Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Deutsche Wohnen schreibt wieder schwarze Zahlen

Mit einem deutlich positiven Konzernergebnis von 23,8 Mio. Euro (Vorjahr: –13,3 Mio. Euro) hat die Deutsche Wohnen AG das Geschäftsjahr 2010 abgeschlossen. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht des Unternehmens hervor. Demnach konnte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern von 18,6 Mio. Euro auf 33,7 Mio. Euro sogar nahezu verdoppelt werden. Der Funds from Operations (FFO), der sowohl das nachhaltige Geschäftsergebnis wie auch das Verkaufsergebnis widerspiegelt, wurde im Vergleich zum Vorjahr um 30 % auf 0,56 Euro je Aktie gesteigert. Der innere Unternehmenswert, berechnet auf Basis des langfristigen Fair Value des Eigenkapitals (EPRA NAV), konnte um 5,4 % auf 11,78 Euro je Aktie gesteigert werden

.

.„Wir haben die Deutsche Wohnen im Jahr 2010 weiter vorangebracht: Überzeugende Geschäftszahlen, vorzeitige Refinanzierung, Aktienkurssteigerung, MDAX-Aufnahme – all dies sind wichtige Meilensteine der Unternehmensentwicklung. Wir sind strategisch und operativ in jeder Hinsicht zukunftsfähig aufgestellt“, erklärt Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG.

Gute operative Entwicklung
Aufgrund steigender Mieteinnahmen und sinkender Leerstände konnte das Ergebnis nach Angaben des Unternehmens aus der Vermietung – das sogenannte Net Operating Income (NOI) – im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 % je Quadratmeter und Monat erhöht werden. Der Leerstand im Kernbestand wurde im Jahresvergleich deutlich auf 2,3 % reduziert. In den wichtigsten Märkten Berlin und Frankfurt am Main ist der Leerstand mit 1,3 % bzw. 1,5 % auf einem Vollvermietungsniveau angelangt. Hier profitiert das Unternehmen insbesondere von der zunehmenden Attraktivität der Ballungszentren sowie der wachsenden Zahl von Haushalten. Insgesamt verbesserte sich der Mittelzufluss aus dem nachhaltigen Geschäft – FFO ohne Verkauf – um 29 % auf 0,40 Euro je Aktie.

Die Ergebnissteigerung ging nicht zulasten der Investitionen in den Bestand. Im Gegenteil: die Aufwendungen für Modernisierungen (17,6 Mio. Euro) und Instandhaltung (28,0 Mio. Euro) sind auf insgesamt 45,6 Mio. Euro angestiegen. Dies entspricht durchschnittlichen Gesamtausgaben von 15,65 Euro je Quadratmeter und liegt damit um ca. 1,50 Euro je Quadratmeter höher als im Jahr 2009.

Im Geschäftsbereich Verkauf konnte das Transaktionsvolumen nach Angaben der Deutschen Wohnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (85,7 Mio. Euro) auf 171,7 Mio. Euro verdoppelt werden. In der Wohnungsprivatisierung hat die Deutsche Wohnen die Zielvorgaben für das Gesamtjahr erneut übertroffen und Margen von durchschnittlich ca. 34 % erzielt. Im Rahmen der Bereinigung konnte die Verkaufsquote von rund 13 % auf rund 31 % verbessert werden.

Portfoliosteuerung und Bewertung
Die gute operative Entwicklung bei der Miet- und Leerstandsentwicklung spiegelt sich auch in der Bewertung zum 31. Dezember 2010 wider. Insbesondere die steigenden Neuvermietungsmieten hatten einen positiven Effekt auf die Bewertung. Die Deutsche Wohnen hat ihr Portfolio entsprechend um 47 Mio. Euro bzw. 1,8 % aufgewertet. Im Ergebnis hat der Gesamtbestand des Unternehmens einen durchschnittlichen Wert von 926 Euro pro Quadratmeter bzw. einen Multiplikator von 14,4 bezogen auf die Vertragsmiete.

Auch mit den Zukäufen von 1.808 Wohneinheiten in Mainz, Berlin und Potsdam hat das Portfolio weiter an Qualität gewonnen. Die zugekauften Wohneinheiten weisen ein Mietentwicklungspotenzial von 32 % auf.