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Denkmal-Beirat begleitet Sanierung der Maschinenhalle

Erstmals lässt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Sanierung eines Industriedenkmals durch einen Denkmal-Beirat begleiten. Das u.a. mit Norbert Mendgen, Hauptkonservator beim Weltkulturerbe Völklinger Hütte, und Dr. Stefan Brüggerhoff vom Bergbaumuseum Bochum prominent besetzte Gremium soll die Sanierung der Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV in Dortmund beratend begleiten. Heute wurden die Pläne in Dortmund vorgestellt.

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Im Frühsommer 2007 sollen die Arbeiten an dem rund 100 Jahre alten Industriedenkmal beginnen; die Fertigstellung ist für 2010 anvisiert. Die Kosten für dieses aufwendige Bauprojekt werden auf Basis einer Schadensanalyse zurzeit genau ermittelt. Veranschlagt wurden bisher 6,9 Millionen Euro. Vor allem die einfachen Stahlglaskonstruktionen der Fenster sowie die Querriegel und Knotenpunkte des Stahlfachwerks weisen starke Schäden auf.

Der Denkmal-Beirat soll dabei vor allem helfen, eine optimale Lösung zwischen Denkmalpflege und Museumsnutzung zu finden und die Sanierung so schonend wie möglich durchzuführen. Diese Begleitung könnte beispielgebend für andere Großprojekte dieser Art sein, so der LWL. Die Maschinenhalle gehört zum Ensemble der Zeche Zollern II/IV, die heute als Westfälisches Industriemuseum genutzt wird. Der nach den Entwürfen des Berliner Architekten Möhring 1902/1903 errichtete Stahlfachwerkbau steht für den Beginn der modernen Industriearchitektur. Stilistisch bezeichnet sie den Übergang von Historismus und Jugendstil zur Moderne.