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Deutschlands Luxusmeilen – Fast 200 Shops der Topmarken locken mit Premiumgeschenken

Kemper’s Jones Lang LaSalle Retail hat Deutschlands Luxus-Einkaufsstraßen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München untersucht. Die fünf Luxusmeilen bieten jeweils 30 bis 40 international bekannte Marken. Die Düsseldorfer Königsallee zieht mit dem größten Markenangebot die meisten Shopper an. Die Münchner Maximilianstraße bietet die zweithöchste Anzahl an Edel-Monolabelstores auf. Anschließend folgen der Neue Wall in Hamburg, der Luxusbereich des Berliner Kurfürstendamms und die Frankfurter Goethestraße. Die Mietpreise in den deutschen Luxusmeilen haben 2008 im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 20 Prozent zugelegt und erreichen Werte zwischen 190 und 240 Euro/m². Für 2009 erwartet Kemper’s Jones Lang LaSalle stabile Mieten auf derzeitigem Niveau.

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Luxuslabels hoffen trotz Finanzkrise auf Markenbewusstsein
Gerhard K. Kemper, Geschäftsführer Kemper’s Jones Lang LaSalle Retail: „Die deutschen Luxusmeilen stehen vor einem spannenden Weihnachtsgeschäft, das in diesen Tagen recht gut angelaufen ist. Marken- und Qualitätsbewusstsein spielen offenbar auch oder gerade in der derzeitigen Phase eine große Rolle. Angeführt von der Königsallee hat Deutschland mit insgesamt fünf Luxuslagen ein attraktives und international wettbewerbsfähiges Angebot. Das Jahr 2008 brachte bei einer starken Flächen-nachfrage bislang rund 30 Mieterwechsel in den Luxusmeilen. Für das kommende Jahr erwarten wir nach den starken Mietpreissteigerungen in diesem Jahr stabile Werte.“

Im Jahr 2008 sind die Mieten im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 20 Prozent gestiegen. Die fünf deutschen Luxusmeilen erzielen derzeit monatliche Spitzenmieten zwischen 190 und 240 Euro/m². Im internationalen Vergleich sind dies moderate Werte. Auf der teuersten Luxusmeile Europas, der Pariser Champs Elysées, müssen Mietinteressenten mit bis zu 615 Euro/m² kalkulieren. In Moskau oder London werden Ladenmieten zwischen 550 und 600 Euro/m² aufgerufen.

Düsseldorfer Königsallee lockt die meisten Passanten
Die Königsallee ist die mit Abstand meistbesuchte Luxuslage in Deutschland. In Spitzenzeiten flanieren dort bis zu 6.100 Passanten pro Stunde. Die hohe Frequenz ist die besondere Stärke der Kö und macht sie in Deutschland einzigartig. Nur die Frankfurter Goethestraße kann mit bis zu 3.500 Personen pro Stunde halbwegs mithalten. In Berlin, Hamburg und München liegen die Frequenzen bei den für Luxuslagen üblichen Werten zwischen 1.000 und 2.000 Passanten pro Stunde.

,Düsseldorf/Kö: Größte Markenkompetenz bei Textilien und Schuhen
Die Kö weist im Vergleich der deutschen Luxuslagen die meisten Monolabelstores internationaler Topmarken auf. 40 Prozent der insgesamt knapp 110 Geschäfte mit direkter Kö-Front sind aus Modemagazinen bekannte Luxusanbieter. Die Kö überzeugt dabei mit der größten Markenkompetenz im Bereich Textilien. Zudem bietet sie ein überdurchschnittliches Angebot an lokalen Luxusanbietern und Mehrmarken-Shops. Im unteren Bereich der Lage zwischen Bahnstraße und Grünstraße öffnet sich die Kö seit einiger Zeit jüngeren Konzepten wie H&M, Esprit oder COS. Diese Entwicklung wird in Düsseldorf kontrovers diskutiert. Aus Sicht von Kemper’s Jones Lang LaSalle folgt die Lage damit aber einem internationalen Trend und konnte die Passantenfrequenz 2008 im Vergleich zum Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre um ein Viertel steigern. Die angestrebte Ansprache jüngerer Zielgruppen bei einem weiterhin konsequenten Fokus auf Luxuslabels geht offenbar auf. So siedelten sich 2008 mit Bucherer, Calvin Klein, Escada, Hugo Boss und Tiffany eine Vielzahl attraktiver Marken an. Hermés feierte eine Wiedereröffnung auf komplett renovierter Fläche. Ab 2009 wird zudem die Kö-Galerie umfangreich neu gestaltet. Geplant sind vor allem größere Ladenflächen.

München / Maximilianstraße: Konsequenteste Luxusausrichtung
Die Münchner Maximilianstraße ist mit 39 internationalen Topmarken die in dieser Hinsicht zweitstärkste Luxusmeile in Deutschland. Zudem ist sie bei einem Gesamtangebot von knapp 70 Ladenlokalen eine der beiden konsequentesten Luxuslagen. Über die Hälfte der Shops wird durch internationale Topmarken belegt. Besonders stark ist die Lage in den Sortimenten Textilien und Juweliere/Uhren. Die Lage übt zudem eine hohe Anziehungskraft auf jüngere Luxuslabels aus. 2008 eröffneten etwa das Schuhlabel Jimmy Choo und der Modedesigner Martin Margiela. Gucci, Pomellato und der Luxusmobilfunker Vertu ergänzten die Zugänge in 2008.

Hamburg / Neuer Wall: Führend in den Bereichen Juweliere/Uhren
Der Neue Wall in Hamburg ist mit 35 internationalen Topmarken ähnlich konsequent belegt wie die Maximilianstraße. Besonders stark sind die Bereiche Juweliere/Uhren und Accessoires vertreten. Zudem bietet die Straße ergänzend interessante lokale Luxusanbieter. 2008 hat sich der Neue Wall besonders im höheren Genre verstärkt. Labels wie Geox, Nespresso, der Hemdenspezialist Eterna, der Süßwarenanbieter Neuhaus oder Alessi haben sich für neue Standorte in der Lage entschieden. In Kürze folgen Joop und St. Emile in der Projektentwicklung „Bornhold Haus“ auf einer Teilfläche des Einrichtungshauses Bornhold.

Frankfurt / Goethestraße: Über 50% internationale Topmarken
Die Frankfurter Goethestraße ist mit rund 30 Topmarken ebenfalls eine herausragende Luxusmeile. Mehr als die Hälfte der verfügbaren Flächen ist an Monolabelstores exquisiter Luxusmarken vergeben. Neben Textilien hat die Lage besondere Stärken im Bereich Luxus-Accessoires. Bei einer sehr hohen Flächennachfrage gab es im laufenden Jahr nur recht wenig Bewegung in der Mieterschaft. Neu hinzu kamen Bally und der im Luxusgenre angesiedelte deutsche Modedesigner René Storck.

Ku’damm: Luxusmeile zwischen Olivaer Platz und Knesebeckstraße
Der Berliner Kurfürstendamm bietet zwischen dem Olivaer Platz und der Knesebeckstraße ein sehr attraktives Luxusangebot. 33 der insgesamt rund 90 Shops in diesem Bereich sind durch internationale Topmarken belegt. Die Branchenverteilung ist mit der auf den Neuen Wall in Hamburg vergleichbar. Eine Stärke bilden Luxus-Accessoires und Juweliere/Uhren. Neuzugänge waren zuletzt Wempe und eine Schuh-Dependance des Berliner Luxus-Stores "The Corner" an der Knesebeckstraße.