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Carsten Herget wird Chef des Flughafens Rostock-Laage-Güstrow

Carsten Herget

Auf ihrer Sondersitzung am vergangenen Mittwoch haben die Gesellschafter der Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH den Manager Carsten Herget zum neuen Geschäftsführer bestellt. Er folgt damit auf Maria Anna Muller, die nach fünf Jahren Ende Juni das Unternehmen verlassen hat, um ab September 2012 die Geschäftsführung des Flughafens Kassel-Calden zu übernehmen.

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Herget ist derzeit als Geschäftsführer Operations Deutschland & Österreich bei der easyJet Airline Company PLC tätig. Er verfügt über jahrelange Erfahrungen im Luftfrachtbereich und in der kaufmännischen Führung und Verantwortung.

Der Flughafen Rostock-Laage ist der größte Regionalflughafen in Mecklenburg-Vorpommern. Die als Standort der Bundeswehr eingerichtete Anlage wird seit 1993 durch die Flughafen Rostock-Laage GmbH als ziviler Regionalflughafen genutzt, deren Gesellschafter die Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH, der Landkreis Rostock und die Stadt Laage sind. Von der 1.000 Hektar großen Gesamtfläche sind zirka 60 Hektar für den zivilen Bereich vorgesehen. Bis heute ist diese militärisch-zivile Zusammenarbeit im Flugverkehr in Deutschland einmalig. Durch seinen idealen geografischen Standort etabliert sich der Regionalflughafen immer mehr als attraktives Einreisetor für Ostseeurlauber und Geschäftsreisende. Dies spiegelt sich auch in den Verkehrszahlen wieder. Entgegen den allgemeinen rückläufigen Passagierzahlen von Regionalflughäfen konnte die Flughafengesellschaft die Zahlen auf einem relativ gleichbleibenden und stabilen Niveau halten. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 95.750 Passagiere abgefertigt. Im Jahr 2011 ist das Gesamtpassagieraufkommen des Flughafens Rostock-Laage mit 223.516 abgefertigten Passagieren sogar um 1,82 Prozent leicht gestiegen. Grund für diese positive Entwicklung ist laut des Flughafenmanagements vor allem die erfolgreiche Steigerung der Geschäftsverkehre sowie der gewerblichen Ausbildung von Verkehrspiloten. Hier zeige sich die wachsende Bedeutung des Flughafens Rostock-Laage für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region.

Grundsätzlich bietet sich Rostock aus geografischer Sicht auch als Logistikdrehscheibe unter anderem nach Skandinavien, ins Baltikum sowie nach Süd- und Osteuropa an. Mit seiner 24-Stunden-Betriebserlaubnis kann der Airport heute schon von Frachtflugzeugen bis zur Jumbogröße rund um die Uhr bei jedem Wetter angeflogen und abgefertigt werden. Diese Vorteile konnte sich der Flughafen bislang aber noch nicht zu eigen machen, wie die Verkehrszahlen belegen. Im ersten Halbjahr 2012 ist die Luftfrachtentwicklung um 43 Prozent eingebrochen. So wurden im Vorjahr noch 27,1 Tonnen Fracht verladen, im ersten Halbjahr 2012 lediglich 15,5 Tonnen. Der Rückgang ist laut des Managements hauptsächlich auf konjunkturelle Gründe zurückzuführen.

Um die Entwicklung voranzutreiben, wird auch investiert. Im Juni feierte der Flughafen die Einweihung seines neuen Vorfelds. 12.000 m² zusätzliche Fläche sorgen jetzt in Stoßzeiten für Entlastung. Nach neunmonatiger Bauzeit konnte das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 3,13 Millionen Euro fertig gestellt werden. Gefördert wurde die Baumaßnahme allerdings zu 90 Prozent durch Landesmittel, wie bei den meisten regionalen Flughäfen. Außerdem erfolgen im September umfassende Sanierungsarbeiten an der Start-und Landebahn.