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DEGI Research sieht Investmentchancen im Ostsee-Raum

In ihrer jüngsten Studie untersuchen die Analysten der DEGI Deutsche Gesellschaft für Immobilienfonds mbH die aktuellen Entwicklungen an den Büro- und Einzelhandelsimmobilienmärkten der Ostseeanrainerstaaten und betrachten dabei neben den volks- und immobilienwirtschaftlichen Rahmen-bedingungen detailliert die Standorte Kopenhagen, Tallinn, Helsinki, Riga, Vilnius, Dreistadt (Danzig, Zoppot und Gdingen), Sankt Petersburg, Malmö sowie Stockholm. Trotz gemeinsamer wirtschaftshistorischer Wurzeln sind die Immobilienmärkte sehr unterschiedlich: Sie reichen von kaum ausgeprägten Marktstrukturen in Dreistadt und im Baltikum mit Büroflächenbestanden von deutlich unter 0,5 Mio. m² und hohen Renditen bis hin zu voll entwickelten und stark vom internationalen Kapitalmarkt geprägten Immobilienmärkten, insbesondere in den skandinavischen Metropolen. Die geringe Marktreife einiger Standorte geht mit erhöhten Investitionsrisiken einher, sodass dort Risikoprämien in Form hoher Spitzenrenditen zu erwirtschaften sind. Petersburg liegt mit einer Spitzenrendite von 8,5% bei Büro- und 7,2% bei Einzelhandelsflächen deutlich vor Dreistadt und den baltischen Standorten, in der russischen Stadt werden mit in der Spitze über 80 US-Dollar/m² auch die höchsten Büromieten rund um die Ostsee gezahlt. Umgekehrt müssen sich Investoren an den reiferen Märkten Skandinaviens mit Spitzenrenditen für Class-A-Büroflächen von 5,0% und darunter begnügen. Auch der Markt Einzelhandelsimmobilien kann an den hochentwickelten Standorten als gereift gelten, so hat beispielsweise Schweden mit 392 m² Fläche pro 1.000 Einwohner die zweithöchste Shopping-Center-Dichte in Europa.

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Dynamisches Wachstum als gemeinsamer Nenner
Alle untersuchten Länder zeichnen sich durch ein dynamisches, deutlich über dem EU-Mittel von 2,1% p.a. liegendes Wirtschaftswachstum aus. Trotz ihrer Heterogenität verlaufen die Büromietzyklen der Standorte sehr ähnlich, einzig die größte baltische Stadt Riga korreliert nur schwach mit den anderen Ostseemetropolen. Bei gleichzeitiger Betrachtung der Risiko- und Renditeprofile heben sich Malmö und St. Petersburg positiv von ihrem jeweiligen Cluster der sogenannten „Mature“ bzw. „Emerging Markets“ ab, indem sie sowohl bei Büro- wie auch Einzelhandelsimmobilien mehr Rendite bei vergleichbarem Risiko oder ein geringeres Risiko bei vergleichbarer Rendite aufweisen. Im Baltikum bietet Tallinn die besten strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Investoren, wohl auch ein Grund, dass sich die estnische Hauptstadt zum etabliertesten Büromarkt des Baltikums entwickelt hat.

Mehrdimensionaler Erklärungsansatz für Cross-Border-Investments
Die Studie „Der Ostsee-Raum. Immobilienmarktstrukturen und Investmentchancen“ enthält mit der DEGI-Investment-Matrix ein mehrdimensionales Schema zur Erklärung grenzüberschreitender Immobilieninvestitionen im Ostsee-Raum. Die Analysten der DEGI haben die inzwischen sechste Publikation in der Reihe „Immobilienwirtschaftliche Trends“ erstmals auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real der Öffentlichkeit vorgestellt.