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DekaBank steigert sich trotz Finanzmarktkrise

Der DekaBank ist es offensichtlich gelungen, die Auswirkungen der Finanzmarktkrise im zweiten Quartal in den Griff zu bekommen und präsentiert ein solides zweites Quartal.

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Der zentrale Asset Manager der Sparkassen-Finanzgruppe hat das Ergebnis von rund -105 Mio. Euro im ersten Quartal 2008 auf 226,5 Mio. Euro gesteigert. Der DekaBank-Konzern hat damit das erste Halbjahr 2008, trotz schwieriger Marktbedingungen, mit einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis in Höhe von 121,6 Mio. Euro abgeschlossen (1. Halbjahr 2007: 323,1 Mio. Euro). Ausschlaggebend dafür war die hervorragende Absatzleistung von Sparkassen und Landesbanken, die die Nettovertriebsleistung bei Publikums- und Spezialfonds um 7,5 Prozent auf 8,7 Mrd. Euro steigerten. Die Assets under Management der Geschäftsfelder Asset Management Kapitalmarkt (AMK) und Asset Management Immobilien (AMI) lagen nach den ersten sechs Monaten bei 160,4 Mrd. Euro (Ende 2007: 165,2 Mrd. Euro).

Für Franz S. Waas, Ph.D., Vorstandsvorsitzender der DekaBank, sind die Kennzahlen ein deutlicher Beleg für die gute Zusammenarbeit mit Sparkassen und Landesbanken und die Stärke des Geschäftsmodells der DekaBank.

Die Ertragsstruktur der DekaBank hat sich 2008 dadurch stabilisiert, dass inzwischen nicht nur das Provisionsergebnis, sondern auch das Zinsergebnis und das Ergebnis aus Handelsgeschäften mit insgesamt über 50 Prozent (2007: 20 Prozent) einen relevanten Teil der gesamten Erträge ausmachen. Die DekaBank profitiert hier nachhaltig von ihrem frühzeitig eingeleiteten Abbau positionsgetriebener, risikobehafteter Geschäfte wie zum Beispiel der Fristentransformation.

Das Zinsergebnis übertraf mit 128,6 Mio. Euro den Vorjahreswert (80,8 Mio. Euro) um fast 60 Prozent und zeigt die Stärken des neuen Geschäftsmodells: Zu etwa zwei Dritteln geht es auf das Margenergebnis aus dem Kundengeschäft im Geschäftsfeld Corporates & Markets sowie der Immobilienfinanzierung bei AMI zurück. Auf 126,7 Mio. Euro stieg das Ergebnis aus Handelsgeschäften ebenfalls deutlich um 163 Prozent (Vorjahr: 48,1 Mio. Euro). Dazu hat unter anderem das Repo-/Leihegeschäft beigetragen, wo sich das Ergebnis nahezu verdoppelt hat.

Das Provisionsergebnis lag mit 485,8 Mio. Euro nur geringfügig um 3,8 Prozent unter dem hohen Vergleichswert des Vorjahres (504,9 Mio. Euro), was den Auswirkungen der Finanzmarktkrise zuzuschreiben ist.

Die gesamten Erträge des DekaBank-Konzerns im ersten Halbjahr betrugen 504 Mio. Euro, nach 647,9 Mio. Euro (ohne Sondereffekt Trianon) im Vorjahr. Die Aufwendungen erhöhten sich im Betrachtungszeitraum um 17,7 Prozent auf 382,4 Mio. Euro (324,8 Mio. Euro). Gründe dafür waren unter anderem der gestiegene Personalaufwand durch die Erweiterung des Geschäftsmodells als Asset Manager sowie die Kosten für den Aufbau des ETF-Geschäfts und den Ausbau der Derivateplattform. Die Risikovorsorge belief sich auf 0,5 Mio. Euro.

Im Liquid-Credits-Portfolio war es durch die Spread-Ausweitungen in Folge der Finanzmarktkrise bei Kreditkapitalmarktprodukten im ersten Quartal 2008 noch zu einem negativen Bewertungsergebnis in Höhe von rund -242 Mio. Euro gekommen. Im zweiten Quartal verbesserte sich das Bewertungsergebnis kräftig um 66,9 Mio. Euro, so dass es per Ende Juni für das gesamte erste Halbjahr 2008 mit -175,3 Mio. Euro deutlich über dem Ergebnis im ersten Quartal lag. Die DekaBank profitiert jetzt davon, dass ihr Engagement in ABS-Produkte von Anfang an sehr begrenzt war und sie zudem auf bonitätsmäßig einwandfreie Papiere gesetzt hat, die nun, wie angekündigt, kontinuierlich wieder an Wert zulegen.

"Diese Finanzmarktkrise ist zwar noch nicht abgehakt, die DekaBank hat sie allerdings hinter sich gelassen. Das zeigt: Unser Geschäftsmodell greift und ist selbst in Krisenzeiten robust und in der Lage, sich nachhaltig weiter zu entwickeln.", erklärt Franz S. Waas gegenüber den Medien.

Für das Gesamtjahr 2008 strebt die DekaBank eine Steigerung der Nettovertriebsleistung sowie der Assets under Management an. Die ab 2009 geltende Abgeltungsteuer wird insbesondere die Nachfrage nach Dachfonds und dem Fondsgebundenen Vermögensmanagement verstärken. Hierdurch verbessert sich auch die Margenstruktur des Bestandsportfolios. Für das Liquid-Credits-Portfolio bietet der Markt weitere Chancen für Neuengagements. Auch das im April 2008 gestartete ETF-Geschäft wird bis zum Jahresende weiter ausgebaut: Der DekaBank-Konzern bietet institutionellen Anlegern in diesem zukunftsträchtigen Marktsegment eine breite ETF-Palette an. Auf der Derivateplattform wird der Handel auf neue Produkte ausgeweitet.