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Demografischer Wandel erfordert grundlegendes Umdenken

Am 7./8. September 2011 trafen sich in Berlin mehr als 600 Entscheider aus der Wohnungs-, Sozial- und Gesundheitswirtschaft mit hochrangigen Vertretern der Politik beim Demografiekongress - Zukunftsforum Langes Leben. Der Kongress will eine neue Sicht auf den demografischen Wandel vermitteln und stellt dessen positive Seiten heraus.

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Demografie - Chance für innovative Produkte und wirtschaftliches Wachstum
Deutschland hat alle Möglichkeiten, aus der demografischen Entwicklung eine wirtschaftliche Chance zu machen. Ulf Fink, Senator a. D. und Kongresspräsident, machte in seiner Begrüßung deutlich, dass es weltweit zu einer starken Nachfrage nach innovativen Produkten und Dienstleistungen für die älter werdende Bevölkerung kommen wird. China z.B. steht vor dem Hintergrund seiner „Ein-Kind-Politik“ vor einem rasanten demografischen Wandel. Zugleich steigt die Anzahl der kaufkräftigen Mittelschicht in China von heute 200 Mio. Menschen auf 500 Mio. Menschen in den nächsten 15 bis 20 Jahren an. Alleine hier entsteht ein großer Markt. „Deutschland kann wegweisende Lösungen im demografischen Wandel erarbeiten und sich als Vorreiter positionieren. Es kommt jetzt darauf an, diese Chancen auch zu ergreifen“, so Fink.

Richtige politische Rahmenbedingungen notwendig - z.B. Wohnungsbau
Die Menschen leben länger und bleiben länger gesund; sie wollen auch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Mobilitätseinschränkungen möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben. Allerdings sind nur ein Prozent aller Wohnungen in Deutschland altersgerecht. Für Axel Gedaschko, den Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, steht das Thema Demographie an erster Stelle: „Wir brauchen ein Umdenken in der Politik. Wir brauchen mehr preisgünstige Wohnungen, weil die Renten in Zukunft kleiner sein dürften als heute. Daher brauchen wir den Umbau, aber auch den Neubau von Wohnungen.“

Gedaschko beklagt daher, dass im Haushaltsentwurf 2012 der Bundesregierung die Fördermittel für den Umbau altengerechter Wohnungen gestrichen worden sind. Mit diesen Mitteln sind seit April 2009 ca. 55.000 Wohnungen umgebaut worden.