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DEKRA warnt vor Sicherheitsmängeln an öffentlichen Gebäuden

Die DEKRA warnt davor, die Sicherheitskontrollen bei öffentlichen Gebäuden zu vernachlässigen. Vor dem Hintergrund des tragischen Unglücks von Bad Reichenhall zu Anfang des Jahres muss alles getan werden, um derartige Katastrophen vor Einbruch der Wintersaison zu verhindern. „Die Sicherheitsmängel an zahlreichen öffentlich genutzten Gebäuden geben nach wie vor Anlass zur Sorge“, sagt Dr. Rainer Kunterding, Geschäftsführer der DEKRA Real Estate, in der das Bau- und Immobilien-Know-how der technischen Überwachungsorganisation konzentriert ist. „Wir appellieren an die Verantwortlichen, regelmäßige technische Prüfungen auf Standsicherheit insbesondere von Stadthallen, Stadien, Bürgerzentren und Schwimmhallen vornehmen zu lassen.“

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Der Einsturz mehrerer Hallendächer im vergangenen Winter hat in der Bevölkerung zu erheblicher Verunsicherung geführt. Laut einer Umfrage, die DEKRA unter mehr als 1400 Personen in diesem Jahr durchgeführt hat, fühlen sich 40 Prozent der Bürger in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Sport- und Schwimmhallen nicht oder nur bedingt sicher. Mehr als jeder Dritte gab an, solche Gebäude bei kritischen Witterungsverhältnissen zu meiden. Über 80 Prozent der Befragten sind darüber hinaus der Meinung, dass die geltenden Prüfvorschriften für öffentlich zugängliche Gebäude nicht ausreichen. Nach ihrer Ansicht sollte für größere Immobilien mit Publikumsverkehr eine regelmäßige technische Überwachung durch Sachverständige eingeführt werden.

Der Einsturz mehrerer Hallendächer im vergangenen Winter hat in der Bevölkerung zu erheblicher Verunsicherung geführt. Laut einer Umfrage, die DEKRA unter mehr als 1400 Personen in diesem Jahr durchgeführt hat, fühlen sich 40 Prozent der Bürger in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Sport- und Schwimmhallen nicht oder nur bedingt sicher. Mehr als jeder Dritte gab an, solche Gebäude bei kritischen Witterungsverhältnissen zu meiden. Über 80 Prozent der Befragten sind darüber hinaus der Meinung, dass die geltenden Prüfvorschriften für öffentlich zugängliche Gebäude nicht ausreichen. Nach ihrer Ansicht sollte für größere Immobilien mit Publikumsverkehr eine regelmäßige technische Überwachung durch Sachverständige eingeführt werden.

Nach Ansicht der DEKRA-Experten ist es aufgrund der zahlreichen Mängel an vielen Bauwerken unerlässlich, regelmäßige Sicherheitsprüfungen durchzuführen. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass sehr viele öffentliche Gebäude in den 60er und 70er Jahren erstellt wurden und jetzt in ein kritisches Alter kommen. Baurechtlich gesehen besteht das Hauptproblem allerdings darin, dass nur für Ingenieurbauten im Zuge von Verkehrswegen – also Brücken und Tunnel – eine DIN-Norm zur routinemäßigen Bauwerksprüfung besteht. Für den gesamten Hochbau fehlt eine vergleichbare Norm. Hier greift lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrssicherungspflicht.

Da Baurecht in Deutschland Landesrecht ist, schlägt DEKRA Real Estate den Bundesländern eine Erweiterung der Vorschriften vor. „Das Dach einer Sporthalle ist vom Gefährdungspotenzial durchaus vergleichbar mit einer Brücke“, erläutert Dr. Kunterding. „Die fachkundige Prüfung der Standsicherheit öffentlicher Gebäude würde rechtzeitig Baumängel offenbaren, bevor Schlimmeres passiert.“