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DEGEWO-Gruppe schreibt schwarze Zahlen

Schwarze Zahlen schreibt die DEGEWO-Gruppe für 2005 sowohl in Jahresergebnis als auch im Kerngeschäft, der Hausbewirtschaftung. Sie schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von nahezu 4,2 Mio. Euro ab.

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Positive Ergebnisse steuerten auch die Unternehmenstöchter KÖWOGE Köpenicker Wohnungsgesellschaft und die GEWOBE Wohnungswirtschaft- liche Beteiligungs GmbH bei, zum ersten Mal erzielte auch die Wohnungs- baugesellschaft (WBG) Marzahn positive Resultate. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Umsatzerlöse der DEGEWO-Gruppe um rund 9 % auf 438,2 Mio. Euro gesteigert werden.

Obwohl sich der Wohnungsbestand der DEGEWO-Gruppe um mehr als 4.000 auf 61.969 eigene und angepachtete Wohnungen (Gesamtbestand eigene, angepachtete und fremd verwaltete Wohnungen: 70.486) verrin- gerte, stiegen die Gewinne aus der Hausbewirtschaftung von 7,4 Mio. auf 13,8 Mio. Euro. Die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung wurden sogar um rund 10 Mio. auf 180,4 Mio. Euro reduziert. Das waren wichtige Maßnahmen für einen weiteren Schuldenabbau. Durch die verschiedenen Maßnahmen in den Bereichen Kundenorientierung, Quartiersentwicklung und Stadtumbau ist es der DEGEWO-Gruppe gelungen, den marktrelevan- ten Leerstand von 3.927 auf 3.710 Wohnungen, d.h. von 6,7% auf 6,4 % zu senken. Der marktrelevante Leerstand ist die um die Abrisswohnungen bereinigte Zahl. Die Nettokaltmieten konnten erneut gesteigert werden. Die Sollmiete pro m² und Monat betrug im Jahresdurchschnitt 4,47 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 0,10 Euro/m²/ Monat. Einen Mietenmultiplikator von 12 unterstellt, bedeutet das bei einer Gesamtwohnfläche von rund 3,9 Mio. m² eine Unternehmenswertsteigerung um nahezu 56 Mio. Euro.

Diese guten Rentabilitätsergebnisse erlauben der Unternehmensgruppe ihre Instandhaltungsstrategie auf hohem Niveau fortzuführen und damit die Attraktivität der Wohnungsbestände zu erhöhen. Die Aufwendungen für die Instandhaltung, Modernisierung und Sanierung der Wohnungen liegen bei über 22 Euro pro m² Wohnfläche.

Durch den zum Jahresende 2005 getätigten Verkauf von 3.858 Wohnungen im Stadtteil Marzahn hat die DEGEWO-Gruppe die Weichen für eine weit reichende nachhaltige Entschuldungspolitik gestellt. Die Einnahmen aus dem Kerngeschäft werden künftig in weit geringerem Maße durch die Kapitaldienstbelastungen aufgezehrt. Das bedeutet für die Zukunft einen deutlichen Anstieg des freien Cash Flow. Geplant sind Kapitaldienstein- sparungen von 15 Mio. Euro p. a. ab 2007 im Vergleich zur ursprünglichen Wirtschaftsplanung.

Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich zum Jahresende 2005 um 36 auf 740. Darin enthalten sind 157 Mitarbeiter mit denen Altersteilzeitvereinba- rungen abgeschlossen wurden. 61 davon befinden sich bereits in der Ruhephase. Der Personalabbau erfolgte vorwiegend über Altersteilzeit und Beendigung befristeter Arbeitsverhältnisse. Ingesamt absolvierten 2005 38 Jugendliche ihre Ausbildung in der DEGEWO-Gruppe.

Die selbst erarbeitete Liquidität versetzt die DEGEWO-Gruppe in die Lage, sich zügig auf die neuen Marktanforderungen einzustellen. So werden Nachinvestitionen für den Anbau von Balkonen und Aufzügen möglich, das Stadtumbauprogramm kann weiter geführt werden und neue Projekte für wachsende Zielgruppen, beispielsweise Service-Wohnen für Senioren, lassen sich realisieren.

Das gute operative Ergebnis gestattet es der DEGEWO-Gruppe darüber hinaus, alle bilanziellen Risikomaßnahmen aufzustocken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traf das Unternehmen diverse Vorsorgemaßnahmen, so wurden z.B. Grundstücksabwertungen für Grundstücke vorgenommen, die für eine Reihenhausbebauung vorgesehen sind. Außerdem wurden Auf- wendungsdarlehen in Höhe von 15 Mio. Euro passiviert und Rückstellungen für Instandhaltungen und Finanzmietverpflichtungen gebildet.

Besonders erfreulich ist die positive Tendenz für die wirtschaftlich ange- schlagene Tochter WBG Marzahn, die seit 1997 erstmals wieder einen Gewinn in Höhe von 576.000 Euro ausweist. Die umfangreichen Sanierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen, aber auch das günstigere Marktumfeld, haben zu dieser Entwicklung geführt. Weitere Maßnahmen, vor allem eine Verbesserung in der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft, sollen die Gesellschaft langfristig auf ein solides Fundament stellen.

Die DEGEWO-Gruppe sieht sich in der Zukunft großen Herausforderungen gegenüber, so führt der Wegfall der Anschlussförderung bei der DEGEWO-Gruppe zu Einnahmeausfällen von rund 114 Mio. Euro in den Jahren 2007 bis 2026. Darüber hinaus müssen bis 2017 126 Mio. Aufwendungsdarlehen passiviert werden.

Wie und wohin sich die DEGEWO-Gruppe entwickelt um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, diskutierten Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Visions- und Leitbild-Prozess, der nunmehr in eine neue Phase tritt. Sie einigten sich auf ein gemeinsames, ehrgeiziges Ziel: Sie wollen die DEGEWO-Gruppe zum führenden Wohnungsunternehmen in Berlin entwickeln. Dabei verpflichten sie sich zur Ertragsoptimierung und zu höchster Qualität ihrer Dienstleistungen rund um die Immobilie. Gleichzeitig bekennt sich die DEGEWO-Gruppe zu ihrer sozialen Verantwortung für ihre Wohnquartiere und die Menschen dieser Stadt.