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Das vierte Jahr in Folge schwarze Zahlen

Die TLG Immobilien hat im Geschäftsjahr 2005 einen Jahresüberschuss von 20,8 Mio. Euro nach Steuern erzielt. Das Eigenkapital konnte nochmals um rund 30 Mio. Euro auf 694 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote um 8 Prozentpunkte auf nunmehr 47,5 Prozent gesteigert werden. Der Wert des Immobilienvermögens übertraf mit rund 1,2 Mrd. Euro den Vorjahreswert um rund 24 Mio. Euro, bei gleichzeitiger Reduzierung des Bestandes von ca. 3.600 auf 2.600 Objekte. „Damit hat die TLG Immobilien bereits das vierte Jahr in Folge einen zweistelligen Millionen-Gewinn erarbeitet“, erklär- ten die beiden Geschäftsführer, Dr. Volkmar von Obstfelder, (Vorsitzender) und Dr. Eugen von Lackum heute in Berlin. „Trotz einer konjunkturell und immobilienwirtschaftlich schwierigen Lage in Ostdeutschland haben wir unseren eingeschlagenen Kurs gehalten und den Transformationsprozess fortgesetzt“ betonte von Obstfelder anlässlich der Vorlage des Jahresab- schlusses 2005.

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Gut gerüstet für Privatisierung
Im 15. Jahr ihres Bestehens und dem fünften Jahr der konsequenten strate- gischen Neuausrichtung, mit einem Bestandsabbau von rund 34 000 Im- mobilien seit dem Jahr 2000, präsentiere sich das Unternehmen heute als aktiver Manager eines zukunftsfähigen Immobilienportfolios. „Wir haben eine gute und solide Ausgangsbasis, um die noch vor uns liegenden Her- ausforderungen beim Umbau des Unternehmens zu meistern und uns den Anforderungen einer Privatisierung zu stellen“, erläuterte von Obstfelder.

Auch zeige das wiederholt gute Jahresergebnis, dass es trotz der allge- meinen Marktschwäche und der demografischen Entwicklung in Ost- deutschland lohne, hier zu investieren. Voraussetzung sei aber eine detaillierte Marktkenntnis und die notwendige Konzentration des immobi- lienwirtschaftlichen Engagements auf Regionen mit Wachstumspoten- tialen. Die TLG Immobilien, kündigte von Obstfelder an, plane, in den nächsten Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro in die Entwicklung und den Ankauf ausgewählter, neuer Immobilienprojekte zu investieren.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2006 hat das auf Ostdeutschland fokussierte Bundesunternehmen bereits rund 16 Mio. Euro in seine Be- standsimmobilien investiert, für weitere 65 Mio. Euro Immobilien angekauft, und damit bereits mehr als die Hälfte seines geplanten Investitionsvolu- mens für das laufende Jahr realisiert. „Das und die deutlichen Hinweise auf ein Anziehen der Immobiliennachfrage in Ostdeutschland machen uns zu- versichtlich, das Jahr 2006 noch erfolgreicher als das Jahr 2005 abzu- schließen“, so von Obstfelder. Das Unternehmen sehe sich einer deutlich gewachsenen Konkurrenz aus dem Ausland gegenüber. „Immobilienin- vestoren insbesondere aus dem anglo-amerikanischen Raum, Skandina- vien, den Niederlanden und Österreich entdecken Ostdeutschland ebenfalls als lohnenden Investitionsstandort“.

Verkauf belastet Ergebnis
Das Jahresergebnis von 20,8 Mio. Euro liegt erwartungsgemäß unter dem Ergebnis des Vorjahres (28,1 Mio. Euro nach Steuern). Dieser Rückgang des Jahresüberschusses spiegelt die nachlassende Bedeutung des Ver- kaufs wieder und ist Ausdruck der erfolgreichen Portfoliobereinigung. Im operativen Ergebnis verliert der Verkauf strategiekonform weiter an Gewicht. Mit 1.573 verkauften Immobilien wurden Umsatzerlöse von 63 Mio. Euro erzielt.

Darüber hinaus hat das Unternehmen, wie schon in den Jahren zuvor, er- neut Risikovorsorge betrieben und per Saldo marktbedingte Wertkorrek- turen auf den Immobilienbestand in Höhe von 45 Mio. Euro vorgenommen und im Ergebnis verkraftet. Das Unternehmen hat zudem seine Pensions- rückstellungen deutlich erhöht, und damit eine tatsächlich ausreichende Vorsorge für Zukunftslasten des Unternehmens aus Versorgungsverpflich- tungen getroffen. Demgegenüber stehen eine deutliche Reduzierung der Personalkosten, eine Erhöhung der Beteiligungserträge und nicht zuletzt die positive Entwicklung der Objektbewirtschaftung.

Vermietung wird zentrale Ergebnisquelle
„Besondere Bedeutung“, so von Obstfelder, „kommt im Umbauprozess des Unternehmens der Entwicklung der Bewirtschaftungserlöse zu“. Diese seien mit 126 Mio. Euro bereits doppelt so hoch wie die Verkaufserlöse von 63 Mio. Euro aus der Portfoliobereinigung. Fast zwei Drittel des Gesamtum- satzes von insgesamt 195 Mio. Euro stammten bereits aus der Objektbe- wirtschaftung ( Vorjahr: 57 %). „Hier liegt unsere Zukunft“, erklärte von Obst- felder, „die Bewirtschaftungsergebnisse sind unsere zentrale Umsatz- und Ergebnisquelle“.

Erfolge beim Umbau des Unternehmens und Ausblick
Die umfassende Restrukturierung der TLG hat im Jahr 2005 weiter an Fahrt gewonnen. Nach der Zusammenführung der immobilienwirtschaftlichen Kompetenzen für den gesamten südlichen Raum Ostdeutschland in der Niederlassung Süd mit Sitz in Dresden für die Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen hat die TLG den Konzern weiter verschlankt. Die umfangreichen Beteiligungen des Unternehmens wurden und werden gestrafft, ausgewählte Immobilien der Tochterunternehmen in das Portfolio integriert. Aus heutiger Sicht werden langfristig nur wenige Gesellschaften als Beteiligung geführt werden.