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Deutlicher Mietanstieg auf Londoner Büromarkt erwartet

Im Verlauf des Jahres 2011 ist mit einem angebotsgetriebenen Aufschwung auf dem Londoner Büromarkt zu rechnen, der bis 2012 zu einem deutlichen Anstieg der Mieten auf 65 Britischen Pfund pro Quadratmeter in der City und 111 Britischen Pfund pro Quadratmeter im West End führen wird. Während 2010 großflächige Vermietungen dominierten, werden 2011 wieder mehr Vermietungen bis zu einer Größe von 50.000 m² erwartet. Das sind Ergebnisse aus dem jüngsten Research-Bericht zur britischen Hauptstadt, den das Immobilien-Dienstleistungsunternehmen Savills im Rahmen seiner jährlichen Kundenpräsentation in London am 19. Januar 2011 gemeinsam mit dem Brokerunternehmen Oriel Securities vorgestellt hat.

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Auf den Investmentmärkten wird die Nachfrage seitens ausländischer Investoren den Rückgang der Renditen für Core-Objekte weiter vorantreiben, heißt es im Bericht. Im vergangenen Jahr sei erstmals seit 1999 im West End ein höheres Transaktionsvolumen erzielt worden als in der City. Auslaufende Mietverträge dürften Savills zufolge der Hauptmotor für den Flächenumsatz sein. In 2010 wurden im West End und der City insgesamt über 5,5 Millionen Quadratmeter neuvermietet. Bis 2012 wird ein Anstieg auf über sechs Millionen Quadratmeter erwartet. Im vergangenen Jahr wurden vor allem große Flächen nachgefragt und neun Vermietungen über mehr als 100.000 m² abgeschlossen. Savills erwartet allerdings, dass es 2011 zu einer Trendumkehr kommt und ein Großteil der Nutzer Größenordnungen unter 50.000 m² nachfragen wird. Der Rechtsberatungs- und Bankensektor wird den City-Teilmarkt weiterhin dominieren, während Unternehmensdienstleister vor allem an Flächen im West End interessiert sein dürften.

Laut Savills herrscht in der City ein deutlicher Mangel an Flächen in der Größenordnung über 50.000 m². Im West End seien vor allem hochwertige Flächen rar. In City-Randlagen wie Paddington und Kings Cross, in denen ein gewisser Bestand verfügbar ist, werde die Nachfrage steigen und die Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor würden klugen Eigentümern die Möglichkeit bieten, zurückgegebene Flächen zu sanieren. Den von Savills erhobenen Daten zufolge belegt der Staat aktuell neunzehn Millionen Quadratmeter Bürofläche in London, wovon siebzig Prozent im West End liegen. Vor dem Hintergrund, dass das durchschnittliche jährliche Flächenfertigstellungsvolumen in der City in den Jahren 2011 bis 2015 lediglich bei 1,1 Millionen Quadratmeter pro Jahr (gegenüber einem historischen Durchschnitt von 3,1 Millionen Quadratmeter pro Jahr) liegen und auch im West End ähnlich niedrig sein wird, könnte der drohende Angebotsmangel durch Rationalisierung der staatlichen Flächen abgefedert werden, heißt es in der Analyse.