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Deutsche Mittel- und Oberzentren sind bei Investoren auf dem Vormarsch

Trotz der Subprime-Krise blickt der Investmentmarkt in Deutschland auf ein starkes Jahr 2007 zurück. Doch in vielen großen Bürozentren kann das Angebot längst nicht mehr die Nachfrage decken. Deshalb geht der Trend immer stärker zu B-Standorten mit bis zu 250.000 Einwohnern. Diese bieten eine breite Auswahl an verfügbaren Immobilien zu moderaten Preisen. Einige Investoren setzen bereits in Form von Regionalfonds auf diese Gebiete. Bei einer anhaltend guten Wirtschaftsstimmung könnten so bereits in den nächsten fünf Jahren 20 Prozent der Transaktionen in Mittel- und Oberzentren stattfinden.

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„Es liegen zwar noch keine genauen Zahlen vor, aber meiner Einschätzung nach wird das Transaktionsvolumen 2007 ähnlich gut wie im Vorjahr sein“, so Jürgen Treiber (Bild l.), Regionalleiter Stuttgart bei der Dr. Lübke GmbH. Besonders beliebt seien wohnwirtschaftliche und gewerbliche Immobilien in A-Standorten, deren Wert über 10 Mio. Euro liegen.

Doch gerade in gefragten Großstädten wie Stuttgart, München oder Hamburg werde das Angebot an hochwertigen Immobilien langsam knapp. „Über kurz oder lang werden Investoren deshalb auch andere Regionen mit in den Fokus nehmen müssen“, erläutert Treiber. Entsprechend der lokalen Nachfrage würde es sich dabei allerdings eher um kleinere Anlagevolumina handeln.

Trend zu mittleren Standorten
Seiner Einschätzung nach wird der Trend deshalb zu Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern und einem starken wirtschaftlichen Umfeld gehen. „Hier findet man noch einen übersichtlichen Markt mit einem breiten Angebot an Gewerbe- und Wohnobjekten zu moderaten Preisen.“

So zum Beispiel in Heidelberg. Bei Büroimmobilien liegen die Spitzenmieten hier bei durchschnittlich 13,80 Euro und die Spitzenrenditen bei 7,0 Prozent, in Reutlingen kostet der gemietete m² bis zu 14,00 Euro und die Spitzenrendite beträgt 8,0 Prozent. Zum Vergleich: In Stuttgart liegen die Spitzenmieten bei 19,00 Euro und die Spitzenrendite beträgt 5,0 Prozent.

Regionalfonds stärken regionale Wirtschaftskraft
Einige Investoren seien auch bereits dabei, stärker in diese Regionen zu investieren, z.B. durch Regionalfonds. „Diese setzen auf Objekte unterschiedlicher Nutzungsarten in einem Gebiet. Investoren diversifizieren dadurch ihr Risiko. Zusätzlich stärken sie die Wirtschaftskraft einer Region“, erklärt Treiber. Aktuell gebe es am Markt bereits Regionalfonds für beispielsweise Mittelfranken und Ulm.

„Falls die gute wirtschaftliche Stimmung in Deutschland anhält, könnten in den kommenden fünf Jahren bis zu 20 Prozent der Investmenttransaktionen in Mittel- und Oberzentren stattfinden“, lautet Treibers Prognose.