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„Deutscher Immobilienmarkt gilt als besonders intransparent

Die europäischen Immobilienmärkte werden von Journalisten mehrheitlich als intransparent eingestuft, insbesondere gilt das für den deutschen Markt. So lautet eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Benchmarking im Immobilienjournalismus – eine international vergleichende Studie.“ Die Studie wurde von der Wissenschaftlichen Vereinigung zur Förderung des Immobilienjournalismus (WVFI e.V) finanziell unterstützt und unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger vom Institut für Publizistik der Universität Mainz und Prof. Karl-Werner Schulte vom Department of Real Estate der European Business School durchgeführt.
202 Journalisten in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Österreich, der Schweiz und Deutschland wurden online nach ihrer Bewertung des jeweiligen Immobilienmarktes und seiner Akteure befragt

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Transparenz unzureichend
62 Prozent der befragten Journalisten gaben an, dass sie den Immobilienmarkt in ihrem Heimatland als eher nicht transparent einschätzen. In Deutschland sind es sogar 85 Prozent der befragten Journalisten, die die Transparenz als unzureichend bezeichnen. In Frankreich sind es 64 Prozent und in der Schweiz 63 Prozent. In Großbritannien hingegen sind es nur 26 Prozent der befragten Journalisten, die ihren Heimatmarkt als eher intransparent bezeichnen.

Hauptaufgabe: Analysen und Interpretationen zum Immobilienmarkt
Befragt nach den Hauptaufgaben, die die europäischen Journalisten für sich definieren, nannten 64 Prozent die Analyse und Interpretation des Immobilienmarktes. Betrachtet man die Länder im Einzelnen, so sehen vor allem britische (75 Prozent) und spanische (73 Prozent) Immobilienjournalisten darin ihre Hauptaufgabe. Deutsche Immobilienjournalisten dagegen nennen als wichtigste Aufgabe die Schaffung von mehr Transparenz (72 Prozent). Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.
Wichtigste Informationsquelle: persönliche Kontakte zu Immobilienunternehmen
Persönliche Kontakte zu Immobilienunternehmen stellen in allen sechs europäischen Ländern die wichtigste Informationsquelle für die Journalisten dar. Einen besonders hohen Stellenwert nehmen persönliche Kontakte in Großbritannien (81 Prozent) und Spanien (70 Prozent) ein. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. In Deutschland nannten 51 Prozent der befragten Journalisten persönliche Kontakte als Hauptinformationsquelle. Ein Grund dafür liegt in der relativ hohen Intransparenz der Immobilienmärkte sowohl in Deutschland als auch europaweit, mit der Folge

Wichtigste Informationsquelle: persönliche Kontakte zu Immobilienunternehmen
Persönliche Kontakte zu Immobilienunternehmen stellen in allen sechs europäischen Ländern die wichtigste Informationsquelle für die Journalisten dar. Einen besonders hohen Stellenwert nehmen persönliche Kontakte in Großbritannien (81 Prozent) und Spanien (70 Prozent) ein. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich. In Deutschland nannten 51 Prozent der befragten Journalisten persönliche Kontakte als Hauptinformationsquelle. Ein Grund dafür liegt in der relativ hohen Intransparenz der Immobilienmärkte sowohl in Deutschland als auch europaweit, mit der Folge dass Informationen häufig nur durch persönliche Kontakte erhältlich sind. Mit großem Abstand folgen Informationsquellen wie Verbände, das Internet, unabhängige Experten und Pressekonferenzen bzw. Pressemitteilungen.
Ausgewogene Kontaktaufnahme von Seiten der Journalisten und der Unternehmen
Die Initiative zur Kontaktaufnahme geht in allen Ländern im gleichen Maße von den Unternehmen und den Journalisten aus. Dies gaben 61 Prozent aller befragten Journalisten an. In Deutschland waren es sogar 70 Prozent der Journalisten, die angaben, dass sich die Kontaktaufnahme in etwa die Waage hält.
Europaweit mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede
Insgesamt konnten zwischen den Journalisten der einzelnen Länder erstaunlich viele Gemeinsamkeiten festgestellt werden, die den Immobilienjournalismus auf europäischer Ebene in weiten Teilen homogen erscheinen lassen. Trotzdem zeigen sich in einzelnen Ländern Besonderheiten.
Die deutschen Immobilienjournalisten sehen ihren Heimatmarkt als intransparent und sehen in der Schaffung von Transparenz ihre vorrangige Aufgabe. Britische Immobilienjournalisten hingegen beurteilen ihren Heimatmarkt als transparent und bilden damit im europäischen Vergleich eine Ausnahme. Für britische Journalisten sind persönliche Kontakte europaweit am wichtigsten.
In Spanien spielen neben persönlichen Kontakten insbesondere Politik und Behörden als Informationsquelle eine wichtige Rolle. Bei den österreichischen Immobilienjournalisten steht nach den persönlichen Kontakten das Internet als Informationsquelle an zweiter Stelle.