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Deutsche Post World Net stärkt Logistikgeschäft

Der Aufsichtsrat der Deutschen Post AG hat auf seiner Sitzung am 4. März eine Reihe von Veränderungen im Konzernvorstand beschlossen. Der Konzernbereich LOGISTIK wird mit sofortiger Wirkung in zwei operative Geschäftseinheiten aufgeteilt. Supply Chain wird in Zukunft von Bruce Edwards (52) geleitet, während Hermann Ude (46) für die Geschäftseinheit Global Forwarding und Freight zuständig sein wird. Die beiden neuen Geschäftsbereiche erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von jeweils über 13 Milliarden Euro. Damit wird LOGISTIK als der nach Umsatz und Mitarbeitern größte Bereich der Deutschen Post World Net künftig von zwei Konzernvorständen vertreten. Vor seiner Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden hatte Dr. Frank Appel (46) die Verantwortung dafür getragen.

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"Der Schwerpunkt unseres Logistikgeschäfts wird in Zukunft noch stärker auf organischem Wachstum liegen," erklärte Appel. "Die Tatsache, dass es im Konzernvorstand nun zwei Verantwortliche für die beiden LOGISTIK-Bereiche gibt, wird jedem dieser Bereiche weitere starke Impulse geben. Gleichzeitig behält die Kooperation aber hohe Priorität. Das ist auch und vor allem im Interesse unserer Kunden."

Bruce Edwards ist seit März 2007 als Global CEO für die Supply-Chain-Aktivitäten zuständig. Er kam 1989 zum Konzern, um als Geschäftsführer den Bereich Logistiklösungen für die Konsumgüterindustrie in der Region Amerikas zu leiten.

Im Rahmen seiner erweiterten Verantwortlichkeiten wird Edwards zudem für Corporate Information Solutions (Williams Lea) zuständig sein, da der Fokus beider Geschäftsbereiche auf maßgeschneiderten Kundenlösungen liegt. Hermann Ude gehört dem Konzern seit 1998 an. Er war in unterschiedlichen Positionen unter anderem an einer Reihe umfangreicher Restrukturierungsprojekte auf globaler Ebene beteiligt. Zuletzt war er als CEO Freight die treibende Kraft hinter der Neustrukturierung des europäischen Frachtgeschäfts. Die globalen Funktionen innerhalb des Unternehmensbereichs LOGISTIK werden an Edwards und Ude berichten.

Die Aufteilung des Unternehmensbereichs LOGISTIK in zwei separate Einheiten hat einen strukturellen Hintergrund und ist weder mit direkten Kosten noch Einmalgewinnen verbunden. Außerdem wird die Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt keine Auswirkungen auf die Struktur in der Finanzberichterstattung haben. Supply Chain und Corporate Information Solutions erwirtschaften einen proforma Umsatz von mehr als 13 Milliarden Euro. Beide Geschäftseinheiten konzentrieren sich auf langfristige, komplexe Outsourcing-Verträge mit Großkunden. Die Bereiche Global Forwarding und Freight haben ebenfalls einen Jahresumsatz von rund 13 Milliarden Euro. Sie sind vornehmlich für die Vermittlung von Transportkapazitäten zuständig und verfügen daher über ein geringes Sachvermögen.

Gleichzeitig wurde beschlossen, die Einheit DHL Global Mail, vormals ebenfalls in Frank Appels Ressort, wieder in den Unternehmensbereich BRIEF zu integrieren. Jürgen Höfling, CEO Global Mail, wird direkt an Jürgen Gerdes berichten, im Vorstand für den Unternehmensbereich BRIEF zuständig. Nachdem es dem Konzern erfolgreich gelungen ist, sich den Herausforderungen der Liberalisierung im deutschen Briefmarkt zu stellen, sei dies der richtige Zeitpunkt, die beiden Geschäftsbereiche wieder zusammenzuführen. Die künftig noch engere Verzahnung mit dem inländischen Briefgeschäft solle vor allem dazu beitragen, das grenzüberschreitende Geschäft weiter auszubauen.