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Dortmund startet schwach ins Jahr

Mit einem Flächenumsatz von 11.000 m² startet der Dortmunder Büromarkt schwach in das Jahr 2012. Das Ergebnis liegt damit knapp 39 % unter dem Vorjahreswert und ca. 27 % unter dem langjährigen Durchschnitt der ersten Quartale. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass noch keine größeren Vertragsabschlüsse über 2.000 m² registriert wurden — im vergangenen Jahr betrug ihr Umsatzanteil etwa 56 %. Stattdessen haben Büromieter insbesondere Flächen in der mittleren Größenklasse (1.001 m² bis 2.000 m²) nachgefragt: Knapp 45 % entfallen auf dieses Segment. Die umfangreichsten Umsätze verbuchten die Nebenlagen (5.200 m²), wozu beispielsweise der Vertrag der Handwerkskammer Dortmund (2.000 m²) beiträgt. Danach folgen mit rund 3.800 m² der Cityrand, in dem unter anderem die ThyssenKrupp Uhde GmbH Flächen von rund 1.100 m² angemietet hat, sowie der Citykern (1.500 m²).

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Beratungsgesellschaften und Lobbyisten vorn
Bei der Verteilung des Flächenumsatzes nach Branchen führen im ersten Quartal 2012 zwei Nachfragegruppen das Feld an: Sowohl Beratungsgesellschaften als auch Lobbyisten kommen jeweils auf einen Anteil von gut 25 %. Mit etwas Abstand folgen die Verwaltungen von Industrieunternehmen, das Gesundheitswesen (jeweils etwa 17 %) sowie Informations– und Kommunikationstechnologien (rund 12 %). Sonstige Dienstleistungen, zu denen beispielsweise Zeitarbeitsvermittlungen oder Immobiliendienstleistungen gezählt werden, müssen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den höchsten Verlust verkraften (-46 Prozentpunkte) und kommen nur auf einen Anteil im unteren einstelligen Bereich.

Bedeutende Vertragsabschlüsse in Dortmund
BMZ Unternehmen Fläche
3Handwerkskammer Dortmund2.000 m²
2 Ingenieurgesellschaft1.300 m²
2ThyssenKrupp Uhde GmbH1.100 m²
3 Teleperformance Deutschland700
2Energieunternehmen600
1.1 Sozialdienst katholischer Frauen e. V.500


Leicht erhöhter Leerstand
Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist der Leerstand im Marktgebiet leicht um knapp 4 % angestiegen und liegt damit insgesamt bei 166.000 m². In der Büromarktzone Citykern finden sich mit 65.900 m² die meisten Flächen zur kurzfristigen Anmietung, gefolgt vom Cityrand (50.800 m²) und den Nebenlagen (38.200 m²). Flächen mit modernem Ausstattungsstandard verbuchen unverändert einen Leerstand von 57.000 m². Mit 28.000 m² befindet sich der Großteil des modernen Leerstands weiterhin in der Cityrandlage Westfalendamm. Die Leerstandsquote beläuft sich nahezu unverändert auf 5,8 %.

Weiterhin kaum Flächen im Bau verfügbar
Die Flächen im Bau haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 11 % erhöht und erreichen zum Ende des ersten Quartals 31.000 m². Jedoch stehen weiterhin nur 2.000 m² dem Markt zur Verfügung. Diese Flächen sind in den Nebenlagen lokalisiert, die zugleich die einzige Büromarktzone sind, in der sich Flächen im Bau befinden. Das verfügbare Flächenangebot (Leerstand plus verfügbare Flächen im Bau) ist um etwa 4 % angestiegen und beträgt nun 168.000 m².

Spitzenmiete leicht rückläufig
Nachdem die Spitzenmiete 2011 konstant geblieben war, ging sie im ersten Quartal 2012 leicht um 1,5 % auf 13 Euro/m² zurück. Unverändert wird sie in den Bürolagen Citykern und Cityrand erzielt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum können die Nebenlagen sowie der Flughafen/ECO Port sogar einen leichten Anstieg der Höchstmiete verzeichnen. Die Durchschnittsmieten haben sich mit Ausnahme des übrigen Stadtgebietes insgesamt geringfügig reduziert.

Perspektiven
Wie sich der Büromarkt in Dortmund 2012 weiterentwickeln wird, ist aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht eindeutig absehbar. Da allerdings eine stabile Nachfragebasis in Dortmund vorhanden ist, die sich bereits über Jahre hinweg bestätigt hat, kann für den weiteren Jahresverlauf voraussichtlich von einem leichten Anstieg des Flächenumsatzes ausgegangen werden. Außerdem ist zu erwarten, dass sich die Flächen im Bau durch Projektstarts erhöhen könnten, wobei es sich aber fast ausschließlich um Eigennutzerbauten oder bereits vorvermietete Objekte handelt. Die Spitzenmiete dürfte sich auf dem erreichten Niveau halten.