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DID/IPD-Fachtagung in Frankfurt

Rund 60 Repräsentanten institutioneller Immobilieninvestoren, Unter-nehmensberater und Wissenschaftler kamen in Frankfurt zur DID/IPD-Fachtagung zusammen, die zum Thema „Immobilien-Portfolio Controlling 2010 – Anforderungen, Lösungsansätze“ die derzeitigen und zukünftigen Steuerungsmöglichkeiten umfangreicher Immobilienbestände aufzeigte. Prof. Dr. Matthias Thomas, Geschäftsführer der Deutschen Immobilien Datenbank GmbH, zeigte in seinem Grundsatzreferat auf, was bei Invest-ments, Portfolios und Objekten heute bereits über das Controlling darstell-bar ist und was zukünftig erwartet wird. Dabei zeigte er anhand des Invest-itionsvolumens auf, welche Bedeutung die Assetklasse Immobilien im volkswirtschaftlichen Kontext hat: Institutionelle Investorengruppen halten in Deutschland rund 300 Milliarden Euro an Immobilienbeständen. Im im-mobilienwirtschaftlichen Management nimmt das Controlling die Aufgabe wahr, über alle Phasen der Wertschöpfungskette – von der Akquisition über die Bewirtschaftung bis zum Verkauf – auf Objekt- und auf Portfolio-Ebene die Planung und Kontrolle zu steuern. Thomas bezeichnete die als „Sparringspartner der Geschäftsführung“, deren Bedeutung weiter zu-nehmen wird.

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Am konkreten Praxisbeispiel zeigte Tilo Scheid, Bereichsleiter Controlling der AMB Generali Immobilien GmbH, Köln, den langen Weg zur Imple-mentierung eines funktionierenden Controlling-Instrumentarium auf. Im Detail schilderte er die Schritte von der Ausgangslage bis zur Einführung eines Portfolio Management Systems. Die Direktanlage seines Unter-nehmens in Immobilien stellt einen Wert von rund 3,1 Milliarden Euro dar. Die Anforderungen an das Controlling sind enorm: Es muss die Daten und Instrumente zur strategischen Planung und Steuerung des gesamten Ablaufs zur Verfügung stellen– vom Portfoliomanagement über An- und Verkauf bis zur Steuerung des Property-Managements. Dabei spielt das Zusammenwirken der geeigneten IT-Lösungen eine herausragende Rolle, um die wesentlichen Funktionalitäten sicherzustellen.

Zur operativen Systembasis des Controllings referierte Jens Kramer, Geschäftsführer der PROMOS Consult, Berlin. Er schilderte die wichtigsten Technologie-Tendenzen und ging auf die für das Controlling konzipierte SAP-Projekte versus individuelle IT-Immobiliensysteme ein. Er führte in das aktuelle SAP-Modul ein und erklärte, wie man SAP-Projekte organisiert.

Die „Steuerung von Immobilien Portfolio Risiken durch Mieterbonitäts-analysen“ war der Beitrag von Björn-Martin Kurzrock, Leiter Research bei der DID Deutsche Immobilien Datenbank. Er erläuterte seine These, dass ein Immobilien Portfolio effektiv ein Portfolio aus Mietverträgen ist, die wesentlich die Performance beeinflussen. Mit der Vermietungsdatenbank der DID wurde für institutionelle Investoren ein Instrument geschaffen, das unter anderem erlaubt, das Mieterrisiko zu analysieren und Klumpenrisiken zu vermeiden. Im Zusammenspiel mit der renommierten Auskunftei Dun & Bradstreet können Bonitätsrankings – also die Insolvenzwahrscheinlichkeit von Mietern innerhalb eines Jahreszeitraums – erstellt werden.

„Unterstützung in der Transformationsphase: Was können externe Consultants bei der Etablierung neuer Systeme leisten“ war der Schluss-vortrag, den Dr. Sven-Eric Ropeter-Ahlers und sein Kooperationspartner Justus Vollrath bestritten. Die selbstständigen Unternehmensberater hatten die Transformati-onsphase des Portfolio Management Systems bei AMB Generali begleitet und berichteten von ihren Erfahrungen.