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Büromarkt Stuttgart: 12 Prozent Umsatzwachstum im 1. Halbjahr 2008

Die positive Entwicklung am Stuttgarter Büromarkt hat sich in der ersten Jahreshälfte 2008 fortgesetzt. Mit einem Büroflächenumsatz von ca. 101.000 m² (inkl. Eigennutzer) wurde das beste Halbjahresergebnis der letzten sechs Jahre erzielt. Der vergleichbare Vorjahreszeitraum wurde um 12 Prozent übertroffen.

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Während im 1. Quartal 2008 zwei großflächige Mietvertragsabschlüsse von ca. 10.000 m² bzw. 5.000 m² unterzeichnet wurden, bestimmten im 2. Quartal Anmietungen kleiner und mittlerer Größenordnung das Marktgeschehen. Die größte Anmietung im 2. Quartal erfolgte mit ca. 4.000 m² durch den Telekommunikationsdienstleister Versatel für sein Regionalzentrum Süd in Bad Cannstatt.

Über die Hälfte des Flächenumsatzes im 1. Halbjahr 2008 entfiel auf die Innenstadt (City-Ring und City-Randzonen). Gefragte Bürolagen waren auch Vaihingen, Möhringen, Weilimdorf, Bad Cannstatt und Wangen. Hauptnachfrager waren Banken, Finanzdienstleister, unternehmensbezogene Dienstleister und die Industrie. Nach wie vor ist die Nachfragestruktur stark regional geprägt.

Spitzenmiete und Leerstand unverändert
Die Spitzenmiete steht seit über einem Jahr konstant bei 19,00 Euro/m². Erzielt wird dieser Wert in der Innenstadt (z. B. Königsbaupassagen). Mietpreissteigerungen verzeichnen die City West (bis 13,00 Euro/m²) und Weilimdorf (bis 11,00 Euro/m²).

Von 7,40 Mio. m² Gesamtbürofläche stehen rund 450.000 m² dem Markt kurzfristig zur Verfügung. Die hohe Anzahl an Projektanmietungen und Umzügen mit geringer Nettoabsorption hat dazu geführt, dass sich das Volumen leer stehender Flächen im Berichtsquartal nur wenig verändert hat. Weiter verknappt hat sich jedoch das Angebot hochwertiger Flächen in Innenstadtlagen. Die aktuelle Leerstandsrate im Stadtgebiet beträgt 6,1 Prozent. Unter den deutschen Bürometropolen hat Stuttgart damit traditionell die niedrigste Rate.

Insgesamt werden in 2008 ca. 100.000 m² bezugsfertige Neubauflächen auf den Markt kommen, der überwiegende Teil davon in der zweiten Jahreshälfte. Diese sind allerdings bereits zu etwa 80 Prozent vorvermietet bzw. werden für Eigennutzer erstellt. Daher erwarten wir für hochwertige Büroflächen weitere Mietpreissteigerungen. Mittelfristig gehen wir davon aus, dass es mit repräsentativen Neubauprojekten (z. B. Stuttgart 21 oder Bülow-Carré in der Lautenschlagerstraße) gelingen wird, die 20,00 Euro-Marke zu erreichen.

Wirtschaftsaussichten bleiben positiv
Für eine weiterhin hohe Büroflächennachfrage sprechen die robusten wirtschaftlichen Rahmendaten. In der Konjunkturumfrage der IHK Stuttgart im Mai 2008 haben die Unternehmen ihre Zukunftserwartungen aufgrund gestiegener internationaler Konjunkturrisiken und steigender Rohstoff- und Energiepreise zwar leicht nach unten korrigiert, dennoch rechnen 30 Prozent mit einer Verbesserung der Geschäfte. Nur 14 Prozent erwarten Rückgänge. Die betrieblichen Personalpläne für die kommenden Monate sind mehrheitlich positiv.

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