Frankfurt - KW 38
 
Büro

Nielsen bleibt im Frankfurter Industriehof auf 5.000 m²

Langfristige Prolongation

The Nielsen Company (Germany) GmbH hat ihren Mietvertrag mit ca. 5.000 m² Bürofläche im Gewerbe- und Wohnquartier Industriehof in Frankfurt, Insterburger Straße 16, langfristig verlängert. Das globale, im Bereich [...]

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Mittwoch, 18.09.2019
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Fonds & REITs

DeWAG-Gruppe erwirbt 257 Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet

Insgesamt neun Wohnanalgen

Die DeWAG-Gruppe übernimmt neun Wohnanlagen in Frankfurt, Wiesbaden und fünf weiteren Städten im Rhein-Main-Gebiet in das von ihr gemanagte Portfolio. Insgesamt handelt es sich um 257 Wohneinheiten mit rund 16.440 m² Wohnfläche sowie zwölf Gewerbeeinheiten mit rund 1.555 m² Fläche. Die Immobilien wurden für einen niederländischen Pensionsfonds erworben, vertreten durch Syntrus Achmea Real Estate & Finance mit Sitz in den Niederlanden. Verkäuferin ist eine in Norddeutschland ansässige Pensionskasse. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Wohnanlagen aus den 60er, 70er und 80er Jahren befinden sich in guten Wohnlagen von Frankfurt, Wiesbaden, Bad Homburg, Oberursel, Taunusstein, Maintal-Dörnigheim, Dreieich und Liederbach. Die DeWAG-Gruppe beabsichtigt, die Immobilien energetisch zu modernisieren und weiterzuentwickeln. Hierfür sind Investitionen im einstelligen Millionenbereich geplant. Das Portfolio soll langfristig im Bestand bleiben.

„Diese Akquisition ergänzt unser bestehendes Portfolio im Rhein-Main-Gebiet optimal. Die Metropolregion ist eine der demographisch und wirtschaftlich stärksten in Deutschland. Wir arbeiten nun daran, die Immobilien fit für die Zukunft zu machen“, erklärt Michael Herzog, Geschäftsführer der DeWAG Wohnen GmbH & Co. KG.

Der Transaktionsprozess wurde auf der Verkäuferseite exklusiv von Cushman & Wakefield begleitet. „Der Verkauf des Portfolios mit Wohnobjekten im Speckgürtel von Frankfurt und Wiesbaden hat gezeigt, dass Lagen innerhalb wirtschaftsstarker Metropolregionen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Preisentwicklung in diesen Regionen ist überdurchschnittlich hoch“, erläutert Andreas Polter, Head of Residential Portfolio Investment bei dem Immobilienberatungsunternehmen.

Montag, 16.09.2019

Foto: Cushman & Wakefield
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Hotel

Marriott setzt auf Doppelmarken-Strategie am Flughafen Frankfurt

Zwei Premium-Marken unter einem Dach

Vor über 44 Jahren als erstes Flughafenhotel Europas eröffnet, beginnt Ende des Jahres eine neue Ära für das Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center. Marriott International, Betreiber des Hotels, und Le-Be Hotel Gesellschaft am Flughafen Frankfurt/Main mbH, Eigentümer des Gebäudekomplexes, haben eine Vereinbarung unterzeichnet, das renommierte Hotel an Deutschlands größtem Flughafen ab Dezember 2019 unter zwei Marken zu führen: Marriott Hotels und Sheraton. Mit der Doppelmarken-Strategie bringt Marriott International weltweit erstmalig zwei seiner Premium- und Full-Service-Marken unter ein Dach: Die leistungsstarke Kombination der beiden beliebten Marken bietet den Gästen mehr Möglichkeiten und Flexibilität und bewahrt gleichzeitig das einzigartige Erlebnis, das jede Marke bietet.

Der Gebäudekomplex des bisherigen Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center besteht aus drei separaten Gebäudeteilen, die künftig aufgeteilt werden: Das Frankfurt Airport Marriott Hotel wird über 233 Gästezimmer, das Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center über 779 Gästezimmer verschiedener Kategorien und Größen verfügen. Ein Gebäudeteil wird komplett zum Frankfurt Airport Marriott Hotel umgestaltet. Die beiden anderen Gebäudeteile beherbergen das Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center, das bereits in diesem Jahr 246 seiner Zimmer und Suiten komplett renoviert hat sowie die von den Gästen beider Hotels gemeinsam genutzten öffentlichen Bereiche wie Restaurants, Bars und Fitnessbereich. Gäste des Frankfurt Airport Marriott Hotel werden darüber hinaus auch die Tagungsräumlichkeiten des Conference Centers des Sheraton Frankfurt Airport Hotel nutzen können. Jedes Hotel erhält seinen eigenen Eingangs- und Lobby-Bereich, um das individuelle Marken-Check-in-Erlebnis zu gewähren.

Mit der Transformation in zwei Hotels gehen erste Modernisierungsmaßnahmen einher: Seit Mai 2019 ist das Gebäude, in dem das Frankfurt Airport Marriott Hotel sein Zuhause finden wird, für Renovierungsarbeiten geschlossen. Neu gestaltet werden neben den Zimmern und Suiten auch die Lobby und der M Club, ein exklusiver Rückzugsort zum Entspannen, Arbeiten und Networken mit 24/7-Zugang. Auch das Congress Center, das von den Gästen beider Hotels genutzt werden kann, wurde aktuell einer umfangreichen Renovierung unterzogen und bietet neben einem modernen, klaren Erscheinungsbild ein hochmodernes Lichtkonzept. Stets das perfekte Gästeerlebnis und -angebot im Blick werden noch zahlreiche weitere Modernisierungen und Angebotserweiterungen in nächster Zeit durchgeführt, darunter die Eröffnung eines neuen Sheraton Clubs Ende des Jahres sowie weitere Modernisierungsmaßnahmen in den Restaurants und Bars – samt neuem gastronomischen Konzept – und der Sheraton Lobby in 2020.

„Marriott Hotels und Sheraton sind zwei der bekanntesten und international am weitesten verbreiteten Marken von Marriott International und ich freue mich sehr, dass wir die Synergien und Ausstrahlungskraft beider Marken nutzen können, um unseren Gästen eine vielfältige Auswahl und ein noch besseres Hotelerlebnis bieten können“, sagt Ralf Stresing, General Manager des Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center, der künftig beide Hotels leiten wird. „Nach über 44 äußerst erfolgreichen Jahren auf dem Markt haben wir mit dieser Doppelmarken-Strategie nun die Möglichkeit, das Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center, das sich in den letzten Jahren stets unter den Top 10 der umsatzstärksten Hotels in Deutschland etabliert hat, neu zu positionieren.“

In Marriott Internationals Deutschland-Portfolio befinden sich damit elf Marriott Hotels und neun Sheraton Hotels; insgesamt zehn Hotels unter sechs verschiedenen Marken werden an den Flughäfen in Frankfurt, München, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart betrieben. Am größten Luftverkehrsdrehkreuz Deutschlands befinden sich neben dem künftigen Frankfurt Airport Marriott Hotel und dem Sheraton Frankfurt Airport Hotel noch das Element Frankfurt Airport sowie das Moxy Frankfurt Airport.


Montag, 16.09.2019
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Logistik

Mietpreise für Logistikimmobilien weiter im Steigflug

Trend der letzten Jahre setzt sich fort

Durch das weitere Wachstum des Onlinehandels wird auch zukünftig die Nachfrage nach Logistikimmobilien auf hohem Niveau stabil bleiben. Deswegen werden tendenziell kleinere Logistikimmobilien in zentraleren Lagen an Bedeutung gewinnen. Dies wird sich jedoch vor allem in den Ballungsräumen bemerkbar machen und macht die „klassischen“ Warenverteilzentren keineswegs überflüssig. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der neuen DIWG Valuation-Untersuchung „Trendreport Logistik 2019“.

Mieten für Logistikimmobilien steigen weiter
Die Mieten in den von der DIWG Valuation erfassten Objekten sind im letzten Jahr erneut angestiegen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre weiter fort. „Allerdings fiel der Mietpreisanstieg 2018 deutlich stärker aus als in den Vorjahren, was eine Folge der immer weiter zunehmenden Flächenknappheit ist. Das Fehlen entsprechender Grundstücke für Logistiknutzung und das damit einhergehende geringe Projektentwicklungsvolumen, das in vielen Regionen den tatsächlichen Bedarf nicht deckt, werden zunehmend zum Problem“, erklärt Andreas Borutta, Geschäftsführer der DIWG Valuation GmbH.

Die bundesweit ermittelte Durchschnittsmiete für Neuverträge aus dem Jahr 2018 liegt im Durchschnitt bei 6,76 Euro/m², was in etwa einer Verdoppelung seit 2013 entspricht. Insgesamt sind die Mieten seit 2013 kontinuierlich angestiegen und übertrafen 2018 erstmals wieder die relativ hohen Nominalmieten des Jahres 2003. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die hohen Mieten in 2003 durch Großabschlüsse zu überdurchschnittlichen Konditionen beeinflusst wurden.

„Insgesamt gehen wir davon aus, dass in den meisten Regionen die Mieten für Logistikflächen mittelfristig weiter ansteigen werden. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Flächenknappheit für Projektentwicklungen sowie der immer weiteren Zunahme des Onlinehandels, der auch den Bedarf nach Logistikimmobilien weiter anheizt“, führt Borutta aus.

Regional große Mietpreisunterschiede prägen Markt
Die durchschnittlichen Mietpreise für Logistikimmobilien weisen regional betrachtet deutliche Unterschiede auf. Die Region München erreicht mit durchschnittlich 5,70 Euro/m² deutschlandweit die höchsten Mietpreise. Auch insgesamt betrachtet liegen die Mieten an den Top-7 Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) mit durchschnittlich 4,40 Euro/m² spürbar über den Mieten in den Logistikclustern außerhalb der Top-7 mit durchschnittlich 3,57 Euro/m². Hier liegt der Standort Nürnberg mit einer Durchschnittsmiete von 4,38 Euro/m² an der Spitze, wobei auch die Regionen Hannover / Braunschweig und Rhein-Neckar deutlich herausstechen. Schlusslicht der untersuchten Regionen ist Mönchengladbach mit einer Durchschnittsmiete von 2,69 Euro/m². Hier macht sich offenbar der starke Wettbewerb durch die angrenzenden Logistikcluster Düsseldorf, Köln und das Ruhrgebiet bemerkbar. Auch die Region Osnabrück / Münster liegt mit einer Durchschnittsmiete von 3,11 Euro/m² unter dem Durchschnittswert

Nachfrage nach Logistikinvestments auf Rekordniveau
Die in den letzten Jahren ohnehin starke Nachfrage nach Logistikinvestments ist seit 2011 sprunghaft angestiegen und erreichte im Jahr 2017 einen neuen Rekord. Im Jahr 2018 gab das Investitionsvolumen für Logistikimmobilien zwar leicht nach, lag aber dennoch deutlich über dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre. Bei einem bundesweiten Investitionsvolumen von rund 79,0 Milliarden Euro wurden rund 7,9 Milliarden Euro in Logistik- und Produktionsimmobilien investiert. Dies entspricht einem Anteil von 10 Prozent. Bedingt durch den starken Nachfrageanstieg sind die Renditen seit 2009 auf Talfahrt. Während die Spitzenrendite an den Top-5 Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München) im Jahr 2009 noch bei knapp 7,5 Prozent lag, wurden zum Jahresende 2018 nur noch rund 4,05 Prozent erreicht. Im Laufe des ersten Halbjahres 2019 gab die Rendite weiter nach und erreichte zuletzt nur noch 3,9 Prozent.

„Während sich deutsche Investoren mit Renditen unter 6,0 Prozent für Logistikobjekte schwertun, sind Produkte auch mit noch geringeren Renditen bei ausländischen Investoren Selbstläufer. So wurde Anfang 2019 ein Logistikzentrum im Großraum Hamburg mit einer gewichteten Restlaufzeit von nur 1,7 Jahren zum 21,6-fachen der Jahresmiete verkauft – dies entspricht einer Rendite von 4,6 Prozent“, führt Borutta weiter aus.

Ausblick
Durch den kontinuierlich wachsenden Umsatz im Online-Handel steigt der Bedarf an Logistikflächen (insbesondere Distributionsflächen) stetig, während der stationäre Handel, insbesondere in den Bereichen Elektronik und Mode bereits stark unter der Online-Konkurrenz leidet. „Besonders an Bedeutung gewinnen durch den Online-Handel City-Hubs am Rand von Großstädten, von wo aus die Verteilung der Waren an den Endkunden erfolgt. Die Nähe zum Verbraucher ermöglicht kurze Lieferzeiten, wie dies insbesondere im Lebensmittelbereich erforderlich ist. Zudem können diese Verteilzentren deutlich kleiner ausfallen als normale Distributionshallen. Da sowohl Mieten als auch Kaufpreise, nicht zuletzt aufgrund der höheren Bodenwerte, am Rand von Großstädten deutlich teurer sind als auf dem Land, ist in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstieg der Kaufpreise und einem Rückgang der Renditen zu rechnen“, so Borutta abschließend.

Montag, 16.09.2019
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Logistik

6% Rückgang auf dem Logistikmarkt

3.270.000 m² Hallenfläche neu vermietet

Laut eines neuen Reports von Realogis sind im ersten Halbjahr 2019 in Deutschland 3.270.000 m² Hallenfläche neu vermietet worden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat der Markt damit um 6 % nachgegeben (H1 2018: 3.480.000 m²).

Lage an den Top-8-Standorten
Der Rückgang ist mit ca. 1.900.700 m² Flächenumsatz Regionen außerhalb Deutschlands führender Logistikstandorte geschuldet (- 12 %; H1 2018: ca. 2.161.800 m²). Der Mietmarkt in den Top-8-Logistik-Standorten bzw. Metropolregionen Berlin, Hamburg, Ruhrgebiet, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart sowie München hingegen hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mit einem Umsatz von rund 1.369.300 m² um 4 % zulegen können (H1 2018: ca. 1.318.200 m²). Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf die Regionen Ruhrgebiet (+88 %) und Berlin (+46 %) zurückzuführen. Ebenso im Plus sind die Regionen München (+ 9 %) und Stuttgart (+11 %). Einen starken Flächenumsatzrückgang haben hingegen insbesondere in Hamburg (-46 %) und in Köln (-43 %) hinnehmen müssen. In Frankfurt (-13 %) und Düsseldorf (-9 %) ist die Entwicklung in einem leichteren negativen Bereich.

Stärkster Anstieg der Spitzenmieten an den Top-8-Standorten: 18 %
Führend im Ranking der Spitzenmieten an den Top 8 Logistikstandorten ist die Logistikregion München. Zum ersten Mal hat Realogis im Teilmarkt München Umland Nord eine Spitzenmiete von 8,50 Euro/m² für eine Produktions-/Gewerbeimmobilie, d.h. Light Industrial Immobilie registriert. Das entspricht gleichzeitig dem höchsten Mietpreiswachstum in dieser Immobilienklasse innerhalb der letzten zwölf Monate von 18 % (1.HJ 2018: 7,20 Euro/m²). In der Metropolregion Berlin wurde mit 6,90 Euro/m² die zweithöchste Spitzenmiete erzielt, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 13 % entspricht. Leichte Anstiege der Spitzenmieten sind zudem in den Regionen Ruhrgebiet (+5 %), Hamburg (+3 %), Düsseldorf (+3 %) und Köln (+2 %) verzeichnet worden. Unverändert sind die Spitzenmieten in Frankfurt (6,50 Euro/m²) und Stuttgart (6,50 Euro/m²).

Schlüsselbranchen Automotive und Handel entscheidend
Entscheidende Treiber für den Vermietungsmarkt von Lager- und Logistikimmobilien sind aktuell aus Sicht von Realogis folgende Faktoren: Zum einen die Flächen- und Mitarbeiterverfügbarkeit und zum anderen die Entwicklung der Schlüsselbranchen Automotive (insbesondere an den Top-Standorten Stuttgart und NRW) und Handel / E-Commerce (vorrangig in den Metropolregionen Frankfurt, Berlin und NRW).

Das Maklerhaus erwartet, dass bis Jahresende 2019 die Regionen Berlin und München (letztere in Abhängigkeit von erwarteten Großabschlüssen) Rekordergebnisse erzielen und sechs der insgesamt 8 Top-Regionen einen Rückgang ihres Flächenumsatzes im Vergleich zu 2018 verzeichnen werden. Der maximale Rückgang von bis zu 24 % wird aufgrund eines deutlich eingeschränkten Flächenangebots in Hamburg erwartet.

Die Märkte in Ost- und Norddeutschland abseits der Top8-Standorte sind in den ersten sechs Monaten 2019 vor allem durch Nachvermietungen von großvolumigen Bestandsimmobilien durch E-Commerce-Unternehmen gekennzeichnet.

Logistikimmobilienmärkte in Ostdeutschland
In der Region Magdeburg ist ein leichter Anstieg der Nachfrage bei sehr geringem Angebot an verfügbaren Hallen- sowie Logistikflächen der neueren Generation spürbar. 2020 soll ein angekündigtes Neubauvorhaben im Süden Magdeburgs spekulativ errichtet werden und dem Markt moderne Flächen zuführen.

Die Region Leipzig und Halle (Saale) ist von Großabschlüssen durch OEM, Handels- und Logistikunternehmen insbesondere im Bereich Neubau geprägt. Es deuten sich noch weitere größere Projektentwicklungen an. Insgesamt ist dieser Teilmarkt von einer zunehmenden Verknappung des Angebots an Bestandsimmobilien im Flächensegment 2.000 m² bis 6.000 m² gekennzeichnet. Die Region Dresden verzeichnet im ersten Halbjahr eine gleichbleibend hohe Nachfrage wie auch im gesamten Vorjahr bei einem weiterhin geringen Angebot an Bestandsflächen. Eine konstante Nachfrage im Bereich 2.000 bis 5.000 m² verzeichnet der Teilmarkt Erfurt bei einer guten Flächenverfügbarkeit im Norden der Stadt. Größter Treiber der Flächennachfrage in der Region Zwickau wird in der nahen Zukunft die E-Mobilität sein, was sich in einer guten Nachfrage hauptsächlich durch Automotive-Kunden in den Flächensegmenten 2.000 bis 5.000 m² und größer 10.000 m² widerspiegelt. Allerdings ist der Standort trotz hoher Nachfrage durch einen deutlichen Mangel an Bestandsfläche sowie Grundstücken zur Realisierung von Neubauten gekennzeichnet.

Mit einem Mietzins von 6,00 Euro/m² ist die höchste Spitzenmiete in Ostdeutschland in den letzten sechs Monaten 2019 in der Region Dresden registriert worden.

Logistikimmobilienmärkte in Norddeutschland
Die Region Bremen ist wegen ihres Angebots an multimodalen Umschlagsmöglichkeiten für die Kunden als Logistikimmobilienmarkt äußerst attraktiv. Im ersten Halbjahr 2019 zeichnete sich der Angebotsmarkt durch die Verfügbarkeit einer Vielzahl von kleinflächigen Bestandsimmobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Aufseiten der Nutzer konzentrieren sich die Anfragen konstant auf das Segment größer 4.000 m². Gesuche größer 10.000 m² lassen jedoch noch auf sich warten, beziehungsweise befinden sich noch in der Anbahnung. Zudem sind mehrere Ausschreibungen eines Großkonzerns aus der Automobilbranche bislang nicht an den Start gegangen. Es bleibt abzuwarten wie sich die Lage zum Jahresendgeschäft entwickelt.

Als eine der attraktivsten Logistikimmobilienregionen Deutschlands hinter den Top 8 gilt die Region Hannover mit ihrem Knotenpunkt von Nord-Süd-(A7) und West-Ost-(A2) Verbindungen. „Hier konnten wir im ersten Halbjahr 2019 eine stabile Nachfrage in sämtlichen Größensegmenten beobachten. Gerade großvolumige Anmietungen in den Regionen Wunstorf, Laatzen sowie Hannover Nord haben zu einer positiven Halbjahresbilanz beigetragen“, sagt Christian Beran, Geschäftsführer der Realogis Immobilien Deutschland GmbH, und für die Regionen Nord- und Ostdeutschland zuständig. Nutzer sind Produzenten, Handelsunternehmen sowie E-Commerce- und Automotive-Unternehmen; damit sind die größten Abschlüsse direkt mit Endkunden getätigt worden. „Noch verfügt der Markt über verschiedene Immobilienalternativen zwischen 10.000 m² bis 30.000 m², welche kurzfristig angemietet werden können. Wir erwarten zum Jahresendgeschäft einen regelrechten Ansturm auf diese teilweise hochwertig ausgestatteten Flächen“, so Christian Beran.

In der Region Osnabrück ist ein Anfragerückgang festzustellen, welcher auf das seit Jahren vorhandenen Angebotsdefizit zurückgeführt werden kann. Zudem sind freiwerdende Flächen in der Regel aufgrund des sehr regionalen Marktes meist direkt unter der Hand nachvermietet oder sogar unter den Dienstleistern getauscht. Ein großes vor Ort ansässiges Logistikunternehmen signalisiert zwar immer wieder Interesse an neuen Flächen, zu einem Abschluss ist es jedoch bis dato nicht gekommen. Auch werden Flächen in dieser Region leider nach wie vor nicht auf Vorrat gebaut, was der Region sicher zugutekommen würde.

In der Region OWL mangelt es an adäquaten modernen Logistikanlagen, was zum Rückgang der Nachfrage im ersten Halbjahr 2019 beigetragen hat. Trotz der erfolgreich getätigten Abschlüsse im vergangenen Jahr, hat sich die Risikobereitschaft bei den Entwicklern nicht erhöht, diese Region weiter in den Fokus zu nehmen und für spekulative Neubauprojekte zu prüfen. Es soll lediglich eine Brownfield Entwicklung größer als 8.000 m² für neue Mieter zur Verfügung gestellt werden.

Die höchste Spitzenmiete in Norddeutschland ist mit 5,00 Euro/m² in der Logistikregion Hannover registriert worden.

Logistikimmobilienmärkte in Süddeutschland
Die Region Nürnberg ist aufgrund der zentralen Lage in Süddeutschland in unmittelbarer Nähe zu den Autobahnen A3, A6 und A9 als Logistik- und Light Industrial-Standort sehr attraktiv. Dadurch, dass die Region nicht auf eine Branche wie z. B. Automobil beschränkt ist, steigt die Nachfrage. „Adäquate Flächen sowohl im Bestand als auch im Neubau sind Mangelware und sobald sie auf den Markt kommen, relativ schnell vergriffen. Dies reflektiert die Entwicklung der Mieten“, kommentiert Florian Stork, Geschäftsführer der Realogis Immobilien Deutschland GmbH und für die Region Süddeutschland verantwortlich.

Signifikant ist der Anstieg der Durchschnitts- aber auch der Spitzenmiete. So zahlen Nutzer beispielsweise im Nürnberger Hafen in Ausnahmefällen für einfache Kalthallen bis zu 6,00 Euro/m² und für Produktionsflächen teilweise sogar bis zu 7,00 Euro/m². Neubauten im Umland kratzen deutlich an der 5,00 Euro m²-Marke. Ein Trend für die Zukunft sind periphere Lagen und mehr Brownfields. „Nürnberg selbst verträgt höherwertige Entwicklungen“, sagt Florian Storck und empfiehlt „eine Konzentration auf die Entwicklung von Brachflächen mit einer entsprechend hochwertigen Nachverdichtung“, sagt Florian Stork. „Die reine Logistik ist beispielsweise im Hafen dennoch nicht wegzudenken. Im Umland ist mit einigen kommenden Neubauentwicklungen und noch ausreichend Grundstücksverfügbarkeit mittelfristig kein wirklicher Flächenmangel zu befürchten. Doch die reine, verkehrsintensive Logistik muss dennoch schauen, wo sie unterkommt.“

Regensburg ist im Südosten der Bundesrepublik nicht zuletzt wegen des BMW Werk 6.1 ein bedeutsamer Automotive-Standort. „In den letzten Jahren war diese Region sowohl bei Projektentwicklern als auch bei Logistikern ein heißes Pflaster“, so Florian Stork. In diesem Jahr ging die Nachfrage jedoch deutlich zurück, was u.a. mit dem bisher leichten Einbruch der Produktion von Dieselfahrzeugen zusammenhängt. Die Mietpreise für Logistik liegen zwischen 3,90 Euro/m² bis ca. 5,00 Euro/m² Hallenfläche und damit leicht erhöht zu den Vorjahren. Der Grund für den Anstieg liegt allein in den deutlich höheren Entstehungskosten aufgrund der gestiegenen Grundstücks- und Baukosten. Ein Trend für die Zukunft ist nicht wirklich abzusehen, Neubauentwicklungen werden in Regensburg jedoch erstmal vorsichtiger betrachtet.

Ähnlich verhält es sich in der Region Dingolfing, rund um BMW. Als Fingerzeig in Richtung Automotive-Logistik galt zunächst die spekulative Errichtung von ca. 60.000 m² Logistikflächen in Gottfrieding (eine Ausfahrt vom BMW Werk 2.10 + 2,20 entfernt) durch den Projektentwickler P3 in der Hoffnung, BMW selbst oder einen der Zulieferer zu gewinnen. Es kam jedoch noch vor Fertigstellung der Immobilie mit dem Branchenprimus der Möbelbranche, der XXXLutz-Gruppe, ein Mietvertrag zustande, den Realogis selbst vermittelte. Nach wie vor gibt es wenige bis keine Bestandsflächen zur Anmietung. Auf seinen ersten Mieter wartet hingegen der spekulative Neubau von Bauwo in Pilsting mit 100.000 m². Die Mietpreise für Neubauten liegen aufgrund der gestiegenen Baupreise bei 4,20 – 5,00 Euro/m². In Dingolfing gibt es vorerst noch Grundstückspotenziale für Neubauentwicklungen. „Man wird sehen, wo die Reise der E-Mobilität hingeht und ob dieser Trend sich in Vermietungen mittel- bis langfristig umsetzen lässt“, kommentiert Florian Stork.

In Ingolstadt ist die Situation mit Audi ähnlich wie in Regensburg oder Dingolfing und BMW. Zentral mit guter Anbindung an die A9 zwischen Nürnberg und München spricht die Lage für den Standort. Das zieht auch andere Nutzergruppen an die Standorte Nürnberg-Süd oder München-Nord. Die Flächenverfügbarkeit ist auch hier die große Herausforderung für Neuentwicklungen. Eigentümer können Mieten von über 6,00 Euro/m² für höherwertige Immobilien erzielen, beispielsweise im Segment Light Industrial. „Ein Trend sind höherwertige Gewerbeparks, in denen auch ein klassischer Logistiker seinen Platz findet. Diese Entwicklungen haben an diesem Standort Potential“, berichtet Florian Stork.

Mittwoch, 18.09.2019
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Personalien

Frank Müller wechselt von Corpus Sireo zu McDermott

Neuer Partner in Frankfurt

Frank Müller
Die internationale Wirtschaftskanzlei McDermott Will & Emery baut den Bereich Immobilienwirtschaftsrecht im Frankfurter Büro der Kanzlei weiter aus und verstärkt sich zum 16. September 2019 mit Frank Müller, der als Partner von Corpus Sireo Real Estate zu McDermott wechselt.

„Frank Müller ergänzt mit seiner aufsichtsrechtlichen Expertise perfekt unser Beratungsangebot für institutionelle Investoren und Kapitalverwaltungsgesellschaften“, erklärt Dr. Jens Ortmanns, Leiter der Praxisgruppe Immobilienwirtschaftsrecht bei McDermott. „Unsere Mandanten profitieren von dieser Verstärkung sowohl im Bereich der allgemeinen regulatorischen und investmentrechtlichen Beratung als auch bei den zahlreichen Transaktionen, die wir beraten und an denen regelmäßig regulierte Investoren beteiligt sind. Dies gilt in besonderem Maße natürlich bei Unit Deals, die wir zunehmend beraten.“

Zum 1. November 2019 wechselt ferner Dr. Claudia Benz zu McDermott, die ebenfalls von Corpus Sireo Real Estate kommt und dort bereits eng mit Frank Müller zusammengearbeitet hat. Claudia Benz war zuvor als Syndikusrechtsanwältin beim Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) und bei Universal Investment tätig und verfügt damit wie auch Müller über eine langjährige und praxiserprobte Expertise im Investment- und Aufsichtsrecht. Bislang berät bereits das Team um Steuerrechtspartner Dr. Kian Tauser im Frankfurter Büro von McDermott die Immobilien-Mandanten der Kanzlei in den Bereichen Investmentrecht und Investmentsteuerrecht.

„Mit der Verstärkung durch Frank Müller und Claudia Benz treiben wir den strategischen Ausbau unserer Praxis sowie den Ausbau unseres Frankfurter Teams weiter voran. Beide sind fachlich exzellent aufgestellt, sehr gut im Markt vernetzt und passen hervorragend zu uns“, ergänzt Joseph Marx, Office Head des Frankfurter Büros von McDermott. Zuletzt war im Oktober 2018 Dr. Maximilian Clostermeyer als Counsel in das Frankfurter Immobilienrechts-Team von McDermott gewechselt.

Frank Müller begann seine Anwaltslaufbahn 2003 bei GSK Stockmann und schloss sich 2006 Hogan Lovells an. 2011 wurde er Head of Legal bei der IVG Institutional Funds GmbH. Von 2015 an leitete er dann den Rechtsbereich bei Corpus Sireo, wo er u.a. die Gründung der Swiss Life KVG, die Auflage von Publikums- und Spezialfonds sowie die Strukturierung von Club Deals für institutionelle Investoren und Asset Manager rechtlich verantwortete.

Donnerstag, 19.09.2019
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Wohnen

Noratis baut Wohnungsbestand in der Region Frankfurt weiter aus

150 Wohnungen in Neu-Isenburg

Die Noratis AG hat ihren Immobilienbestand mit Ankäufen in Neu-Isenburg und Frankfurt in der dynamisch wachsenden Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main ausgebaut. Erst im April hatte das Unternehmen insgesamt 71 Wohneinheiten in Neu-Isenburg und Kassel erstanden [wir berichteten]. In Neu-Isenburg wurden nun weitere 150 Wohnungen erworben. Hinzu kommen 18 Wohneinheiten in Frankfurt, wodurch der vorhandene Bestand in und um die Main-Metropole auf über 600 Wohneinheiten steigt. Verkäufer der Wohnungen in Neu-Isenburg war die Alpha Real Estate Group, die die Immobilien erst im Dezember erworben hatte [wir berichteten].

Die Gesamtmietfläche der 1966 erbauten Gebäude beträgt ca. 8.600 m², hinzu kommen rund 100 Parkplätze. Durch die zentrale Lage der Immobilien kann die Innenstadt fußläufig erreicht werden. Die Gebäude sind zu über 95 Prozent vermietet. Neu-Isenburg gilt durch seine gute Infrastruktur und die Nähe zu Frankfurt als attraktiver Wohnort und weist seit Jahren eine steigende Einwohnerzahl auf. Die Transaktion wurde verkäuferseitig durch die Rechtsanwaltskanzlei Veto Lawfirm begleitet.

„Das Rhein-Main Gebiet ist unser Heimatmarkt, weswegen wir hier natürlich besonders gerne kaufen. Die Objekte sind dabei eine hervorragende Ergänzung unseres Immobilienbestandes. Der Standort, die gute Bausubstanz sowie die vorhandenen Potenziale haben uns überzeugt", erklärt Flaminia zu Salm-Salm, Leiterin Transaction Management der Noratis AG.

Neben dem Ankauf in Neu-Isenburg hat die Noratis AG in Frankfurt-Höchst eine Immobilie mit 18 Wohneinheiten erworben. Das 1934 erbaute Gebäude verfügt über eine Gesamtwohnfläche von rd. 770 m².

Donnerstag, 19.09.2019
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