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Büromarkt Köln verzeichnet hervorragendes Halbjahresergebnis

Mit einem Umsatz von 161.000 m² Bürofläche konnte Köln das sehr gute Resultat des Vorjahres noch einmal deutlich um 39 Prozent übertreffen – das höchste Halbjahresergebnis, das jemals in der Domstadt erzielt wurde. Dies ergibt der „City Report Köln“, den Atisreal Deutschland, bundesweit führender Berater für Gewerbeimmobilien, Anfang August veröffentlichen wird.

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„Das hervorragende Halbjahresergebnis wird vor allem von den Flächenumsätzen im zweiten Quartal getragen, auf das alleine 123.000 m² entfallen. Mit 44 Prozent wurde ein erheblicher Anteil des Kölner Umsatzes im Segment über 5.000 m² generiert. Besonders hervorzuheben ist der Vertragsabschluss des Handelsunternehmens Rewe über gut 24.000 m² in Ehrenfeld/Braunsfeld“, sagt Jens Hoppe, Niederlassungsleiter Köln der Atisreal GmbH. Darüber hinaus spiegelt sich die breite und ausgewogene Nachfragestruktur in den übrigen Größenklassen wider.

Mit einem Flächenumsatz von 67.000 m² (Anteil: 41,6 %) bleibt die City auch in den ersten sechs Monaten 2007 die umsatzstärkste Büromarktzone Kölns. Die Cityrandlage Ehrenfeld/Braunsfeld belegt mit 37.700 m² – dank des Vertragsabschlusses von Rewe - Platz zwei (23,4 %). Die Zone Kalk/Mülheim sicherte sich die dritte Position, indem sie den Umsatz mit 24.200 m² gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelte. Hingegen fiel Deutz mit 9.900 m², vor allem wegen mangelnder Angebote an modernen Büroflächen, deutlich hinter das Vorjahresergebnis (23.100 m²) zurück.

Die Verteilung des Flächenumsatzes nach Größenklassen zeigt im ersten Halbjahr 2007 eine außergewöhnlich hohe Konzentration auf große Vertragsabschlüsse. So entfallen 22,2 Prozent der Flächenumsätze auf die Kategorie 5.001 – 10.000 m² und fast 22 Prozent auf die Klasse größer als 10.000 m².

Die Verteilung des Flächenumsatzes nach Branchen ist im ersten Halbjahr 2007 von einer breiten Streuung gekennzeichnet. Handel (Anteil: 15,9 %), Beratungsgesellschaften (15,3 %) und sonstige Dienstleistungen (15,2 %) liegen nahezu gleichauf, gefolgt von Versicherungen (13,2 %) und Banken/Finanzdienstleistern (12,9 %). Die Branche Transport und Verkehr, die im letzten Jahr eine Großvermietung auf sich verbuchte und somit den zweiten Platz belegte, erreicht im ersten Halbjahr lediglich einen Anteil von 1,8 Prozent am Kölner Flächenumsatz. Auch die Marktanteile der Branche Medien und Werbung sanken: von 11 Prozent (2006) auf 7,8 Prozent.

Der Leerstand in Köln zeigt sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverändert und liegt aktuell bei 655.000 m². In der City und Ehrenfeld/Braunsfeld stehen mit rund 198.000 beziehungsweise knapp 115.000 m² die umfangreichsten Büroflächen zur Verfügung, wobei sich ein Großteil nicht mehr der modernen Flächenkategorie zuordnen lässt. Die Leerstandsquote liegt derzeit bei 9,2 Prozent. Die Spitzenmiete stieg gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent, liegt bei aktuell 20,25 Euro pro m² und wird in der City erzielt. Insgesamt ist ein leichtes Anziehen der Höchstmieten über fast alle Kölner Büromarktzonen zu erkennen.

Gute Perspektiven für das Gesamtjahr 2007
„Nach einem etwas verhaltenen Jahresauftakt setzte der Kölner Büromarkt im zweiten Quartal 2007 seine beeindruckende Entwicklung der letzten Jahre fort“, sagt Jens Hoppe. „Vorliegende Gesuche unterstützen die Prognose, dass die Domstadt auch 2007 wieder ein Jahresumsatzergebnis im Bereich von 300.000 m² erzielen kann. Daher wird sich auch der Abbau des Leerstands weiter fortsetzen – das Tempo bleibt aber aufgrund neu auf den Markt kommender Flächen langsam. Zudem bleibt abzuwarten, ob die Spitzenmiete noch in diesem Jahr die 21 Euro/m²-Schwelle erreichen kann.“

Investmentvolumen deutlich über Vorjahresniveau
Das Kölner Investitionsvolumen lag im ersten Halbjahr bei rund 729 Mio. Euro und damit noch einmal knapp 38 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten 2007 doppelt so viele Transaktionen wie in diesem Zeitraum 2006 registriert. Portfolioverkäufe hatten mit knapp 63 Prozent des Investitionsvolumens einen erheblichen Anteil am Marktgeschehen. Nahezu 78 Prozent des Transaktionsvolumens entfielen auf das Segment der Büroimmobilien. Auf Einzelhandelsimmobilien, zu denen auch Büro- und Geschäftshäuser zählen, entfielen im ersten Halbjahr 2007 knapp 15 Prozent der Investitionen.

Stärkste Investorengruppe in Köln waren von Januar bis Juni 2007 Equity Funds. Mit einem Anteil von fast 39 Prozent zeichnen diese überwiegend ausländischen Fonds und Immobilienunternehmen für einen Großteil der Transaktionen verantwortlich. Das Interesse der größtenteils an einem Wertzuwachs (added value) orientierten Unternehmen richtet sich vor allem auf die großen Portfolios. Daneben waren im ersten Halbjahr 2007 auch Versicherungen (Anteil: 16,6 %), Immobilien AGs (12,3 %) und Projektentwickler (11,6 %) in stärkerem Maße auf dem Kölner Investmentmarkt aktiv. Über die Hälfte (55 %) aller Investitionen wurden von ausländischen Investoren getätigt, womit sich der Anteil dieser Käufergruppe gegenüber dem Vorjahr (40 %) noch einmal deutlich erhöhte.