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CA Immo mit guter Geschäftsentwicklung von Wachstum in Deutschland

Dr. Bruno Ettenauer

Das operative Geschäft der CA Immo verlief im 1. Halbjahr 2008 durchwegs positiv und wurde in erster Linie von der erstmaligen Konsolidierung der CA Immo-Tochter Vivico geprägt, die sich in einer deutlichen Steigerung der Mieterlöse und des operativen Ergebnisses widerspiegelt. Die Mieterlöse stiegen insgesamt um 42 % auf 85,5 Mio. Euro. Zur erfreulichen Entwicklung des EBITDA, welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um 28 % auf nunmehr 62,1 Mio. Euro anstieg, hat darüber hinaus der Gewinn aus dem Verkauf des Renaissance Tower in Warschau in Höhe von 7,0 Mio. Euro beigetragen.

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Parallel dazu schlagen sich fehlende Gewinne aus Neubewertungen (-0,1 Mio. Euro nach 32,1 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2007) im Konzernergebnis nieder. Der Grund sind stagnierende Immobilienpreise, insbesondere ausgelöst durch die Zinsentwicklung, die restriktivere Kreditvergabe der Banken verbunden mit der Anhebung der Margen und somit weniger Kauf- und Verkauftransaktionen. Der Kauf des deutschen Stadtquartier-Entwicklers Vivico erhöhte zudem den Finanzierungsaufwand und belastet somit das Konzernergebnis. Als Konsequenz sank das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) von 79,5 Mio. Euro (1. Halbjahr 2007) auf 59,1 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2008, das Konzernergebnis ging von 53,0 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro zurück. Der Ergebnisanteil für die Aktionäre der Muttergesellschaft im ersten Halbjahr 2008 betrug 6,6 Mio. Euro gegenüber 35,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2007.

Dr. Bruno Ettenauer, Sprecher des Vorstands der CA Immo International: „Unabhängig von den außerhalb unserer Einflusssphäre liegenden Entwicklungen am Finanz- und Immobilienmarkt gilt es für uns, durch zukunftsweisende Investitionen die Grundlage für eine weitere nachhaltige Steigerung der Substanz und somit zukünftige Erträge des Unternehmens zu legen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war der Erwerb der Vivico, mit dem wir uns ein hochwertiges Portfolio an Liegenschaften und Entwicklungsprojekten in besten innerstädtischen Lagen in deutschen Großstädten gesichert haben. Diese Flächen werden in den kommenden Jahren in mehreren Phasen entwickelt und bilden den Grundstein für zukünftiges Wachstum von Ertrag und Vermögen.“

Der NNNAV je Aktie stieg trotz der schwierigen Rahmenbedingungen um 4,98 % gegenüber dem 31.12.2007 von 22,51 Euro auf 23,63 Euro. Dieser Anstieg unterstreicht den Wert erhöhenden Effekt der Vivico-Akquisition.

Immobilienvermögen um 61 % gestiegen
Einen markanten Sprung nach oben machte im 1. Halbjahr 2008 das Immobilienvermögen der CA Immo Gruppe, das sich – unter anderem dank der erstmaligen Berücksichtigung des 1,3 Mrd. Euro schweren Vivico-Portfolios – gegenüber Ende 2007 um 61 % auf 4,07 Mrd. Euro erhöhte. Damit verschob sich auch die Aufteilung nach Regionen deutlich: 59 % des Portfolio-Wertes entfielen zum 30.6.2008 auf Deutschland, 22 % auf Österreich und 19 % auf Ost-/Südosteuropa. Das Bestandsportfolio der Gruppe umfasst per Ende Juni eine Gesamtnutzfläche von 1,6 Mio. m² (exkl. Kfz-Plätze) und stellt 71 % des gesamten Immobilienvermögens.

Ausblick
Die CA Immo Gruppe sieht sich mit einer Eigenkapitalquote von 47 % sowie liquiden Mitteln und kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 457,2 Mio. Euro gut gerüstet, um auch in einer Marktperiode mit restriktiveren Finanzierungsbedingungen erfolgreich bestehen zu können. Der zuletzt diskutierte Erwerb der Bank Austria Immobilienholding wird nicht stattfinden. Die Überführung der Akquisitionsfinanzierung aus dem Ankauf der Vivico in eine langfristige Finanzierungsstruktur wird wie geplant im Herbst abgeschlossen werden.

Dr. Bruno Ettenauer, Sprecher des Vorstands der CA Immo: "Angesichts des bis zum Ende des Jahres erwarteten Beitrages aus Veräußerungserlösen aus der Vivico sind wir zuversichtlich, dass das Ergebnis des zweiten Halbjahres 2008 deutlich über dem des ersten Halbjahres ausfallen wird. Wir sind als Investor mit einer dezidiert langfristigen Perspektive vom nachhaltigen inneren Wert der CA Immo überzeugt und bringen dies nicht zuletzt durch den im Juli 2008 begonnenen Aktienrückkauf zum Ausdruck. Vor diesem Hintergrund halten wir somit an unserem Ziel, der nächsten Hauptversammlung erstmals eine Dividende vorzuschlagen, fest.“