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Deutsche Immobilienanleger überführen Kapital in Fonds

Institutionelle deutsche Anleger übertragen laut INREV, der europäischen Vereinigung von Investoren in nicht börsennotierte Immobilienfonds, in zunehmendem Maße Milliarden von direkt in Immobilien investierte Euros in nicht-notierte Immobilienfonds.

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„Es ist deutlich, dass ein maßgeblicher Trend vorliegt, bei dem sich deutsche Versicherer und Rentenfonds zunehmend dafür entscheiden, um anstatt direkt in Gebäude mittels nicht börsen- notierter Fonds indirekt in Immobilien zu investieren, und dies sowohl innerhalb wie außerhalb ihres Heimatmarktes," bemerkt Dr. Georg Allendorf, Geschäftsführer von RREEF Alternatives in Deutschland und stellvertretender Vorsitzender der INREV Vorstands.

„Obwohl schwierig mithilfe der verfügbaren Daten zu quantifizieren, lässt sich aus Einzelberichten entnehmen, was offensichtlich vor sich geht. Dies ergibt sich aus dem Feedback unserer deutschen Mitglieder und zudem aufgrund der starken Nachfrage nach INREV Dienstleistungen im Sinne von professionelleren Standards und Anlagetransparenz für diese Fonds“, äußerte er bei einem INREV Seminar in Frankfurt. Die Mitgliederzahl von INREV in Deutschland hat sich in den letzten 17 Monaten auf 34 -- bei anfänglichen 18 in 2007 -- von insgesamt rund 300 Mitgliedern, inklusive Anlegern, Fondsmanagern und Dienstleistungsanbietern, erhöht.

„Institutionelle Anleger sind Anlage- und keine Gebäudeverwalter. Durch die Investition in Immobilien mittels Fondsvehikel können Sie ihre Portfolios effizienter verwalten, Kosten einsparen und eine bessere Diversifikation der Anlagebestände erzielen, "meint die Vorstandsvorsitzende von INREV Lisette van Doorn.

Laut der jährlichen Kapitalbeschaffungsstudie von INREV engagierten sich institutionelle Anleger in Deutschland in 2007 mit insgesamt rund 1.05 Milliarden Euro bei nicht börsennotierten Immobilienfonds, weniger als die rund 1.22 Milliarden Euro des Vorjahres, was die Folge einer Abnahme des Transaktions- volumens in ganz Europa war, als sich die Kreditknappheit
auswirkte.

Die Investitionsvorhabenumfrage von INREV in diesem Jahr zeigt, dass Deutschland wie auch in 2007, in den Augen der Anleger als Gruppe, derbeliebteste Zielstandort für Investitionen in Europa ist und war. Institutionelle Anleger, Fondsmanager und Manager von Dachfonds wurdenfür diese Erhebung befragt. INREV hat kürzlich als Teil seines institutionellen Index für Fondskapitalrenditen, der auswies, dass der Markt einen Gesamtertrag von 1.2% in 2007 (5.9% 2006, 14.7% 2005) erbrachte, im Vergleich zu den 12.5% der kontinentaleuropäischen Märkte insgesamt, einen europäischenSub-Index für Deutschland eingeführt. Deutschland liegt hinter Großbritannien und wies somit den schwächsten Markt für nicht börsennotierte Immobilienfonds im letzten Jahr aus. Der gesamteuropäische institutionelle Index von INREV legte für 2007 eine Gesamtrendite von -3.9% in Euro vor, ein starker Abfall von den 21% in 2006, hauptsächlich aufgrund der Flaute des Marktes in Großbritannien – mit der größten Gewichtung im Index -- und dem Verfall des Pfund Sterling gegenüber dem Euro.

„Es ist vielleicht nur schwer nachvollziehbar, dass Deutschland, mit einigen der gegenwärtig geringsten Anlagerenditen, unter den institutionellen Anlegern der beliebteste Standort ist. Dies gründet sich wahrscheinlich auf dem Übergewicht an Core-Fonds im deutschen Sub-Index im Vergleich mit den Wertzuwachs- und opportunistischen Fonds, von denen erwartet werden könnte, dass sie unter den deutschen Marktbedingungen eine bessere Performance ausweisen, aber für die nur schwerlich Daten zu beschaffen sind", kommentiert Lisette van Doorn.

„Wir müssen, um einen repräsentativeren Sub-Index zu kreieren, die Daten, die wir von in Deutschland in diese Strategien investierenden Fondsmanager erhalten, weiter im Risikospektrum vergrößern. Wir hoffen auch, dass deutsche Manager den INREV NAV (Nettoinventarwert) bei der Bewertung ihrer Fonds nutzen, um einen präziseren Vergleich der Anlagewertentwicklung zwischen diesen beiden Vehikeln zu ermöglichen", so ihre Schlussfolgerung.