Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Deutscher Büromarkt stabil

An den neun wichtigsten deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart wurden im vergangenen Jahr knapp 2,74 Millionen Quadratmeter Bürofläche umgesetzt. Im Vergleich zu 2004 stieg der Flächenumsatz um fast zehn Prozent – das beste Ergebnis seit 2001. Dies ergibt der „Office Market Report 2006“, den Atisreal, Deutschlands führender Berater für Gewerbeimmobilien, Mitte Februar veröffentlichen wird.

.
Wir informieren Sie per
E-Mail sobald es Neuigkeiten zu Ihrem Thema gibt.
Büromarkt, Deutschland, Flächenumsatz, Atisreal, Bienkowski, Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart

„Damit hat sich unsere Ende 2004 abgegebene Prognose einer positiven Umsatzentwicklung bestätigt“, betont Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von Atisreal. Wie bereits im Vorjahr kam das Ergebnis trotz des vergleichsweise geringen Anteils an Großverträgen über 10.000 Quadratmeter Bürofläche zustande (knapp 15 %). Vor allem bei den kleinen und mittleren Flächengrößen hat sich dagegen die lebhafte Nachfrage fortgesetzt und sogar noch verstärkt. „Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Stimmung auf den Büromärkten verbessert hat und viele Unternehmen ihre länger verschobenen Anmietungsabsichten umsetzen“, so Bienkowski. Eine der wichtigsten Nachfragegruppen war an vielen Standorten die öffentliche Hand mit den Arbeitsagenturen.
Standorte mit rückläufigem Büroflächenumsatz waren Stuttgart (minus knapp 12 %, 126.000 m²), Essen (minus rund 10 %, 56.000 m²) und Hamburg (minus 6 %, 409.000 m²). Der Düsseldorfer Markt lag mit einem Flächenumsatz von 244.000 Quadratmetern nahezu auf Vorjahresniveau (minus knapp 2 %). Zuwächse verzeichneten Berlin, München, Köln, Frankfurt und Leipzig. In Berlin wuchs der Flächenumsatz um fast 29 Prozent (464.000 Quadratmeter), in München um rund 22 Prozent (586.000 m²) und in Köln um 21 Prozent (236.000 m²). Frankfurt (530.000 m²) lag um über acht Prozent höher als im Vorjahr, und Leipzig verbuchte ebenfalls ein Plus von fast acht Prozent (84.000 m²).
Gesamtangebot unverändert, Mietpreise stabilisiert
An den neun deutschen Standorten hat sich das verfügbare Gesamtflächenangebot kaum verändert (knapp 10 Mio. m²). Der Leerstand hat sich noch einmal leicht um knapp ein Prozent auf 9,37 Millionen Quadratmeter erhöht. Die Hauptgründe: 2005 wurden umfangreiche Projekte fertig gestellt, deren unvermietete Flächen jetzt als Leerstand auf den Markt gekommen sind. Außerdem sind bei vielen Flächen, die in den vergangenen Jahren zur Untervermietung angeboten wurden, die Mietverträge ausgelaufen, sodass sie jetzt in den Leerstand fallen. In den Städten mit einem Anstieg hat sich dieser im vierten Quartal deutlich verlangsamt. In Verbindung mit der deutlich geringeren Bautätigkeit und einer weiterhin regen Nachfrage ist davon auszugehen, dass an fast allen Standorten die Spitze des Leerstands im ersten Halbjahr überschritten sein wird. Dagegen hat sich das Volumen der noch verfügbaren Flächen im Bau deutlich reduziert (minus gut 15 % auf 629.000 m² Bürofläche). Noch stärker gefallen sind die insgesamt im Bau befindlichen Flächen (um über 38 % auf 1,29 Mio. m²), von denen fast zwei Drittel 2006 fertig gestellt werden. Daher ist davon auszugehen, dass sich die Abnahme der Flächen im Bau fortsetzen wird. Aufgrund der deutlich besseren Stimmung am Markt und der guten Nachfrage werden allerdings voraussichtlich an einigen Standorten im Laufe des Jahres wieder erste neue Projekte gestartet werden.
Die Mietpreise haben sich im Laufe des vergangenen Jahres stabilisiert. Gegenüber 2004 mussten lediglich Berlin (minus 10 %, 20,50 €/m²), Düsseldorf (minus gut 1 %, 21,90 €/m²) und Essen (minus rund 7 %, 11,20 €/m²) fallende Spitzenmieten hinnehmen; hier hat sich der Höchstmietpreis im zweiten Halbjahr aber nicht mehr verändert. Frankfurt (34 €/m²) und Leipzig (10,70 €/m²) blieben gleich. Dagegen haben die Top-Mieten in Hamburg (plus knapp 5 %, 23 €/m²), Köln (plus 4 %, 19,80 €/m²), München (plus rund 2 %, 28,50 €/m²) sowie in Stuttgart (plus gut 6 %, 17 €/m²) bereits wieder angezogen. Dies liegt vor allem am großen Angebot an neuen attraktiven Büroflächen in Top-Lagen, bei denen die Mieter bei der passenden Immobilie wieder etwas höhere Preise akzeptieren. Auch die Durchschnittsmieten haben sich in der zweiten Jahreshälfte 2005 weitgehend stabilisiert.
Büromärkte 2006: Trendumkehr setzt ein
„In diesem Jahr wird an fast allen Standorten die Trendwende der Büromärkte spürbar werden. Das Flächenangebot wird sich verringern, wenn auch langsamer als in früheren Zyklen“, prognostiziert Bienkowski. „Hierbei ist zu berücksichtigen, dass es an vielen Standorten mittlerweile einen erheblichen Sockel-Leerstand an alten, nicht mehr marktgängigen Büroflächen gibt, der mit modernen Objekten nur noch bedingt konkurrieren kann. Das sinkende Angebot wird auf eine vermutlich weiterhin lebhafte Nachfrage treffen. Eine Reihe von größeren Verträgen, die 2005 nicht mehr unterschrieben wurden, werden an mehrAeren Standorten zu einem guten Jahresstart beitragen. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass der Flächenumsatz des vergangenen Jahres mindestens wieder erreicht wird. Sollten sich die Anzeichen für einen etwas beschleunigten gesamtwirtschaftlichen Aufschwung verfestigen, ist sogar ein leicht höheres Ergebnis möglich. Die Mietpreisniveaus werden überwiegend stabil bleiben, und an einigen Standorten wird die Spitzenmiete voraussichtlich leicht steigen.“
Quelle: Atisreal GmbH