus der Sicht der mittelständischen Unternehmen zu ergänzen ist. Zuständig für die Koordination ist in der Stadtverwaltung Dortmund das Dienstleistungs- zentrum Wirtschaft der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Grundlage der Zertifizierung sind die "Güte- und Prüfbestimmungen für mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen", die jetzt entworfen wurden. Bereits 20 weitere Kommunen planen der Gütegemeinschaft beizutreten. Das Land NRW hatte die Entwicklung des Gütezeichens angestoßen.

"Für uns bedeutet das Gütesiegel auch einen wichtigen Schritt in Richtung Verwaltungsmodernisierung und Bürokratieabbau. Wir stellen uns der Verantwortung und nehmen die Mittelstandsorientierung sehr ernst", so Dr. Langemeyer weiter.

Gründungsmitglieder der Gütegemeinschaft sind die Städte Dortmund, Hamm, Hückeswagen, Mülheim an der Ruhr, Nagold und Sindelfingen (beide Baden- Württemberg) sowie die Landkreise Borken, Paderborn, Steinfurt, Rhein-Kreis Neuss und Dithmarschen (Schleswig-Holstein).

Das im Juli 2002 eröffnete DLZW ist der jüngste Geschäftsbereich der Wirtschaftsförderung Dortmund. Einst als Pilotprojekt im Rahmen der Mittelstandsoffensive "move" des Landes Nordrhein-Westfalen gestartet, hat es sich mit rund 500 Kundenkontakten im Monat zur zentralen Anlaufstelle für kleine und mittelständische Unternehmen in Dortmund entwickelt. Das DLZW ist neben dem dortmund-project und der Kooperationsstelle Arbeit und Region einer von drei operativen Bereichen der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Fotos: Stadt Dortmund