Frankfurt - KW 32
 
Büro

Verifort vermietet langfristig 5.100 m² an die Stadt Offenbach

Neuer Ankermieter

Verifort Capital hat mit der Stadt Offenbach einen langfristigen, bis zum Jahr 2040 datierten, Mietvertrag für 5.100 m² Bürofläche im Haus der Wirtschaft in Offenbach geschlossen. Der Mietvertrag wurde bereits im Juli 2019 abgeschlossen, aber erst jetzt durch den Immobilienfondsmanager bekanntgegeben. Laut Verifort beinhaltet der Vertrag noch weitere Optionsflächen. Die Stadt hat die Flächen für das Jugendamt sowie die Kita-Verwaltung abgeschlossen, die durch ihren neuen Standort von der unmittelbaren Nähe zum Offenbacher Rathaus und der guten innerstädtischen Lagen profitieren. Vor der Übergabe am 1. Mai 2020 wurden die Büroflächen modernisiert und durch Ausbau- und Anpassungsarbeiten für die beiden Nutzer umgebaut. So wurden beispielsweise das Raumkonzept und die IT-Infrastruktur an die Mieter-Anforderungen angepasst.

Das 1998 gebaute Gebäude befindet sich in der Berliner Straße 112 in der Offenbacher Innenstadt. Es liegt in direkter Nachbarschaft zum Rathaus und verfügt insgesamt auf 15 Stockwerken über rund 23.750 m² Bürofläche. Das Multi Tenant-Gebäude gehört seit 2015 zum Portfolio des geschlossenen Fonds Verifort Capital XI.

„Die Stadt Offenbach ist ein verlässlicher Mietpartner mit einer sehr guten Bonität“, sagt Frank M. Huber, CEO von Verifort Capital. »Entsprechend freuen wir uns, die Stadt als Mieter für diese Büroflächen gewonnen zu haben. Die langfristige Vermietung unterstreicht die Wertbeständigkeit der Objekte in unseren Fonds."



Montag, 03.08.2020
DruckenArchivieren
 
Facility & Property Management

Mainova und Dussmann gründen Joint Venture mit Chargemaker

Lösungen im Bereich E-Mobilität

Mainova und Dussmann haben mit Chargemaker ein Joint Venture für E-Mobilitäts-Lösungen gegründet. Die Chargemaker GmbH soll als Full-Service-Anbieter Unternehmen einen effektiven Zugang zu E-Ladelösungen anbieten. Die Services reichen von der Beratung über die Planung, die Installation bis zum Betrieb mit Wartung, Service und Abrechnungsmanagement – mit dem Ziel, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Die operative Leistungserbringung im Sinne der Installation, Wartung und Instandsetzung der Ladeinfrastruktur erfolgt dabei durch die Dussmann Mobility Services GmbH.

„Wir wollen mit Chargemaker der Elektromobilität in Deutschland zum Durchbruch verhelfen. Den Chargemaker-Kunden bieten wir ein Rundum-Angebot für E-Ladesäulen und machen ihnen damit den Einstieg in die E-Mobilität denkbar einfach. Sie können so ihren Fuhrpark modernisieren, die Attraktivität ihrer Immobilien steigern und ein Zeichen für Klimaschutz setzen – ohne sich selbst in dieses komplexe Thema einzuarbeiten“, so Wolf-Dieter Adlhoch, Sprecher des Vorstands der Dussmann Group, zur Neugründung.

Die beiden Partner bringen ihre jeweiligen Stärken in das Joint Venture ein: Mainova die Erfahrung aus der Energiewirtschaft und als Infrastrukturgeber; die Dussmann Group ihr Know-how im integrierten Facility-Management sowie im Bau und Service technischer Anlagen.

Mainova AG" />Zielgruppe von Chargemaker sind Unternehmen, die auf halb-öffentlichem oder firmeneigenem Gelände sowie in Tiefgaragen E-Ladesäulen errichten oder den Fuhrpark elektrifizieren möchten – zum Beispiel als Service für Kunden, Beschäftigte oder Mieter. Die von Mainova bereits betriebenen Ladepunkte werden zudem künftig von Chargemaker dienstleistend betrieben. Ausgehend von der Wirtschaftsregion Frankfurt Rhein-Main will Chargemaker sein Angebot ausweiten und seine Lösungen auch bundesweit anbieten. Mainova mit Sitz in Frankfurt am Main und die Dussmann Group mit Sitz in Berlin beteiligen sich zu gleichen Teilen an der am 9. Juni 2020 gegründeten Chargemaker GmbH.

Mainova-Vorstandsmitglied Norbert Breidenbach ergänzt: „Chargemaker richtet sich beispielsweise an Unternehmen, die Wohnungswirtschaft oder Hotelketten mit bundesweiten Standorten. Wir haben den Anspruch und die Erfahrung als Infrastrukturgeber, E-Mobilität reibungslos in den Alltag der Kunden zu integrieren und sie genauso zuverlässig wie sonst mit Energie zu versorgen. Als Partner bietet Chargemaker verlässliche Qualitätsstandards und für die jeweiligen Anforderungen passende Lösungen – heute und in Zukunft.“


Montag, 03.08.2020

Foto: Mainova AG
DruckenArchivieren
 
Fonds & REITs

HanseMerkur kauft Randstad Deutschland-Zentrale in Eschborn

Auf Kurs!

Die HanseMerkur Grundvermögen AG hat von Lang & Cie. das neue, noch im Bau befindliche Bürogebäude der Deutschland-Zentrale des Personaldienstleisters Randstad in Eschborn erworben.

Für Henning Schneider, verantwortlicher Investmentmanager bei der HanseMerkur Grundvermögen AG, ein Top-Deal, denn durch das stetig steigende Frankfurter Mietniveau gewinnt Eschborn immer mehr an Attraktivität. In diesem Zuge haben sich bereits zahlreiche namhafte Unternehmen wie z.B. SAP, die Deutsche Börse, Ernst & Young in den letzten Jahren in der Stadt angesiedelt. "Auch durch den langfristig abgeschlossenen Mietvertrag mit Randstad [wir berichteten] fiel die Entscheidung für den Erwerb dieses hochwertigen, für eine DGNB-Gold-Zertifizierung vorgesehenen Büro-Investments nicht schwer“, so Schneider.

Die Projektentwicklung in der Frankfurter Straße 100 besteht aus einem ca. 14.800 m² großen Bürogebäude nebst Parkhaus mit ca. 440 PKW-Stellplätzen und ist für mindestens 15 Jahre an Randstad vermietet. Die Fertigstellung der Projektentwicklung ist im zweiten Quartal 2021 geplant. Der Projektstandort liegt nur rund zwölf Fahrminuten vom Flughafen und etwa 15 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Damit investiert die HanseMerkur Grundvermögen AG für die von ihr aufgelegten unterschiedlichen Investmentvehikel erneut erfolgreich im Einzugsgebiet einer der Big-7-Städte bzw. in den Big-7-Städten. In den ersten fünf Monaten hat der Assetmanager bereits Immobilien für insgesamt 260 Mio. Euro erworben, darunter den Crefo-Campus in Neuss [wir berichteten], der im Juli gemeldete Kauf des Stuttgarter Wissenscampus [wir berichteten] sowie die aktuell gemeldete Akquisition der Randstad-Zentrale. Das im Frühjahr prognostizierte Rekordergebnis für 2020 [wir berichteten] ist damit zwar nicht in greifbarer Nähe, aber angesichts der durch Corona stark beeinträchtigen Marktsituation befindet sich das Unternehmen auf gutem Kurs. Aufgrund der veränderten Marktsituation rechnet die HMG mit Investments in 2020 in Höhe von ca. 500 Mio..

Mittwoch, 05.08.2020
DruckenArchivieren
 
Logistik

Flächenumsatz in den Big 5 über Vorjahresniveau

Ruhrgebiet stärkste Region

Auf dem deutschen Markt für Lager- und Logistikflächen lag der Flächenumsatz im ersten Halbjahr 2020 bei knapp 3 Mio. m² (Eigennutzer und Vermietungen). Sowohl gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 als auch gegenüber dem 5-Jahresschnitt der ersten Halbjahre ist damit ein Rückgang von rund 11 Prozent zu verbuchen. Überdurchschnittlich gingen dabei die Umsätze durch Eigennutzer zurück (-23 % auf 926.000 m²). Vermietet wurden mit 2,06 Mio. m² 5 Prozent weniger als im Vorjahreshalbjahr.

Das zweite Quartal weist mit 1,46 Mio. m² ein nur geringfügig niedrigeres Umsatzvolumen als die ersten drei Monate (1,53 Mio. m²) auf. Trotzdem ist damit das zweitniedrigste Umsatzvolumen eines zweiten Quartals in den letzten fünf Jahren zu notieren.

„Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich in den Statistiken der Vermietungsumsätze weniger deutlich als in anderen Sektoren“, so Frank Weber, Head of Industrial Agency JLL Germany. „Nach einer Phase der Zurückhaltung und teilweise auch des Stillstands beobachten wir eine zunehmende Aktivität potentieller Logistiknutzer. Für die zweite Jahreshälfte zeichnen sich bereits größere Abschlüsse ab. Trotz des nach wie vor herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds könnten wir unter Umständen am Jahresende zum sechsten Mal in Folge einen Umsatz von über 6 Mio. m² bilanzieren. Auch wenn wir damit noch weit unter dem Rekord von über 7 Mio. m² von vor zwei Jahren und voraussichtlich auch unter dem Vorjahresumsatz liegen werden, ist das in Anbetracht der schwierigen Gemengelage dennoch beeindruckend.“

In den Big 5-Ballungsräumen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München) lag der Umsatz in den ersten sechs Monaten bei 881.000 m² (+2 % gegenüber dem Vorjahr), der Vergleich mit dem entsprechenden 5- und 10-Jahresschnitt zeigt jeweils ein Minus von rund 10 Prozent. Rund 2,12 Mio. m² wurden in den ersten sechs Monaten außerhalb der Big 5 Ballungsräume* vermietet oder durch Eigennutzer generiert. Der Vorjahreswert (2,51 Mio. m²) wurde um 16 Prozent unterschritten, der entsprechende fünfjährige Durchschnittswert um 12 Prozent. Die Umsätze durch Eigennutzer fielen um ein Viertel niedriger aus, das Vermietungsvolumen ging um 9 Prozent zurück.

Regional deutlich unterschiedliche Entwicklungen
Während Berlin und Düsseldorf im Jahresvergleich deutliche Umsatzeinbußen von 36 und 40 Prozent hinnehmen mussten, lagen die Regionen Frankfurt und Hamburg mit 6 bzw. 10 Prozent im Plus. In München und Umland stieg das Umsatzvolumen mit 207.000 m² dank dem bundesweit größten Abschluss der ersten sechs Monate sogar auf mehr als das Zweieinhalbfache des Vorjahresvolumens: Ein Industrieunternehmen sorgte mit rund 138.000 m² in Parsdorf im östlichen Münchener Umland allein für rund 15 Prozent des Umsatzvolumens der Big 5 und für zwei Drittel des Umsatzvolumens der Münchener Region . Der Großraum Frankfurt lag nach sechs Monaten mit 263.000 m² vorn, verantwortlich für das gute Ergebnis waren u.a. 11 Abschlüsse über 5.000 m², darunter der Baubeginn eines rund 50.000 m² großen Logistikzentrums für Lidl als Eigennutzer in Erlensee.

„Unternehmen aus dem Bereich Handel und E-Commerce haben mit 56 Prozent – nach 32 Prozent im Vorjahr - den mit Abstand größten Anteil des Umsatzvolumens in den Ballungsräumen auf sich vereinen können“, so Weber. „Vor allem der stationäre Lebensmitteleinzelhandel und die Onlineanbieter haben in den zurückliegenden Krisenmonaten ihren Beitrag zur Sicherung der Versorgung geleistet und waren damit auch in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich präsenter als ohnehin üblich. Mittel- und langfristig gehen wir bei der Ausrichtung der Logistikstandorte von einer noch stärkeren Orientierung am Kunden aus, sei er ein Endverbraucher oder ein Unternehmen. Dies geht auch mit einer deutlichen Ausweitung der Lager- und Logistikkapazitäten einher“, so Weber. 20 Prozent des Umsatzvolumens in den Big 5 verbuchte der Bereich Transport, Verkehr und Lagerhaltung, Industrieunternehmen kamen dank des genannten Abschlusses im Münchener Umland auf 13 Prozent des Umsatzvolumens. 35 Abschlüsse in der Größenordnung ab 5.000 m² (H1 2019: 46) sorgten mit rund 565.000 m² für ein 13 Prozent höheres Umsatzvolumen.

Rund 250.000 m² neue Lagerflächen, damit rund 100.000 m² weniger als vor einem Jahr wurden bis zur Jahresmitte in den Big 5 fertiggestellt, ein Drittel waren zum Zeitpunkt der Fertigstellung noch unvermietet. Bei ähnlicher Verfügbarkeitsquote waren Mitte 2020 weitere rund 1,04 Mio. m² im Bau mit Schwerpunkt in den Regionen Hamburg, Berlin und Frankfurt.

Die Spitzenmieten für Lagerflächen im Größensegment ab 5.000 m² blieben im ersten Halbjahr in allen Big 5 - Regionen stabil. In München wird mit 7,10 Euro/m²/Monat für Topflächen nach wie vor die höchste Miete erzielt. Hamburg und Frankfurt folgen mit 6,40 bzw. 6,20 Euro/m²/Monat. Deutlich günstiger sind Berlin und Düsseldorf mit 5,50 Euro/m²/Monat.

Ruhrgebiet bleibt umsatzstärkste Region
Durch mehrere Großabschlüsse blieb das Ruhrgebiet mit rund 350.000 m² umsatzstärkste Region nicht nur außerhalb der Big 5 sondern auch bundesweit. Nennenswert sind dabei der 58.000 m² große Eigennutzerneubau des Logistikkonzerns DSV in Duisburg [wir berichteten] und zwei Anmietungen durch Onlinehändler in Witten mit 35.000 m² sowie in Werne mit 33.000 durch Euziel International [wir berichteten]. Mit einigem Abstand folgen die Regionen Leipzig/Halle (211.000 m²) und Nürnberg (157.000 m²).

Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr und Lagerhaltung führten die Branchenstatistik mit einem Anteil von 40 Prozent an, dicht gefolgt von Handelsunternehmen mit 38 Prozent. Nur halb so viele Flächen wurden durch Industrieunternehmen umgesetzt (19 %), im Schnitt der vergangenen fünf Jahre hatte ihr Anteil noch rund ein Drittel betragen. Der größte Abschluss außerhalb der Big 5 wurde im ersten Quartal registriert: in Zöllnitz bei Jena hat der Büroartikelhändler Böttcher AG mit dem Bau seines rund 90.000 m² großen Logistikzentrums begonnen [wir berichteten]. Den zweitgrößten Deal markierte die Anmietung eines Onlinehändlers über 86.000 m² in Kabelsketal in der Region Leipzig/Halle [wir berichteten].

„Insgesamt gingen rund 350.000 m² auf das Konto von Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce, die nach wie vor auch außerhalb der Big 5 - Ballungsräume durch großflächige Anmietungen das Umsatzgeschehen prägen“, so Weber.

Rund 70 Prozent aller Flächenumsätze und sogar 100 Prozent des Umsatzvolumens in einer Größenordnung ab 40.000 m² wurden im ersten Halbjahr in Neubauten bzw. Projektentwicklungen getätigt. „Die geringe Flächenverfügbarkeit und die hohe Anmietungsquote in Neubauten und Projekten sprechen für einen resilienten, nachfragestarken Lager- und Logistikflächenmarkt“, so Weber abschließend.

*In diese Zahlen fließen ausschließlich Flächenumsätze ab einer Größe von mindestens 5.000 m² ein (Eigennutzer und Vermietungen)

Freitag, 31.07.2020
DruckenArchivieren
 
Spezialimmobilien

Interxion investiert 1 Milliarde in Frankfurt

Campus für Rechenzentren

Der Rechenzentren-Betreiber Interxion hat jetzt weitere Pläne für das zu Beginn des Jahres gekaufte Teilgrundstück auf dem ehemaligen Neckermann-Areal und seinen kürzlich erworbenen Frankfurter Unternehmenscampus an der Hanauer Landstraßevorgestellt. Verkäufer war der von Beos gemanagte offene Spezial-AIF Beos Corporate Real Estate Fund Germany II, der den Deal Mitte des Monats bekannt gegeben hatte [wir berichteten]. Auf dem Grundstück befindet sich der deutsche Hauptsitz des Unternehmens sowie neun Rechenzentren, für die das Unternehmen Pachtverträge mit Restlaufzeiten von rund neun Jahren abgeschlossen hatte. Teil des erworbenen Grundstücks sind weitere Gebäude, die aktuell an andere Unternehmen vermietet sind. Mit dem Kauf des Campusgeländes ist Interxion nun Besitzer aller seiner 15 Frankfurter Rechenzentren. Zusammen mit den Kapazitäten auf dem bereits erworbenen Teil des ehemaligen Neckermann-Areals soll in den nächsten Jahren mit einer Investition von einer Milliarde Euro in der Mainmetropole einer der größten Datenumschlagsorte weltweit entstehen. Interxion stellte m Donnerstag gemeinsam mit der Stadt Frankfurt Details zum Projekt vor.

Aus dem erst im Frühjahr erworbenen Grundstück auf dem ehemaligen Neckermann-Areal #link(99976)# soll der Digital Park Fechenheim werden. Das rund einen Kilometer vom Frankfurter Unternehmenssitz gelegene Grundstück ermöglicht mit seinen etwa 107.000 m² zusätzliche IT-Kapazitäten von bis zu 180 Megawatt sowie einen vollständigen Anschluss an den bestehenden Campus. Die Stadt Frankfurt und Interxion haben sich zudem bereits über die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes von Egon Eiermann, dass das ehemalige Neckermann-Hauptgebäude war, geeinigt. Die Fassade sowie die Erschließungstürme sollen erhalten bleiben, und auch das Kesselhaus, das Pförtnerhaus und die ehemalige Personalkontrolle werden nicht der Abrissbirne zum Opfer fallen.

„Die Bebauung eines teilweise denkmalgeschützten Areals stellt sicherlich eine Herausforderung dar – aber eine, der wir uns gerne stellen“, erklärt Jens Prautzsch, Geschäftsführer von Interxion Deutschland. „Dafür haben wir dem Denkmalschutz und den verantwortlichen Ämtern insgesamt vier Entwürfe präsentiert – zwei davon sind in die nähere Auswahl gekommen. Einer gemeinsamen Entscheidung sehen beide Parteien entgegen.“

Der Kaufprozess für das Grundstück erfolgt voraussichtlich in zwei Phasen und wird Anfang 2021 mit der endgültigen Eigentumsübertragung abgeschlossen sein. Für den Ausbau des ehemaligen Neckermann-Areals plant Interxion eine Gesamtprojektdauer von rund acht Jahren.

„Die Pacht- und Eigentumspositionen an einem der am stärksten vernetzten Campusse zu bündeln, stellt für unsere Kunden und uns einen erheblichen Mehrwert dar. Der Zusammenschluss angrenzender Kapazitäten und deren Ausbau bieten unseren Kunden für ihre digitalen Ziele langfristig Sicherheit in Bezug auf Versorgungs-, Leistungs- und Konnektivitäts-Anforderungen“, erklärt sagt A. William Stein, Vorstandsvorsitzender von Digital Realty, anläßlich der Transaktion.

Der Campus an der Hanauer Landstraße 296-326 umfasst etwa 43.000 m² auf 6,5 Hektar Fläche. Schon heute erstrecken sich die neun Interxion Rechenzentren über mehr als die Hälfte des Geländes. 40 Prozent der Liegenschaft sind derzeit an 21 Kunden mit einer durchschnittlich verbleibenden Mietdauer von etwa vier Jahren verpachtet. Nach Auslaufen der Pachtverträge wird das Gelände voraussichtlich von Interxion zur Errichtung weiterer Rechenzentrumskapazitäten erschlossen. An seinem Frankfurter Campus setzt Interxion nicht nur moderne Kühlverfahren zur anhaltenden Verbesserung der Energieeffizienz ein, sondern bietet seinen Kunden höchste Leistungsdichte mit bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien.

„Mit dem Kauf der Campus-Liegenschaft sowie des großen Grundstücks auf dem ehemaligen Neckermann-Areal schaffen wir die Grundlage für zukünftiges Wachstum. Davon können auch unsere Kunden profitieren. Als einer der weltweit führenden Rechenzentrumsanbieter liefern wir unseren Kunden eine kritische Infrastruktur, die ihnen entlang ihrer digitalen Transformationsstrategie auch kurzfristige Skalierungsmöglichkeiten bietet“, so sagt David Ruberg, Vorstandsvorsitzender von Interxion: A Digital Realty Company.


Freitag, 31.07.2020
DruckenArchivieren
 
Wirtschaft

Fraport streicht Tausende Stellen

Düstere Aussichten

Kaum eine Branche hat die Corona-Pandemie so schwer getroffen, wie die Flugverkehrswirtschaft und die Auswirkungen werden nun an Deutschlands größtem Drehkreuz sichtbar. Fraport meldet hohe Verluste und kündigt einen drastischen Stellenabbau an. 3.000-4.000 der insgesamt rund 22.000 Stellen sollen in Frankfurt abgebaut werden, da die Aussichten für die Branche eher düster bleiben.

Der Konzern hat infolge der Pandemie überall den Rotstift angesetzt, um die Kosten zu reduzieren. Betrieblich nicht zwingend notwendige Sachausgaben wurden gestrichen und geplante Investitionen – mit Ausnahme von Terminal 3 – stark reduziert oder zeitlich geschoben. „Wir haben in der Krise schnell und umfassend reagiert, um die Kosten kurzfristig zu senken. Aber dies wird mittelfristig nicht ausreichen. Wir gehen davon aus, dass das Passagiervolumen in Frankfurt selbst in den Jahren 2022/2023 noch um rund 15 bis 20 Prozent unter dem bisherigen Höchstwert von 2019 liegt. Deshalb müssen wir unser Unternehmen verschlanken und noch effizienter aufstellen“, so Fraport-Chef Dr. Stefan Schulte.

Im ersten Halbjahr mußte Fraport einen Umsatzeinbruch um fast 50 Prozent hinnehmen. Am Flughafen Frankfurt verringerte sich in den Monaten April bis Juni das Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 94,4 Prozent. Im ersten Halbjahr lag der Rückgang bei 63,8 Prozent. Auch an den internationalen Beteiligungsflughäfen ist der Passagierverkehr im zweiten Quartal weitgehend zum Erliegen gekommen.

Der Konzernumsatz brach im ersten Halbjahr um 48,9 Prozent auf 910,6 Millionen Euro ein. Bereinigt um Erlöse, die im Zusammenhang mit Ausbauinvestitionen in den internationalen Konzerngesellschaften stehen (nach IFRIC 12), verringerte sich der Umsatz um 47,6 Prozent auf 720,4 Millionen Euro. Das Konzern-EBITDA ging um 95,6 Prozent auf 22,6 Millionen Euro zurück. Das Konzern-EBIT belief sich auf minus 210,2 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2019: 279,1 Millionen Euro). Ebenfalls deutlich negativ war das Konzern-EBT mit minus 308,9 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2019: 214,8 Millionen Euro). Das Konzern-Ergebnis lag bei minus 231,4 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2019: 164,9 Millionen Euro). Mit Ausnahme der Beteiligung in Lima lieferten auch alle internationalen Beteiligungen einen negativen Ergebnisbeitrag.

Für das laufende Jahr erwartet Fraport für den Flughafen Frankfurt - wie auch für alle Konzern-Flughäfen - Verkehrsrückgänge im hohen zweistelligen Prozentbereich. Der Vorstand hält grundsätzlich an dem gegebenen Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 fest. Er erwartet ein negatives Konzern-EBIT und ein deutlich negatives Konzern-Ergebnis. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden uns weit über das laufende Jahr hinaus begleiten und die Branche nachhaltig verändern. Deshalb richten wir unsere Planungen jetzt auf die neue Normalität aus, die wir voraussichtlich in den Jahren 2022/2023 erreichen werden. Von diesem neuen Aufsatzpunkt aus erwarten wir wieder ein langfristiges, moderates Wachstum. Deshalb halten wir auch an dem Bau von Terminal 3 fest. Wir sind überzeugt, dass die Menschen weiterhin die Welt entdecken möchten und der Luftverkehr ein Wachstumsmarkt bleibt“, so Schulte.

Mittwoch, 05.08.2020

Foto: Fraport AG
DruckenArchivieren
 
Wohnen

Milieuschutz: Stadt Frankfurt erwirbt weiteres Gebäude

Klage zurückgezogen

Die Stadt Frankfurt hat durch die Ausübung ihres Vorkaufsrechts ein Gebäude mit acht Mietwohnungen in der Humboldtstraße erworben. Grundlage dafür ist die Erhaltungssatzung „Nordend-Mitte“, mit der die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung geschützt werden soll. „Die Stadt Frankfurt setzt die Ziele der Milieuschutzsatzungen konsequent um“, sagte Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider. „In diesem Fall haben wir auch eine gerichtliche Auseinandersetzung nicht gescheut.“ Verkäufer und Käufer der Immobilie in der Humboldtstraße hatten gegen den bereits im vergangenen Jahr vom Amt für Bau und Immobilien erteilten Bescheid zur Ausübung des Vorkaufsrechts Klage eingereicht. Diese Klagen wurden jetzt zurückgenommen, weshalb das Gebäude in das Eigentum der Stadt übergegangen ist. „Für die Mieterinnen und Mieter ändert sich nichts“, betonte Schneider. „Sie können zu den gleichen Konditionen wie bisher in dem Haus wohnen.“

Das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete fünfgeschossige Wohnhaus in der Humboldtstraße sollte an eine Immobiliengesellschaft verkauft werden. Diese war nicht bereit, auf der Basis der Erhaltungssatzung eine Abwendungsvereinbarung abzuschließen, in der sie sich unter anderem verpflichtet, die Mietwohnungen nicht in Eigentumswohnungen umzuwandeln oder leer stehen zu lassen. Vielmehr beantragte sie die Ausstellung einer Abgeschlossenheitsbescheinigung, die Voraussetzung für die Aufteilung eines Mietshauses in Teileigentum ist. Gleichzeitig ist in dem betreffenden Quartier ein hoher Aufwertungsdruck festzustellen. Das heißt, es besteht die Gefahr, dass durch bauliche Veränderungen, etwa den Einbau von Aufzügen oder den Anbau von Balkonen, die Mieten deutlich steigen. Um eine Verdrängung der Mieterinnen und Mieter zu verhindern, hat die Stadt ihr gesetzlich garantiertes Vorkaufsrecht ausgeübt.

Stadtrat Schneider weist darauf hin, dass immer mehr Käufer von Mietshäusern in den Gebieten mit gültiger Milieuschutzsatzung bereit sind, eine Abwendungsvereinbarung zu unterzeichnen und damit die städtebaulichen Ziele anzuerkennen. Von den rund 150 Immobilienverkäufen, die seit März 2016 in den Satzungsgebieten geprüft wurden, wurde in etwa der Hälfte der Fälle eine Abwendungsvereinbarung abgeschlossen. Sieben Gebäude hat die Stadt erworben, weil es zu keiner Einigung kam. „Die Ausübung des Vorkaufsrechts ist nur das letzte Mittel“, betonte der Dezernent für Bau und Immobilien. „Uns ist immer an einer einvernehmlichen Lösung gelegen. Die hohe Zahl von Abwendungsvereinbarungen zeigt, dass die Stadt auf dem richtigen Weg ist und die Erhaltungssatzungen ihren Zweck erfüllen.“

Donnerstag, 30.07.2020
DruckenArchivieren
 
Wohnen

Auf dem Darmstädter Messplatz entstehen 560 Wohnungen

Neues Quartier in Planung

Auf dem Darmstädter Messplatz, wo bisher vor allem Großveranstaltungen wie Messen stattgefunden haben, soll in den nächsten Jahren ein 41.800 m² großes Wohnquartier mit rund 560 Wohnungen, eine Kindertagesstätte, [...]

Vollständigen Artikel lesen

Montag, 03.08.2020
DruckenArchivieren
 
 
Herausgeber
PROPERTY MAGAZINE
Michaela Schroer
Claudiusweg 1 · 59519 Möhnesee

Telefon · +49 (0)2924 879 988
Telefax · +49 (0)2924 879 989

info@property-magazine.de
www.property-magazine.de
 





Newsletter empfehlen