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Dawnay, Day Treveria beschließt Restrukturierungsmaßnahmen

Treveria, die auf deutschen Einzelhandel fokussierte Immobiliengesellschaft, hat heute die Beendigung ihrer Managementvereinbarungen mit der Dawnay, Day Gruppe (DDG) sowie eine veränderte Strategie angekündigt.

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Wichtigste Fakten:
- Entscheidung zur Integration der Asset Management-Funktion in die Gesellschaft (Internalisierung) ist im besten Interesse der Aktionäre
- Nach Beratungen mit wichtigen Aktionären hat die Unternehmensführung beschlossen, zum jetzigen Zeitpunkt kein weiteres Kapital aufzunehmen. Stattdessen konzentriert sich die Gesellschaft auf die umsichtige Verwaltung der Barmittel und der Verbindlichkeiten von Treveria und ihrer Tochtergesellschaften
- Dauerhafter Fokus auf das intensive Management des mit € 2,2 Mrd. bewerteten Portfolios der Gruppe, das derzeit rd. € 155 Mio. an Bruttomieterlösen pro Jahr generiert
- Bestellung des neuen internen Asset Managers Treveria Asset Management Limited (TAM), der Dawnay, Day Treveria Real Estate Asset Management Limited (DDTREAM) ersetzt
- Bestellung von Cushman & Wakefield LLP (C&W) zum Nachfolger von Dawnay, Day Property Investment GmbH (DDPI)
- Vorschlag der Umfirmierung in “Treveria plc”
- Vorschläge für Veränderungen im Board

Ian Henderson, Chairman von Treveria, kommentierte: „Die heute angekündigten neuen Regelungen sind so strukturiert, dass sie die besten Voraussetzungen schaffen, um mittelfristig wieder Werte für die Aktionäre zu generieren. Die Managementvereinbarungen mit der Dawnay, Day Gruppe wurden aufgehoben, während gleichzeitig in wesentlichen Funktionen personelle Kontinuität gewährleistet wird. Wir freuen uns darauf, mit unserem bestehenden Team weiterzuarbeiten. Ihm gehören der Finanzvorstand Damian Wisniewski, der Immobilienvorstand Chris Kingham und David Hunter als Non-Executive Chairman von TAM an. Wir freuen uns auch auf den Beginn einer sicherlich erfolgreichen Partnerschaft mit Cushman & Wakefield.“

„Seit das Board im Juni eine Überprüfung der Strategie angekündigt hat, haben wir eine Reihe von Optionen und Möglichkeiten, die uns präsentiert wurden, geprüft. Wir sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass der sinnvollste Weg in der Konzentration auf das Management des bestehenden Portfolios und in der Integration des Asset Management-Teams in das Unternehmen liegt. Darüber hinaus kommt es insbesondere auf ein konservatives Management unserer Bilanz und auf die sorgfältige Verwendung unserer Barreserven an.“

„Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass das Portfolio über das Potenzial für eine langfristige Wertschöpfung verfügt. Wir verfügen über qualitativ hochwertige Immobilien in guten Lagen, die stetige Erlöse und erhebliche Möglichkeiten im Bestandsmanagement bieten. Erfreulicherweise ist die schwierige Zeit, die durch die finanziellen Probleme der Dawnay, Day Gruppe verursacht wurde, vorüber. Jetzt blicken wir nach vorne und werden uns auf die zentrale Aufgabe konzentrieren, unseren Bestand zu managen und so mittelfristig Wert zu generieren.“

Strategische Überprüfung
Im Zwischenbericht vom 29. September 2008 gab das Board bekannt, dass es eine mögliche Zuführung von neuem Eigenkapital durch eine bevorzugte Drittpartei erwägen würde. Dies wäre mit der Vergabe einer externen Managementvereinbarung verbunden gewesen. Diese Option sowie diverse Kombinationen wurden eingehend geprüft. Dabei wurde auch die Meinung von Aktionären berücksichtigt.

Das Board ist zu den folgenden Schlüssen gekommen:
- Es ist am sinnvollsten, sich auf das Management des existierenden Portfolios zu konzentrieren und das Asset Management-Team zu diesem Zweck in die Gesellschaft zu integrieren, statt einen externen Asset Manager zu bestellen.
- Zudem wäre angesichts des aktuellen Aktienkurses eine Kapitalzufuhr zu diesem Zeitpunkt nicht im Interesse der Aktionäre. Es ist sinnvoller, die Bilanz der Gruppe sorgfältig zu managen.

Die Gruppe verfügt über ein umfassendes Portfolio, das von unabhängigen Gutachtern zum 30. Juni 2008 mit € 2,2 Mrd. bewertet wurde und kontinuierliche Cashflows in erheblicher Höhe generiert. Darüber hinaus verfügt Treveria auf der Ebene der Muttergesellschaft über liquide Mittel in Höhe von € 75 Mio. Daher hat das Board beschlossen, sich auf das Asset Management und auf ein vorsichtiges Bilanzmanagement zu konzentrieren. Die Mehrzahl der Fremdfinanzierungen der Gruppe bewegt sich am oberen Ende ihrer jeweiligen Kreditvereinbarungen. Das Board plant, in einen konstruktiven Dialog mit den Gläubigern einzutreten, um praktikable Lösungen für den Fall zu entwickeln, dass sich die Marktbedingungen weiter verschlechtern. Wichtige Aktionäre haben ihre Unterstützung dieser Strategie in Aussicht gestellt.

Berufung von TAM zum neuen internen Asset Manager
Seit DDG in der ersten Jahreshälfte in die allgemein bekannten finanziellen Schwierigkeiten geriet, hat Treveria seine Optionen für Alternativen im Asset Management geprüft. Das Board hat beschlossen, dass es im besten Interesse der Gruppe ist, wenn intern eine Struktur für das Asset Management aufgebaut wird. TAM, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Treveria, hat daher die bislang von DDTREAM im Asset Management wahrgenommenen Funktionen übernommen. TAM wurde ursprünglich aufgebaut, um die Beschäftigung von Mitarbeitern sicherzustellen, die für DDTREAM gearbeitet hatten und im Zuge der Restrukturierung von DDG entlassen wurden.

Es wird erwartet, dass diese neue Vereinbarung über das interne Asset Management wirtschaftlich effizienter sein wird als der bisherige Vertrag mit DDTREAM. Die Vereinbarung sieht vor, dass Mitarbeiter, die derzeit mit dem Management des Portfolios von Treveria befasst und noch bei DDG beschäftigt sind, zu TAM wechseln. Dies gewährleistet die wichtige personelle Kontinuität. Das Board hat die Absicht, ein neues Anreizsystem für die Beschäftigten von TAM einzurichten.

Die bisherige Vereinbarung zwischen Treveria und DDRTREAM zum Portfoliomanagement, die eine Zahlung von 0,4 Prozent des Bruttovermögenswertes des Portfolios an den Portfoliomanager vorsieht, wird gegen die Zahlung eines Betrages in Höhe von € 1 Mio. aufgehoben. Dies entspricht einem Kündigungszeitraum von rund eineinhalb Monaten.

Bestellung von Cushman & Wakefield zum neuen Immobilienverwalter
Die Gruppe hat C&W zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren zum exklusiven Immobilienverwalter bestellt. C&W wird in dieser Funktion DDPI ersetzen. Im Rahmen dieser Verhandlungen wird die Gesellschaft DDPI rund € 1 Mio. zahlen. Dies entspricht in etwa dem Honorar, das DDPI im Falle der vereinbarten dreimonatigen Kündigungsfrist erhalten hätte. C&W wird in diesem Zeitraum von drei Jahren ein Verwaltungshonorar von 3% der jährlichen Nettomieteinnahmen erhalten. Um C&W bei der Rekrutierung des bestehenden DDPI-Teams die erforderliche Sicherheit zu geben, wird für das erste Jahr ein Honorar von € 5 Mio. garantiert, das im zweiten Jahr auf € 4,5 Mio. und im dritten Jahr auf € 4 Mio. reduziert wird. Darüber hinaus hat die Gruppe für diesen Dreijahreszeitraum Vermietungshonorare garantiert.

Es wird erwartet, dass die laufenden jährlichen Kosten der Gruppe für die neuen Bestands- und Immobilienmanagementvereinbarungen (einschließlich interner Personalkosten) geringer sein werden als die derzeit an DDG (einschließlich DDPI) zu zahlenden Kosten.

Umfirmierung
Das Board schlägt ferner vor, dass das Unternehmen in “Treveria plc” umfirmiert. Dies spiegelt die neue Unabhängigkeit Treverias von DDG nach der Beendigung der Managementvereinbarungen wider. Für diese Umfirmierung ist die Zustimmung der Aktionäre erforderlich. Zu gegebener Zeit wird daher zu einer außerordentlichen Hauptversammlung eingeladen, die über die entsprechende Vorlage beschließen wird. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass zu gegebener Zeit der Name Dawnay Day in allen relevanten Tochtergesellschaften von Treveria entfernt wird.

Berufung des Immobiliengeschäftsführers für Deutschland und Haftungsfreistellung
In den Organen der Tochtergesellschaften des Unternehmens werden nach der Neuorganisation der Bestands- und Immobilienmanagementfunktionen diverse Veränderungen erforderlich. Dieter Vanagtmael wurde zum Geschäftsführer bestellt und Martin Matern wurde kommissarisch zum Geschäftsführer der bestandshaltenden Tochtergesellschaften in Deutschland bestimmt. Vanagtmael ist ferner Geschäftsführer von TAM.

Im Zusammenhang mit der Bestellung von Martin Matern hat sich die Gesellschaft bereit erklärt, für eine Haftungsfreistellung zu sorgen. Diese Haftungsfreistellung wird nach den Regelungen des Alternative Investment Market (AIM) als Transaktion mit verbundenen Parteien betrachtet. Die Haftungsfreistellung betrifft Ansprüche von Dritten gegen Matern als Geschäftsführer (mit Ausnahme von Ansprüchen, die sich aus betrügerischen, kriminellen oder vorsätzlichen Handlungen ergeben) in dem Umfang, in dem sie nicht durch eine D&O-Versicherung abgedeckt sind. Die potenzielle Haftung der Gesellschaft unter dieser Freistellung ist auf € 5 Mio. begrenzt. Nach Beratungen mit dem Berater (NOMAD) der Gesellschaft, Citigroup Global Markets U.K. Equity Limited, sieht das Board die Bedingungen der Haftungsfreistellung mit Blick auf die Interessen der Aktionäre als fair und vernünftig an.

Veränderungen im Board
Nach der Bestellung von C&W zum Immobilienmanager hat Martin Bruehl, Managing Partner von C&W in Deutschland, sein Mandat im Board mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Darüber hinaus hat Manfred Maus nach dem Abschluss der strategischen Überprüfung und der Stabilisierung der Managementstruktur ebenfalls sein Interesse bekundet, aus dem Board auszuscheiden.

Das Board dankt Martin Bruehl und Manfred Maus für ihren Beitrag bei Treveria und insbesondere für ihre Unterstützung in diesem außerordentlich herausfordernden Zeitraum.

Das Board hat ferner beschlossen, neue Direktoren zu gewinnen, um die Expertise und die Perspektiven im Board zu erweitern. Derzeit werden mehrere potenzielle Kandidaten in Betracht gezogen, darunter auch solche, die von wesentlichen Aktionären der Gesellschaft vorgeschlagen wurden. Diese Optionen werden vom Board geprüft und zu gegebener Zeit veröffentlicht. Sobald die neuen Mitglieder ernannt sind, wird Manfred Maus sein Mandat niederlegen.