Frankfurt - KW 03
 
Fonds & REITS

Project legt neuen institutionellen Immobilienentwicklungsfonds auf

Project Investment setzt die Serie seiner institutionellen Immobilienentwicklungsfonds fort. „Vier Metropolen III“ investiert wie seine beiden Vorgänger in Wohnimmobilienentwicklungen, die operativ von der Project Immobilien Gruppe durchgeführt werden. Veränderungen im künftigen Portfolio des Spezial-AIF ergeben sich durch eine Ausweitung der Investitionsstandorte. Außerdem sollen institutionelle Investoren erstmals auch die Möglichkeit erhalten mittelbar über Namensschuldverschreibungen in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro in die Projektgesellschaften des „Vier Metropolen III“ zu investieren.

Im Vorgängerfonds „Vier Metropolen II“ hatte Project Kapitalzusagen in Höhe von 151 Millionen Euro von neun institutionellen Investoren erhalten. In dieser Größenordnung soll auch das Zielvolumen der dritten Fondsgeneration liegen. Die Mindestzeichnungssumme beträgt fünf Millionen Euro, ein Sitz im Anlageausschuss ist ab 15 Millionen Euro Eigenkapitalzusage vorgesehen. Das Fonds-Nettovermögen soll sich auf mindestens sechs Immobilienentwicklungen in mindestens drei verschiedenen Metropolregionen verteilen. Die Fondslaufzeit beträgt sieben Jahre, die Zielrendite wird mit 7,5 Prozent IRR prognostiziert. „Vier Metropolen III“ ist ein nach Kapitalanlagegesetzbuch regulierter Spezial-AIF und unterliegt der staatlichen Aufsicht gemäß Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Die Caceis Bank fungiert als Depotbank. Zusätzlich sollen über die Project Luxembourg Investment S.A. Namensschuldverschreibungen in einer Stückelung von 250.000 Euro begeben werden. Der jährliche Mindestzinsbetrag beträgt 2,5 Prozent, zusammen mit den liquiditätsabhängigen Zinsbeträgen wird eine Gesamtverzinsung von 7% angestrebt.

Das rein eigenkapitalbasierte Beteiligungsangebot richtet sich – analog zu den beiden Vorgängerfonds – ausschließlich an institutionelle Investoren wie insbesondere Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerke und Banken in der Eigenanlage. Investiert wird in Wohnimmobilienentwicklungen in den Metropolregionen Berlin, Hamburg, Düsseldorf/Köln, Frankfurt am Main, Nürnberg, München und Wien.

Dienstag, 15.01.2019
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Fonds & REITS

Amundi macht Millionen-Deal mit Warburg-HIH

Der französische Asset Manager Amundi Real Estate hat sein Deutschland-Portfolio um fünf Bürogebäude erweitert. Der Kaufvertrag für das Top 5-Portfolio aus dem gleichnamigen offenen Immobilienfonds von Warburg-HIH [...]

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Donnerstag, 10.01.2019
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Fonds & REITS

Warburg-HIH Invest verkauft drei Immobilien in Frankfurt, München und Köln

Alexander Eggert
Warburg-HIH Invest hat gleich drei Mal zugeschlagen und drei Multi-Tenant-Objekte in München, Frankfurt und Köln aus dem Portfolio des offenen Immobilien-Spezialfonds Deutschland Selektiv Immobilien Invest verkauft. Die drei Immobilien waren 2017 im Zuge eines Portfoliodeals erworben worden. Über den jeweiligen Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

„Die Umschichtung des Portfolios ist Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Fonds und führt zur Optimierung der Ertragssituation. Das frei werdende Kapital wird in Objekte in Potsdam und Darmstadt reinvestiert“, sagt Alexander Eggert, Geschäftsführer Fonds- und Produktmanagement der Warburg-HIH Invest.

Hauptmieter des Hauses in der Münchner Sonnenstraße 17 ist das Sanitätshaus Schlieben. Bei einer Gesamtmietfläche von 4.090 m² liegt die durchschnittliche Laufzeit der insgesamt neun Mietverträge bei 7,3 Jahren. Käufer des im Jahr 1999 sanierten Hauses ist die Investorengruppe Braun Leberfinger Ludwig.

Überwiegend für Praxiszwecke wird das 1.742 m² Mietfläche umfassende Objekt in der Hahnenstraße 13-15 in Köln genutzt. Das Erdgeschoss mit 520 m² dient als Einzelhandelsfläche. Die durchschnittliche Mietvertragslaufzeit des 1984 sanierten Gebäudes liegt bei 6,5 Jahren. Käufer ist die Tel Sun Deutschland GmbH.

Das 1990 sanierte Bürohaus in der Frankfurter Gutleutstraße 32 hat eine Gesamtmietfläche von 2.600 m². Die Multi-Tenant-Immobilie wird von einem Bildungsinstitut erworben.

Mittwoch, 16.01.2019

Foto: Warburg-HIH Invest
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Logistik

Zweitbester Umsatz aller Zeiten bei Logistikinvestments

Die Rallye mit Logistik-Investments hat sich fortgesetzt. Mit einem Transaktionsvolumen von 7,2 Mrd. Euro wurde der Vorjahresrekord zwar erwartungsgemäß verfehlt (-21,5 %), trotzdem aber das zweitbeste Resultat aller Zeiten erzielt. Dies ergibt der Logistikmarkt-Report 2019, den BNP Paribas Real Estate Anfang Februar veröffentlichen wird.

„Der Rückgang resultiert aus einem geringeren Portfolioumsatz, da 2017 mehrere große paneuropäische Logistikplattformen veräußert wurden. Bei Einzelverkäufen wurde dagegen mit gut 3,19 Mrd. Euro eine neue Bestmarke aufgestellt “, so Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Neben klassischen Logistikobjekten und -paketen wurden zunehmend auch Light-Industrial-Verkäufe registriert, die bei Investoren verstärkt ins Blickfeld rücken. Ausschlaggebend hierfür sind einerseits die vergleichsweise attraktiven Renditen sowie ein breiterer und damit weniger anfälliger Nutzungsmix. Die markantesten Beispiele sind das Laetitia- [wir berichteten] sowie das Optimus Prime-Portfolio [wir berichteten]. Zwar tragen Abschlüsse im dreistelligen Millionenbereich mit 49 % erneut am meisten zum Umsatz bei, verlieren aber gut 13 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreswert. Hiervon haben alle übrigen Größenklassen profitiert. Absolut betrachtet wurde in Deals bis 100 Mio. Euro sogar mehr investiert als 2017. Dies gilt vor allem für Objekte bis 10 Mio. Euro (+32 %) und von 10 bis 25 Mio. Euro (+16 %). Das Ergebnis kann als Indiz dafür herangezogen werden, dass sich Logistik-Investments mittlerweile für eine breite Palette an Käufern mit unterschiedlichen Profilen zu einer begehrten Assetklasse entwickelt haben.

Die Verteilung auf die Käufergruppen unterstreicht das Interesse unterschiedlicher Anleger. Knapp ein Drittel des Umsatzes entfällt auf Spezialfonds, die sich damit klar an die Spitze gesetzt und Immobilien AGs/REITs mit 20 % auf Platz zwei verwiesen haben. Auf zweistellige Umsatzanteile kommen auch Equity/Real Estate Funds mit knapp 12 % sowie Investment Manager mit fast 11 %. Bemerkenswert ist auch, dass sich klassische Core-Investoren wie Pensionskassen (gut 8 %) und Versicherungen (über 5 %) ebenfalls in der Spitzengruppe finden. Mit knapp 52 % steuern ausländische Anleger mehr zum Resultat bei als deutsche, auch wenn sich ihr Anteil wegen des geringeren Portfolio-Volumens reduziert hat. Aufgrund ihrer Erfahrungen auf anderen internationalen Märkten zeigen ausländische Investoren überproportional großes Interesse an der Assetklasse Logistik. Wie bereits 2017 waren asiatische Käufer am aktivsten und für mehr als 20 % des Umsatzes verantwortlich. Auf den Plätzen zwei und drei folgen nordamerikanische (15 %) und europäische Anleger (knapp 13 %).

Auch die großen Ballungsräume haben von der starken Nachfrage profitiert und mit knapp 1,95 Mrd. Euro ihr Vorjahresergebnis nur unwesentlich (-5 %) verfehlt. Einige Standorte, z. B. Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart, konnten den Umsatz sogar noch einmal steigern. Mit Abstand am meisten investiert wurde in Berlin (444 Mio. Euro). Aber auch München (342 Mio. Euro), Hamburg (296 Mio. Euro), Düsseldorf (290 Mio. Euro), Stuttgart (238 Mio. Euro) und Frankfurt (216 Mio. Euro) weisen vor allem im langfristigen Vergleich sehr gute Resultate auf. Spürbar schwächer fielen dagegen die Umsätze in Köln (97 Mio. Euro) und Leipzig (26 Mio. Euro) aus. Verantwortlich hierfür war in erster Linie allerdings ein nicht ausreichendes Angebot.

Renditen weiter spürbar gesunken
Die gestiegene Nachfrage nach Logistik-Investments in Verbindung mit einem begrenzten Angebot an hochwertigen Core-Produkten hat den Wettbewerb der Investoren weiter steigen und damit auch die Netto-Spitzenrenditen nochmal sinken lassen. In den wichtigsten Ballungsräumen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) haben sie im vergangenen Jahr um weitere 45 Basispunkte auf jetzt 4,05 % nachgegeben. Auch in Leipzig, wo in der Regel ein etwas niedrigeres Preisniveau zu verzeichnen ist, hat sich die Netto-Spitzenrendite vergleichbar entwickelt und liegt mittlerweile bei 4,50 %.

Perspektiven
„Logistik-Investments haben das deutlich höhere Niveau, auf dem sie sich seit einigen Jahren bewegen, erneut bestätigt. Daran dürfte sich auch mittelfristig nichts ändern. Wesentliche Trends, die zu einer hohen Flächennachfrage beitragen und damit die Grundlage für erfolgreiche und nachhaltige Investments bilden, laufen weiter. Hierzu gehört vor allem die kontinuierlich steigende Bedeutung des E-Commerce, die zusätzliche Flächennachfrage auslöst. Aber auch andauernde Rationalisierungs- und Outsourcing-Prozesse in der Industrie kommen den Logistikmärkten zugute. Da die deutsche Wirtschaft 2019 gleichzeitig solide wachsen wird, trotz leicht reduzierten BIP-Prognosen und rückläufigen Stimmungsindikatoren, wird das Interesse der Investoren unverändert anhalten. Vor diesem Hintergrund ist auch 2019 ein überdurchschnittlicher Investmentumsatz zu erwarten. Wie hoch er letztendlich ausfallen wird, hängt vor allem vom Umfang größerer Portfoliotransaktionen ab“, prognostiziert Christopher Raabe.

Donnerstag, 10.01.2019
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Logistik

Lufthansa Cargo mietet 18.400 m² auf dem ehemaligen Südzucker Areal in Groß-Gerau

Die Four Parx GmbH hat zum Ende des ersten Quartals 2019 für eine Tochtergesellschaft der Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo AG über 20.000 m² im vierten Bauabschnitt des Gewerbe- und Logistikpark GG RheinMains vermietet. Die Jettainer GmbH wird 20.700 m² Hallenfläche mit 450 m² Bürofläche zur Lagerung und Instandhaltung von Lademitteln für den Flugverkehr nutzen. Das Unternehmen hat hierfür einen langfristigen Mietvertrag mit Verlängerungsoptionen mit dem Eigentümer AEW (AEW Logistis Fund) geschlossen. Mittlerweile sind über 80 Prozent der Gesamtfläche im Gewerbe- und Logistikpark GG RheinMain unter anderem an die Lufthansa Cargo AG, das E-Commerce Portal Gorilla Sports GmbH und einen Automotive-Logistikdienstleister vermietet. Four Parx rechnet mit der Vollvermietung des Gewerbe- und Logistikparks noch vor Baufertigstellung Anfang 2019.

„Dieser erfolgreiche Mietvertragsabschluss zeigt deutlich, dass Unternehmen bei zunehmender Vollvermietung von favorisierten Teilmärkten wie beispielsweise dem Frankfurter Flughafen ihre langfristigen Logistikbedürfnisse auch im direkten Umfeld abbilden“, kommentiert Peter Bauer, Managing Partner bei Knight Frank Frankfurt aus dem Bereich Industrial, der die Anmietung begleitet hat.



Donnerstag, 10.01.2019
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Personalien

Neue Niederlassungsleitungen bei Bulwiengesa Frankfurt und Berlin

Zum Jahresauftakt gibt es im Haus von Bulwiengesa Veränderungen: Silvia Beck leitet seit Januar die Frankfurter Niederlassung des Beratungsunternehmens. Sie folgt damit auf Sven Carstensen, der Niederlassungsleiter in [...]

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Freitag, 11.01.2019
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Running Deal

Medienvermarkter Ad Alliance zieht in den Hafenbogen

Hafenbogen
Der Medienvermarkter Ad Alliance wird neuer Mieter im direkt am Main gelegenen Bürogebäude Hafenbogen im Frankfurter Westhafen. Das Unternehmen bezieht für mindestens sieben Jahre ab August 2019 auf der vierten Etage circa 1.000 m². Damit hat sich nach Dentsu Aegis Network ein weiteres prominentes Unternehmen aus der Kommunikationsbranche für den Hafenbogen entschieden [wir berichteten].

Angemietet werden die Büroflächen für knapp 40 Mitarbeiter der Ad Alliance, die das Medienportfolio von IP Deutschland und smartclip (beide Mediengruppe RTL) sowie e|MS (Gruner + Jahr) vermarktet. Mit dem Umzug der Kollegen innerhalb Frankfurts in ein gemeinsames Büro soll die Zusammenarbeit erleichtert werden.

„Der Westhafen ist für Ad Alliance ein hochattraktiver Standort: zentrale Lage, gute Verkehrsanbindung und nicht zuletzt ein ‚maritimes Flair‘. Der Hafenbogen bietet zudem moderne Büroflächen und liegt in direkter Nachbarschaft zu wichtigen Kunden und Geschäftspartnern“, sagt Thomas Weins, Leiter des Facility Managements der Mediengruppe RTL Deutschland.

Das Objekt an der Speicherstraße 53 verfügt über rund 14.000 m² Mietfläche, die sich auf neun oberirdische Etagen erstrecken. Das internationale Agenturnetzwerk Dentsu Aegis Network wird auf rund 7.000 m² seine neue Deutschlandzentrale beziehen. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist Entwickler des Projektes, gemanagt wird es von der Tochter OFB Projektentwicklung.

Donnerstag, 10.01.2019

Foto: OFB
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Wirtschaft

Exorbitantes Immobilienjahr in Frankfurt

Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite und trotz zahlreicher politischer Unwägbarkeiten weltweit, sowie einem nach wie vor völlig undefinierten Brexit blickt die deutsche Finanzmetropole am Main auf ein exorbitantes Immobilienjahr 2018 zurück. Das gilt im Besonderen für den Investmentmarkt mit einem Allzeithoch im Transaktionsvolumen, aber auch für den Vermietungsmarkt mit dem drittbesten Ergebnis in seiner Umsatzstatistik. Quasi unbeeindruckt von allen Widrigkeiten ragen am Main nicht nur die Hochhäuser in den Himmel. Die Mietpreise steigen weiter, die Kaufpreise auch, beides genährt durch ein nicht ausreichendes Angebot an adäquaten Flächen.

Ungebremste Nachfrage nach attraktiven Objekten
Wegen zahlreicher Überhangmandate aus dem Jahr 2017 war der Frankfurter Investmentmarkt mit einem Schnellstart ins Jahr 2018 katapultiert worden, gefolgt von einer anhaltend ungebremsten Nachfrage nach attraktiven Objekten. „Nach sechs Monaten hatten wir für das Gesamtjahr ein Ergebnis von 8 Mrd. Euro für möglich gehalten, über dem bisherigen Rekordvolumen aus dem Jahr 2016. Was allerdings niemand für möglich gehalten hatte: die Hausse ging eben auch im zweiten Halbjahr weiter“, so Christian Lanfer, Senior Team Leader Office Investment JLL Frankfurt. Sowohl das dritte als auch das vierte Quartal knackten jeweils die 3 Mrd. Euro-Marke, was bis dato überhaupt nur ein einziges Mal in einer Stadt gelungen war (Berlin 2017).

Schlussendlich konnte ein Transaktionsvolumen* von 10,3 Mrd. Euro notiert werden, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 44 Prozent, gegenüber dem 5- und 10-Jahresschnitt ein Plus von 72 bzw. 153 Prozent, alles Größenordnungen, die im zurückliegenden Jahr von keiner anderen Stadt in Deutschland erzielt wurden. Inklusive „Living“* summierte sich das Transaktionsvolumen auf 11,6 Mrd. Euro, die prozentualen Vergleichswerte liegen leicht über den vorgenannten (49, 75 und 159 %).

„Sobald eine Transaktion abgeschlossen war, sprang gleich der nächste Eigentümer ein und stellte sein Gebäude ins Schaufenster der Welt. Dies einem Automatismus gleich, der sich nährte aus einer immensen Geldmenge, für die Investoren nach Einsatz in Immobilien suchten, nicht zuletzt auch aus Mangel an Alternativen“, kommentiert Christian Lanfer. Die traditionell bei weitem stärkste Anlegergruppe waren auch 2018 die Asset/Fondsmanager, die mit einem Anteil von 42% ihre Kaufaktivitäten im Fünfjahresschnitt (33%) deutlich übertroffen haben.

Mit dem Allzeithoch hat sich die hessische Immobilienhochburg wieder an die Top-Position gesetzt, die sie 2017 an Berlin hatte abgeben müssen. Allerdings ist es nach 2016 auch erst das zweite Mal in den letzten zehn Jahren, dass Frankfurt den Spitzenplatz einnimmt. Und noch ein Vergleich: Das Transaktionsvolumen in Frankfurt war 2018 so hoch wie in Düsseldorf, Köln und Stuttgart zusammen. „Der Grund für die Attraktivität der Mainmetropole liegt in dem großen Angebot von handelbaren Immobilien, insbesondere von Objekten, die sowohl von in- und ausländischen Anlegern gesucht werden. Und das sind großvolumige Büroimmobilien“, so Lanfer.

Unter den Top 10 Transaktionen sind neun Büroimmobilien
Von den Top 10 Transaktionen sind neun Büroimmobilien mit einem Transaktionsvolumen von insgesamt 4,1 Mrd. Euro, entsprechend 35 Prozent des Gesamtresultats. Erst auf Platz 10 kommt ein gemischt genutztes Objekt, das WestendGate. Darunter sind der Verkauf des Omniturms im dritten Quartal durch Tishman Speyer an Commerz Real für rund 700 Mio. Euro [wir berichteten], der Verkauf des Trianon im Dezember von US-Investor North Star an das südkoreanische Finanzkonsortium IGIS/Hana Financial Investment für 670 Mio. Euro [wir berichteten] oder die Veräußerung des Eurotower in den letzten Dezembertagen durch Patrizia an Fubon Life, einer der größten taiwanesischen Versicherungsgesellschaften für ca. 530 Mio. Euro [wir berichteten].

Noch nie so viele Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich
Insgesamt bilanzieren 29 Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich. Das gab es noch nie. Gegenüber dem Vorjahr und 2015 mit der bisherigen höchsten Anzahl sind es immerhin 13 mehr mit einem Gesamtvolumen (inklusive Living) von 7,63 Mrd. Euro. Die Statistik weist Frankfurt deutschlandweit die vier größten Einzeltransaktionen zu und positioniert Frankfurt siebenmal unter den zehn größten Einzeltransaktionen.

Ausländische Investoren haben per Saldo ihren Immobilienbestand leicht aufgebaut, bleiben aber als Käufer (44 %) unter ihrem Fünfjahresschnitt (49 %). Bei den Top 10 sind sie als Käufer fünfmal vertreten.

Bevorzugte Assetklasse ist auch 2018 die Büroimmobilie mit einem Anteil von 73 Prozent, dem höchsten Wert unter den Big 7. 8,47 Mrd. Euro liegen 92 Prozent über dem Fünfjahresschnitt (4,42 Mrd. Euro). Auf Platz 2 positioniert sich Living*. In dieses Segment flossen knapp 1,4 Mrd. Euro. Alle anderen Bereiche, unter anderem Einzelhandel, Hotel und Logistik bewegen sich lediglich zwischen einem und fünf Prozent und damit in der Spanne auch ihres Fünfjahresschnitts.

Renditen im Sinkflug
„Erwartungsgemäß haben wir die niedrigsten Renditen in der Bankenlage gesehen“, so Lanfer. Lanfer weiter: „In Gesprächen auf der Expo Real in München hatten einige Investoren verkündet, die hohen Preise nicht mehr mitgehen zu wollen und sich stattdessen B-Städten zuzuwenden. Die Ankündigung war jedoch einmal mehr eine Sache, deren Umsetzung eine ganz andere. Der große Run auf die Secondary Cities blieb nämlich aus. Viele Investoren hatte der Mut auf dem Weg dorthin verlassen. Profiteure waren die B-Lagen im Frankfurter Stadtgebiet, ein Kompromiss, der wiederum steigende Preise und weiter sinkende Renditen in Niederrad, City West und in Frankfurts Osten nach sich zieht.“

Die Spitzenrendite bei Büroimmobilien liegt in Frankfurt mittlerweile bei 3,15 Prozent, dürfte damit allerdings langsam den Boden erreicht haben. Der Abstand zur Spitzenrendite für Objekte in Spitzenlagen, aber in B-Qualität beträgt 75 Basispunkte, für Top-Objekte in B-Lagen 30 Basispunkte. Deutlich weiter zurück gehen dürfte die Logistik-Spitzenrendite, von derzeit 4,10 Prozent auf 3,75 Prozent. Stabil bleibt es bei Geschäftshäusern in den Spitzenlagen: die 2,90 Prozent gelten seit Herbst 2017. Im Living-Segment gilt für Mehrfamilienhäuser (Neubau mit sehr guter Objekt- und Ausstattungsqualität in bester Lage) eine Spitzenrendite von 2,75 Prozent.

Die Stunde der Projektentwickler?
Eigentlich sei nun die Stunde der Projektentwickler gekommen – der immensen Nachfrage und der aktuell sinkenden Leerstände wegen, meint Lanfer. Es gehe darum, neues Angebot für eine wachsende Nachfrage bereitzustellen. „Hier scheiden sich die Geister, in welche Himmelsrichtung die Ventile der Stadt Frankfurt den Druck der Nachfrage lenken werden.“ Heiße Kandidaten seien Eschborn und der Kaiserlei. Lanfer ergänzt: „Unabhängig vom Standort sehen sich die Entwickler aber mit massiven Baukostensteigerungen konfrontiert, die notwendig steigende Mieten in den Teilmärkten zur Folge haben und alle bisher gepflegten Statistiken durcheinanderwirbeln", so Lanfer.

Aber auch Investoren sehen sich an vertrauten Standorten plötzlich mit deutlich höheren Mieten konfrontiert und damit verbunden auch mit höheren Kaufpreisen. Damit verbunden ist eine Entscheidung von essentieller Tragweite: „Gehen die Investoren die gestiegenen Preise nicht mit, werden die Entwickler von den wachsenden Baukosten aufgefressen. Gehen die Entwickler das Risiko nicht ein, steigt die Nachfrage weiter, ohne auf zusätzliches Angebot zu treffen – mit weiter steigenden Mieten in der Konsequenz und Wertsteigerungen bei den Bestandsgebäuden“, so Lanfer. „Auf jeden Fall werden sich die Investoren an höhere Preise gewöhnen müssen. Und wie und wann die Projektentwickler welche Entscheidung treffen, wird das Jahr 2019 zeigen.“

„Die Nachfrage nach Immobilien am Main wird auch ohne weiteres Zutun deutscher Investoren steigen“, gibt sich Lanfer überzeugt: „Denn Frankreich mit den „Gelben Westen“ und England mit dem Brexit sorgen für eine größtmögliche Verunsicherung unter den Anlegern. Und Unsicherheit scheuen Investoren wie der Teufel das Weihwasser. Deutschland, und allen deutschen Städten voran: Frankfurt, wird also geradezu unfreiwillig den Status als sichere Investment-Insel ausbauen und rückt damit immer stärker in den Fokus auch des internationalen Investoren-Interesses. Für 2019 erwarten wir insofern einen weiter starken Investmentmarkt auf hohem Niveau. Der Fünfjahresschnitt von 6,6 Mrd. Euro könnte überschritten werden. Auch ein Transaktionsvolumen bis zu 8 Mrd. Euro ist nicht gänzlich ausgeschlossen“.



Freitag, 11.01.2019
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Wirtschaft

Politische Themen lenken von Städten mit starker Entwicklung ab

Der Immobilien-Investmentmanager Nuveen Real Estate prognostiziert in seinem jüngsten Research-Bericht, dass sowohl etablierte Sektoren wie Outlet-Center als auch alternative Anlagen wie studentisches Wohnen für das [...]

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Freitag, 11.01.2019
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Wohnen

Interhomes baut 21 Häuser in Eckenheim

Nur wenige Kilometer nördlich des Frankfurter Stadtzentrums liegt das Grundstück, für das die Interhomes AG nun den Zuschlag erhalten hat. Hier werden 21 Häuser entstehen. Der Startschuss für das Bauvorhaben erfolgt [...]

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Freitag, 11.01.2019
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