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Deutsche Arbeitnehmer haben den meisten Platz im Büro

In europäischen Büros haben deutsche Arbeitnehmer den meisten Platz in ihren Büros zur Verfügung: Durchschnittlich 30 m² Mietfläche entfallen auf einen Arbeitnehmer in Deutschland, das ist mehr als doppelt so viel Fläche als der europäische Durchschnitt von 14 m². Nach Deutschland ist der größte Flächenanteil pro Arbeitnehmer mit 20 m² in den Niederlanden, den skandinavischen Ländern und der Schweiz zu finden, der kleinste mit 10 m² in Bulgarien, Estland und Schottland.

Am großzügigsten gehen europäische Rechtsanwälte mit ihren Mitarbeitern um: durchschnittlich 17 m² Bürofläche stehen in Kanzleien pro Mitarbeiter zur Verfügung, gefolgt von Banken (14 m²) und IT-Unternehmen (14 m²). Den wenigsten Platz haben mit durchschnittlich 8 m² Europas Call-Center-Mitarbeiter. Diese Ergebnisse veröffentlichte nun das internationale Immo- bilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield (C&W) in seiner Studie „Business Briefing on Landlords & Tenants“. Befragt nach der Einschätzung ihrer Büroflächen, die sie besitzen oder gemietet haben, zu Trends, die die Flächennutzung verändern werden, einschließlich technologische Verände- rungen und Nachhaltigkeitsanforderungen (Corporate Social Responsibility – CSR), wurden 500 Vermieter und Mieter in 14 europäischen Ländern. „Die Untersuchung macht deutlich, in welchen Bereichen sich die Einschätzun- gen und Wünsche von Vermietern und Mietern unterscheiden“, erläutert Ro- bert Menke, Leiter der Bürovermietungsabteilung von C&W in Deutschland, „wodurch wir Trends besser erkennen und viel bedarfsorientierter beraten können.“ So zeigt die Untersuchung beispielsweise, dass der Anteil an Großraumbüros beständig zunimmt. 40 % der Befragten geben an, in den nächsten zwölf Monaten ihre Großraumflächen erweitern zu wollen und 20 % möchten ihre Arbeitsplätze flexibler gestalten und zum Beispiel Hot-Desking oder externe Arbeitsplätze einführen.

Bereits heute haben zwei Drittel der Befragten eine Mischung aus Groß- raum- und Einzelbüros, 22 % verfügen ausschließlich über Großraumbüro- flächen und nur 9 % arbeiten in Zellenbüros.

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Die wichtigsten Standortfaktoren
Während der größere Teil der befragten Vermieter angab, der ideale Büros- tandort befinde sich im Stadtzentrum, bevorzugen Mieter die Stadtrandlage.
Für Vermieter und Mieter von gleichermaßen hoher Bedeutung sind die Fak- toren Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr (Rang 1), sauberes und sicheres Umfeld (Rang 2) u. gute Erreichbarkeit mit dem Auto (Rang 3).
Bei den Faktoren, die ein Gebäude erfüllen sollte, unterscheiden sich die Einschätzungen von Vermietern und Mietern deutlich: So legen Vermieter größeren Wert auf eine großzügige und repräsentative Lobby und die archi- tektonischen Vorzüge eines Gebäudes, während Mietern der kontrollierte Zugang zum Gebäude und die Faktoren Gesundheit und Sicherheit wich- tiger sind.

Auch bei der Einschätzung der optimalen Mietvertragsdauer gehen die Meinungen auseinander: Mieter präferieren eine Mietdauer von drei bis fünf Jahren, hingegen geben 40 % der Vermieter einen fünf- bis Zehnjahres- zeitraum als idealen Mietzeitraum an und 30 % sehen ihn sogar über zehn Jahre hinaus.

„Überrascht hat ein wenig die Bedeutung von drahtloser IT-Technologie in Bürogebäuden“, kommentiert Robert Menke. „Vermietern ist dieser Faktor am wenigsten wichtig (Rang 10), während er von Mietern auf Rang 8 geschätzt wurde. Vermieter müssen hier aufmerksam am Ball bleiben und darauf achten, dass ihr Gebäude kompatibel für die neuesten IT-Technolo- gien bleibt, sonst könnten sie in der Zukunft die Vermietbarkeit ihres Gebäudes gefährden.“

Weitgehende Übereinstimmung zwischen Eigentümern und Mietern gibt es in der Einschätzung, welche Faktoren in den nächsten fünf Jahren den größten Einfluss auf den benötigten Flächenumfang haben werden. Kos- tenreduzierung ist für beide befragten Gruppen der wichtigste Einfluss, in unterschiedlicher Reihenfolge noch vor den beiden Faktoren Konsolidie- rung existierender Büroflächen und der Auslagerung von Back-Office-Funktionen an Standorte mit niedrigeren Kosten.