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Deutsche Bundesbank: Immobilienboom bereitet Sorgen

Der steigende Boom auf dem Immobilienmarkt hierzulande bereitet der Deutschen Bundesbank zunehmend Sorgen. Dies wird aus dem aktuellen Monatsbericht der Einrichtung in Frankfurt am Main deutlich. Dieser Dokumentation der Zentralbank zufolge sind die Preise bei Eigentumswohnungen und Eigenheimen im Jahr 2011 durchschnittlich um 5,5 Prozent im Vergleich zum Jahr davor gestiegen. Dies bedeutet eine doppelt so hohe Verteuerung als noch im Jahr zuvor. Denn 2010 lagen die Wertzuwächse im Schnitt bei 2,5 Prozent in Deutschland.

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Nach Angaben der Deutschen Bundesbank ist damit zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung der enorme Anstieg der Preise für Eigenheime und Eigentumswohnungen an den ökonomischen Aufschwung gekoppelt. Dabei stiegen die Preise besonders in den Ballungszentren in Deutschland für Eigenheime und andere Wohnimmobilien enorm an. Seit dem Jahr 2009 verteuern sich nämlich vor allem in den Großstädten wie Berlin, Hamburg, Stuttgart, München oder Frankfurt am Main die Wohnimmobilien kontinuierlich. Hierfür sorgten unter anderem auch die aktuellen Finanzierungskosten. Denn der Zins für einen Baukredit beträgt gerade einmal rund drei Prozent bei einer Beleihung, die bei 60 Prozent des Anschaffungspreises liegt. So niedrig waren die Zinsen nie zuvor in Deutschland.

Genau in diesem Boom allerdings sieht die Deutsche Bundesbank die Gefahren. Denn während insbesondere Privatanleger mit einem großen Vermögen in der Finanzkrise auf die Immobilien setzten und damit den Boom auslösten, schrumpft die Bevölkerung Deutschlands auf der anderen Seite. Dadurch ist nach Auffassung der Zentralbank in der hessischen Metropole nicht gesichert, dass die steigenden Preise für den Kauf der Wohnimmobilien durch die künftigen Mieteinnahmen gedeckt werden können. Im Augenblick sei dieses Potenzial eines Rückschlages durchaus überschaubar. Allerdings sollten Investoren sowie auch die Banken, die die Käufe finanzieren, auf die weitere Entwicklung schauen und dieses Risiko nicht außer Acht lassen. Durch die Finanzkrise setzten nämlich auch immer mehr Anleger auf den Immobilientrend, obwohl sie nicht so vermögend waren. Die Wertzuwächse aufgrund der unerwartet angestiegenen Nachfrage werden nach Expertenmeinungen und Brancheninsidern jedoch nicht von Dauer sein. Denn die Mieten werden nicht im gleichen Maße ansteigen.