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DM Beteiligungen AG kurz vor der Insolvenz?

Die DM Beteiligungen AG mit Sitz in Düsseldorf hat in den letzten Jahren bei Anlegern für ihre Inhaberteilschuldverschreibungen geworben. Verbraucher- schutzorganisationen berichten nun davon, dass die ersten besorgten Anle- ger mitteilen würden, von dem Unternehmen nicht fristgerecht ausbezahlt worden zu sein. So weist der BSZ e.V. mit Sitz in Dieburg darauf hin, dass die ersten Anleger von Zahlungsverzögerungen für eine Anleihe mit Laufzeit bis einschließlich 30. April 2006 berichten würden und auch schon für eine weitere Anleihe mit Laufzeit 17.06.2006.

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Der BSZ e.V. teilt weiter mit, dass bei der DM Beteiligungen AG durchaus Ähnlichkeiten zur bereits insolventen „Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG“ erkennbar sind. So würden beide Unternehmen im Immobilien- bereich tätig sein, bei beiden Unternehmen bestehe ein weit verzweigtes Netz an Beteiligungsgesellschaften, unter anderem auch im Sicherheits- bereich. Weitere Übereinstimmungen seien zu erkennen: Die Anleihe- bedingungen bei beiden Unternehmen sind in den Verkaufsprospekten teilweise verblüffend ähnlich, auch die Laufzeiten der Anleihen mit Datum 17.06.2006.

Der Vertrauensanwalt des BSZ e.V., Walter Späth von der Kanzlei Dr. Rohde & Späth aus Berlin, weist auf eine weitere Merkwürdigkeit hin: „Die Zertifika- te der Inhaberteilschuldverschreibungen wurden sowohl bei der WBG Leipzig-West AG als auch bei der DM Beteiligungen AG von Kontrollmitar- beitern unterschrieben. Auf einem Zertifikat bei der WBG Leipzig-West AG wurde das Zertifikat mit dem Namen „Heise“ unterschrieben, auch bei der DM Beteiligungen AG liegt uns ein Zertifikat vor, das mit dem Namen „Heise“ unterschrieben wurde. Die beiden identischen Unterschriften stimmen auch vom Schriftbild her weitgehend überein. Auch dies nur ein merkwürdiger Zufall?“

Weitere Ungereimtheiten gibt es auch bei der Verwendung des Anleiheer- löses: So wurde bei der WBG Leipzig-West AG in den Anlageprospekten angegeben, dass der Anleiheerlös auch der Auszahlung bereits fälliger Inhaberteilschuldverschreibungen dienen könne, weshalb von diversen Seiten vermutet wurde, dass hinter dem System der WBG Leipzig-West AG ein Schneeballsystem gesteckt haben könnte. In den Verkaufsprospekten der DM Beteiligungen AG heißt es dagegen teilweise, dass der Nettoerlös der Anleihe im Rahmen des Geschäftszwecks der Anleiheschuldnerin verwendet wird, er „könne auch zur Tilgung sonstiger Verbindlichkeiten genutzt werden.“ Zu den sonstigen Verbindlichkeiten dürfte wohl auch die Auszahlung fälliger Anleiheverbindlichkeiten gehören, der Vorstand des BSZ e.V. Horst Roosen teilt daher mit, dass auch bei der DM Beteiligungen AG ein Schneeballsystem „daher zumindestens nicht als völlig ausgeschlos- sen erscheine.“ Auch bei der DM Beteiligungen AG wuchsen die Verbind- lichkeiten stetig, nach Angabe der Verbraucherzentrale Brandenburg vom Jahr 2000 bis 2001 von 7,1 Millionen DM auf inzwischen 25,8 Millionen DM.