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Cardwell-Area im Stadtteil Lamboy wird Wohnquartier

Ein neues Wohngebiet mit Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser soll in den nächsten Jahren im Stadtteil Lamboy auf dem ehemaligen US-Army-Gelände „Cardwell Area“ entstehen. Der Magistrat der Stadt Hanau stimmte dem Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan in seiner letzten Sitzung zu. Die Stadtverordnetenversammlung wird voraussichtlich am Montag, 23. März, ihr Votum zur Beschlussvorlage für das neue Wohngebiet auf dem 1, 7 Hektar großen Areal zwischen Chemnitzer Straße und Pappelweg abgeben.

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„Mit dem ‚Cardwell Area‘ wird jetzt die letzte ehemalige US-Militärfläche im Stadtteil Lamboy entwickelt“, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Hier entstehen – unter Beachtung des wertvollen Baumbestands - mehr als einhundert neue Wohneinheiten in unterschiedlichen Größen und Preiskategorien.“ Somit gelinge es der Stadt Hanau mit Hilfe der Konversion der ehemaligen US-Militärgebiete erneut dem hohen Siedlungsdruck ins Rhein-Main-Gebiet zu begegnen.

„Seitdem wir begonnen haben, die ehemaligen US-Liegenschaften für die zivile Nutzung zurückzugewinnen, sind allein auf den Konversionsgebieten knapp 700 Wohneinheiten entstanden oder aktuell im Entstehen“, berichtet der OB und erinnerte beispielsweise an den Argonner Park, den Lehrhöfer Park, die Yorckhof-Stadtvillen oder die Cardwell Wohnanlage, die von der Firma Kronenberger bereits 2010 entwickelt wurde. Auch die Pioneer-Kaserne in Wolfgang wolle die Stadt bekanntermaßen – in großen Teilen - zu Wohnareal umfunktionieren. „Seit Januar 2010 ist die Einwohnerzahl der Stadt Hanau um mehr als 5000 Menschen gewachsen“, sagte Kaminsky. „Wir tun - auch im Rahmen des Stadtumbaus und der Entwicklung der Stadtteile - alles, um der großen Nachfrage nach Wohnraum in Hanau gerecht zu werden.“ Hier habe sich die Konversion als riesige Chance erwiesen, die man in der Brüder-Grimm-Stadt mit beiden Händen ergriffen habe, so der OB.



Bei der Investorensuche für die Cardwell-Area hatte die Stadt Hanau gemeinsam mit dem Partner und Grundstückseigentümer BImA ein Bieterverfahren durchgeführt. Die Vorgaben der Stadt für die gewünschte Wohnbebauung beruhten dabei auf Vorentwurfsskizzen des Stadtplanungsamtes. „Rosenhöfe Immobilien GmbH aus Aschaffenburg, ein Beteiligungsunternehmen der Dreger Immobiliengruppe, hat sich Anfang des Jahres in diesem Bieterverfahren gegen die anderen Bewerber durchgesetzt“, erläutert Kaminsky. „Wie bereits in der Vergangenheit haben wir mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hier wieder hervorragend zusammengearbeitet, um unser gemeinsames Ziel – nämlich die Vermarktung und nachhaltige Entwicklung des Areals – zu erreichen.“

Die 'Cardwell-Area', die sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu der von der Firma Kronenberger entwickelten Cardwell Wohnanlage und den Francois-Gärten befindet ist derzeit noch eingezäunt. Das Areal soll zukünftig geöffnet werden und sich mit seiner neuen Wohnbebauung harmonisch in die Umgebung einfügen.

Investor Rosenhöfe Immobilien GmbH hat das Grundstück im Februar 2015 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gekauft und ein schriftliches Ersuchen für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan an die Stadt Hanau gerichtet. Vorgesehen sind 109 Wohneinheiten, bestehend aus einem Wohnungsmix aus 15 Reihenhäuser und vier Doppelhaushälften sowie acht Mehrfamilienhäuser mit rund 90 Wohnungen und zum Teil unterirdischen Tiefgaragen. Die Wärmeversorgung soll über eine zentrale Heizanlage erfolgen. Darüber hinaus sind ein zentraler begrünter Quartiersplatz sowie großzügige Freiflächen geplant, die die Wohnbebauung ergänzen sollen. Der Großteil des bestehenden Baumbestands soll erhalten bleiben und durch Neupflanzungen ergänzt werden. Am Pappelweg und im nördlichen Bereich des Areals sind Spielplätze geplant. Über eine öffentliche Fuß- und Radwegeverbindung und eine weitere Verbindung mit öffentlichem Wegerecht werden zudem zukünftig Durchquerungsmöglichkeiten des Gebietes für Fußgänger und Radfahrer neu geschaffen. Die Investitionssumme beträgt nach Angaben des Investors rund 28 Millionen Euro. Das Bauleitplanverfahren wird als Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren durchgeführt. Mit dem Satzungsbeschluss wird in 12 bis 15 Monaten gerechnet. Baubeginn soll im Frühsommer 2016 sein.