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Der Mittelstand ist längst aktiv

„In Deutschland wurden in den vergangenen zehn Jahren bereits eine ganze Reihe von Projekten in Öffentlich-Privater-Partnerschaft (ÖPP), insbesondere auf kommunaler Ebene durchgeführt. Der Mittelstand ist in diesem Geschäftsfeld längst aktiv. Bei Projekten in einer Größenordnung von ein bis zehn Millionen Euro konnten auf diesem Wege Einsparpoten- ziale bis zu 20 Prozent erreicht werden.“ Dies sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Arndt Frauenrath, anlässlich der Public Infrastructure heute in Hannover. „Angesichts einer maroden Infrastruktur, angesichts chronisch klammer öffentlicher Kassen und angesichts immenser, unerledigter Bauaufgaben bei Städten und Gemeinden kann die Zukunft nur darin liegen, den Weg des partnerschaft- lichen miteinanders von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft zügig zu beschreiten.“

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Für Frauenrath ist dabei von entscheidender Bedeutung, ob die öffentliche Hand bereit ist, ihre Projekte einzeln auszuschreiben. Mittelständische Unternehmen sollen die gleichen Chancen haben ÖPP-Projekte zu realisieren. Sie dürfen nicht schon durch zu große Losgrößen und andere Wettbewerbeshemmnisse, wie z.B. spezifische ÖPP-Referenzanforderun- gen oder überzogene Anforderungen an die Bonität, von diesem Zukunfts- markt ausgeschlossen werden.

Dies gilt vor allem auch deshalb, weil gegenüber einer Einzelgewerkever- gabe anhand von Leistungsverzeichnissen, der Aufwand zur Erarbeitung von Angeboten für ÖPP-Projekte deutlich höher ist. Gleichzeitig ist umfassendes Know-how beim Bieter obligatorisch: Beide Aspekte machen die Durchführung eines der Angebotsaufforderung vorgeschalteten Teilnehmerwettbewerbs (oft auch Präqualifikation genannt) zwingend erforderlich. Diese bestehen nur die leistungsfähigstenUnternehmen.

Bei der Ausschreibung und Bewerberauswahl fordert Frauenrath, der auch geschäftsführender Gesellschafter in der Unternehmensgruppe Frauenrath ist, die bereits viele Erfahrungen mit ÖPP-Projekten gesammelt hat, genau definierte Anforderungen an die Art und Zahl, die Qualität und die Details der vorzulegenden Unterlagen und einen übersichtlichen Bewertungsschlüssel. Eine übersichtliche Matrix macht eine eindeutige und für den Wettbewerber nachvollziehbare Bewertung möglich.

In diesem Zusammenhang formulierte Frauenrath noch eine Forderung an die Auslober: „Untersuchungen und Gutachten - nicht Planungen – sollten vom Auslober erstellt und allen Anbietern zur Verfügung gestellt werden. Denn dieser sonst mehrfach parallel zu erstellende Aufwand sollte den Antragsstellern erspart bleiben. Das macht es dem interessierten Anbieter leichter, sich um die Teilnahme zu bewerben und vorher das passende Team zusammenzustellen.“