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Bulgarien – Pionierarbeit für den Hotelberater

„Saisonverlängerung und Qualitätssteigerung sind zwei wesentliche Ziele für Bulgariens Tourismusentwicklung“, so Christian Walter (Bild l.), Senior Consultant bei PKF hotelexperts Wien, der sich in den letzten Monaten in einer neuen Rolle kennen gelernt hat: „Als Berater in Bulgarien muss man vor allem auch Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit leisten – man muss den Investoren und Betreibern das Land erst einmal vorstellen, bevor es mit der Arbeit losgeht.“ Als „Pionier“ sieht sich der Hotelexperte – nicht zuletzt auch, weil „noch eine Menge Platz ist und man entwickeln darf.“ Die Gefahr dabei: opportunistische statt nachhaltige Entwicklung prägt vielerorts das Bild. Überraschend für PKF hotelexperts war der Balkanstaat 2007 ein Schwerpunkt in der Hotelberatung: Allein bei der Entwicklung von drei großen Destination-Resorts an der Schwarzmeerküste mit hochwertigen Golf- und Spa-Angeboten stehen Walter und seine Kollegen beratend zur Seite. PKF gehört weltweit zu den führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungs-Unternehmen sowie zu den Marktführern unter den Hotelspezialisten. Besonders im Hinblick auf Zentral- und Osteuropa sieht Walter den Standort Wien, wo PKF mit einem 20-köpfigen Hotelberater-Team vertreten ist, als Wettbewerbsvorteil.

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Sofia und Varna mit großem Potenzial
Neben Varna („Goldstrand“) und Burgas („Sonnenstrand“) nennt Christian Walter die Wintersportregionen Bansko und Borovets sowie die Hauptstadt Sofia und die Stadt Varna als zentrale Destinationen. Während im fast schon übersättigten Bansko noch „Goldgräberstimmung“ herrsche, sei Borovets „weitgehend unentwickelt“, ein touristischer „Masterplan“ noch möglich. Sofia und Varna zählen „zu Städten mit großem Potenzial“ – ein deutliches Indiz: Neben Charter- stehen immer mehr auch Linienflüge auf dem Programm. Weg vom Billigurlaub-Image heißt das Ziel für Bulgarien, außerdem hin zu einer Belegungsrate in den Ferienregionen von deutlich über 60 Prozent. Noch fehlen die Namen der internationalen Hotelketten, aber Walter ist sicher: „Sie stehen vor der Tür.“

Rumänien – Riese im Osten
Mit 7,7 Mio. Einwohnern und einer Fläche von rund 111.000 km² zählt der EU-Neuling Bulgarien eher zu den kleineren Staaten in Zentral- und Osteuropa. Im Vergleich: Das Nachbarland Rumänien zählt fast dreimal so viele Einwohner. Als Flächenstaat – und nach Polen bevölkerungsreichstem EU-Mitglied im Osten – liegt hier der Hotelentwicklungs-Fokus vor allem auf der Hauptstadt Bukarest sowie auf Sekundärstädten wie Timisoara und Sibiu. „Es gibt dort allein 25 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Dies ist eine kritische Masse für flächendeckende Roll-Outs gebrandeter Budget- und Economy-Hotels“, ergänzt Walter zur Bedeutung des zweiten EU-Neulings für den Geschäftstourismus. In Bulgarien gibt es hingegen größere Erfahrungen im Ferientourismus – schon lange vor Ende des Kommunismus waren die Strände am Schwarzen Meer ein touristisches Top-Ziel, die „Riviera des Ostblocks“. Den Anschluss zu finden an westliche Standards und Ansprüche internationaler Ferien- und Business-Reisender bedeutet für das Land, das neben Sonne, Strand und Meer auch Berge und Schnee bietet, eine große Herausforderung: „Wir müssen Überzeugungsarbeit leisten“, so Walter, „aber ich sehe die Chance für qualitativ hochwertige Entwicklungen.“