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Captive FM-Unternehmen weiten externen Umsatzanteil aus

Facility-Management-Einheiten (FM) deutscher Konzerne weiten Ihre externen Umsatzanteile langsam aber stetig aus. Somit greifen die Vorgaben für diese so genannten captiven Anbieter, als Profit Center auch auf dem externen Markt erfolgreich zu agieren. Zu den großen captiven FM-Unternehmen mit einem externen Umsatzanteil von unter 25 Prozent zählen DeTeImmobilien, Deutsche Bahn Services und Infraserv Hoechst. Allein diese drei Unternehmen erwirtschafteten 2005 zusammen über 320 Millionen Euro am externen Markt - Tendenz steigend.

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Druck auf captive Unternehmen wächst
"Der Druck auf die captiven Unternehmen wird immer größer", so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer der Lünendonk GmbH, Bad Wörishofen. "Auf der einen Seite sollen sie zunehmend auf dem externen Markt erfolgreich sein, und auf der anderen Seite müssen sie sich konzernintern mit Wettbewerbern messen. "Dies hat laut Lünendonk®-Studie dazu geführt, dass im Vergleich zum Vorjahr der Anteil an captiven Umsätzen leicht zurückgegangen ist. Die Fortsetzung dieses Trends wird für das laufende Jahr prognostiziert. So wird der Anteil an Unternehmen, die ausschließlich auf dem externen Markt tätig sind, von 44,7 auf 45,1 Prozent anwachsen. Während die FM-Anbieter mit einem captiven Umsatzteil von bis zu 4,9 Prozent in diesem Jahr um 2,7 Prozentpunkte auf 26,3 Prozent anwachsen werden, sinkt gleichzeitig der Anteil der Unternehmen mit einem captiven Umsatzanteil von bis zu 49,9 Prozent um 3,1 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent. "Interessant ist in diesem Zusammenhang, welche Strategie die Konzerne mit ihren FM-Einheiten zukünftig verfolgen", so Hossenfelder weiter. "Im Falle der RAG steht der Verkauf der FM-Tochter RIAG vor dem Abschluss. Es ist nicht auszuschließen, dass auch andere Konzerne dieser Strategie mittelfristig folgen."
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Heterogene Struktur des FM-Markts
Laut der aktuellen Lünendonk-Studie "Führende Facility-Management-Unternehmen für infrastrukturelles und technisches Gebäudemanagement" lässt sich der deutsche FM-Markt in fünf Unternehmenstypen einteilen. Zur ersten Kategorie zählen die Tochterunternehmen deutscher Baukonzerne wie etwa Bilfinger Berger, Hochtief und ABB mit externen Umsatzanteilen von über 75 Prozent - bei HSG und Hochtief FM sogar nah an der 100-Prozent-Marke. FM-Unternehmen mit einem traditionell hohen infrastrukturellen Anteil bilden die zweite Kategorie. Zu diesen Unternehmen gehören beispielsweise Dussmann, Wisag und Klüh - diese Firmen zählen aufgrund von Zukäufen und organischen Wachstums inzwischen zu den Gesamtdienstleistern. Anbieterunternehmen mit einem hohen Anteil an Commodity-Services und hoher Mitarbeiterzahl bei dementsprechend niedrigem Pro-Kopf-Umsatz bilden die dritte Gruppe. Diese Firmen wie beispielsweise Piepenbrock werden mitunter auch als Subkontraktoren eingesetzt. Zur vierten Kategorie gehören Nischenanbieter mit einem spezialisierten Portfolio.Sie weisen einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz bei niedriger Mitarbeiterzahl auf. Schließlich sind in der fünften Gruppe die captiven Unternehmen zu finden, die sich durch hohe konzerninterne Umsätze kennzeichnen.