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CB Richard Ellis: Büromarktdaten 3. Quartal 2008

Carsten Ape, Head of Agency bei CBRE

Nach Berechnungen des Immobilienberatungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE) sind die Büroimmobilienmärkte des dritten Quartals 2008 in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und München durch sinkende Flächenumsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum gekennzeichnet.

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Mit einem Büroflächenumsatz von 371.500 m² im dritten Quartal 2008 wurde in Frankfurt am Main der entsprechende Vorjahreswert um 3,3 Prozent unterschritten. Die erzielbare Spitzenmiete stieg im Jahresvergleich um 8,3 Prozent von 36,00 Euro auf 39,00 Euro pro m². Die Leerstandsrate liegt ohne Untervermietungen leicht über dem Vergleichszeitraum 2007 bei 10,7 Prozent. Carsten Ape, Head of Agency bei CBRE in der Mainmetropole: „Auch wenn die Stimmung gedämpft ist, und in der näheren Zukunft mit einer eher verhaltenen Nachfrage zu rechnen ist, erwarten wir keinen abrupten Einbruch im Vermietungsmarkt. Auf der einen Seite wird Frankfurt wohl als Bankenplatz in Deutschland im nationalen Vergleich die Auswirkungen der Finanzkrise stärker zu spüren bekommen als beispielsweise Hamburg oder Berlin. Aber im Verhältnis zu anderen internationalen Finanzmetropolen noch relativ glimpflich davonkommen. Auf der anderen Seite wird mit den Ereignissen am Finanzmarkt ein hoher Umstrukturierungsbedarf verbunden, der wiederum Nachfrage vor allem im mittleren Preissegment erzeugt.“

Der Büroflächenumsatz in der Hansestadt Hamburg sank insgesamt im dritten Quartal 2008 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent auf 415.800 Quadratmeter. Der Leerstand beträgt 973.500 m², was einer Rate von 7,6 Prozent entspricht. Die Spitzenmiete stieg im Vergleich zum dritten Quartal 2007 von 23,50 Euro auf 24,00 Euro. Heiko Fischer, Vermietungschef von CB Richard Ellis in Hamburg: „Mit dem erzielten Umsatzvolumen schlägt sich die erwartete wirtschaftliche Abkühlung auf dem Hamburger Vermietungsmarkt bisher noch nicht nieder. Allerdings zeichnet sich im Rückgang der langfristigen, großflächigen Gesuche eine entsprechend Entwicklung für die nächsten Quartale bereits ab. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Situation weiter eintrüben und somit die Nachfrage nach Büroflächen rückläufig werden, so ist davon auszugehen, dass bei spekulativen Fertigstellungen in Höhe von ca. 176.100 m² in den nächsten 12 Monaten der Leerstand wieder zunehmen wird. Als Konsequenz könnte der positive Aufwärtstrend der jüngsten Vergangenheit bei den Mieten eingebremst werden. Dennoch wird Hamburg, als wenig volatiler Markt, auch unter schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen ein verhältnismäßig beständiges Vermietungsvolumen und eine relativ stabile Mietpreisentwicklung verzeichnen können.“

In der bayerischen Landeshauptstadt München fiel der im dritten Quartal 2008 registrierte Büroflächenumsatz mit 598.500 m² um 0,1 Prozent nur leicht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Berater waren die umsatzstärkste Branche am Markt. Knapp ein Viertel der Vermietungen fallen auf Großflächen ab 5.000 m². Die Spitzenmiete stieg im Vergleichszeitraum von 30,50 Euro auf 31,50 Euro. Die Leerstandsrate lag im dritten Quartal 2008 bei 6,9 Prozent und sank damit um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Rainer Knapek, Chef des Münchener CBRE-Vermietungsteams: „In München ist die Nachfrage trotz der negativen Finanznachrichten ungebrochen hoch. Ein deutlicher Einbruch der Umsatzzahlen ist in nächster Zeit nicht zu erwarten. In wirtschaftlichen Krisensituationen profitiert München erfahrungsgemäß von seiner hohen Branchendiversifikation. Tendenziell lässt sich beobachten, dass Nachhaltigkeit ein immer wichtigeres Kriterium der Mieter bei der Auswahl ihrer Büroflächen spielt. Produkte mit unzeitgemäßer Ausstattung in schlechten Bürolagen stoßen auf immer geringeres Interesse.“

Der Berliner Büromarkt wies im dritten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von rund 340.400 m² Bürofläche auf, dieser sank damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Prozent. Der Leerstand stieg leicht um 0,2 Prozentpunkte auf eine Quote von 9,4 Prozent. Die Spitzenmiete stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum leicht von 22,00 Euro auf 22.50 Euro. Matthias Hauff, Head of Agency von CBRE in Berlin: „Zu seinem zehnjährigen Jubiläum hat sich der Potsdamer Platz endgültig als Top-Bürolage für Unternehmenszentralen und international tätige Anwaltskanzleien etabliert. Im dritten Quartal wurden bestehende Mietverhältnisse langfristig verlängert und das Sony Center vermeldete erstmalig Vollvermietung. Trotz der zu erwartenden konjunkturellen Eintrübung, rechnen wir in den kommenden sechs Monaten mit noch stabilen Mietpreisen. Qualitativ hochwertige Büroflächen in Berliner Top-Lagen werden weiterhin den Anmietungsschwerpunkt darstellen. Stabilisierend wird sich das geringe spekulative Fertigstellungsvolumen in den kommenden beiden Jahren auswirken. Die derzeitigen Büroprojekte zeichnen sich überwiegend durch eine hohe Vorvermietungsquote und sehr gute Lage aus, so dass wir nicht von einer signifikanten Erhöhung des Leerstands ausgehen.“