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Büromarkt Frankfurt: Stärkstes erstes Halbjahr seit 2001

Jörg Ettmann

Nach einem soliden Jahresstart haben die Akteure auf dem Frankfurter Büromarkt im zweiten Quartal 2008 deutlich die Taktzahl erhöht: Im ersten Halbjahr wurden insgesamt ca. 265.000 m² Büroflächen angemietet, davon allein ca. 169.000 m² im zweiten Quartal. Damit liegt das Halbjahresergebnis nicht nur um 43,2 % über dem des Vorjahreszeitraumes – vielmehr ist es auch das stärkste erste Halbjahr seit 2001. „Dennoch gilt besonders für die zweite Halbzeit: ein Jahr hat 365 Tage . . .“, kommentiert Jörg Ettmann, Leiter der Bürovermietungsabteilung von Cushman & Wakefield (C&W) in Deutschland die Entwicklung.

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Nach C&W haben zum gestiegenen Vermietungsvolumen endlich wieder großvolumige Transaktionen beigetragen. „Transaktionen über 10.000 m² Bürofläche vereinigen in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 75.700 m² Vermietungsleistung auf sich. Das sind rund 29 % des Gesamtvolumens“, so Ettmann. „Man bedenke, dass wir 2007 bis zur Jahresmitte nicht einen Mietvertrag in dieser Höhe am Markt registrieren konnten. Die jüngste Entwicklung ist insgesamt ein gutes Signal für den Markt, erfolgen doch Großanmietungen traditionell verstärkt in der zweiten Jahreshälfte.“ Positiv war auch die Entwicklung in der Größenklasse zwischen 5.000 und 10.000 m² Büroflächen: Sie steuert stabile 19 % zum Gesamtvolumen bei.

Der Leerstandsabbau hat sich im zweiten Quartal fortgesetzt. Aktuell stehen 1,5 Mio. m² Bürofläche kurzfristig zur Verfügung (-2,7 % gegenüber dem ersten Quartal). Die Leerstandsquote beläuft sich damit auf 12,8 %. „Die Leerstandssituation ist weiterhin nahezu unverändert“, erläutert Jörg Ettmann, „das Angebot an hochwertigen Flächen wird zusehends geringer. Erst ab 2009 wird es hier zu einer wesentlichen Angebotsausweitung mit neuen Flächen - zum Beispiel im Opernturm und Palaisquartier - kommen. Gleichzeitig bleibt der so genannte Sockelleerstand aus Flächen einfachen Standards in peripheren Lagen Thema.“

Die Spitzenmiete betrug im zweiten Quartal stabil 37 Euro/m²/Monat. Vor dem Hintergrund, dass für das zweite Halbjahr keine wesentliche Angebotserweiterung zu vermelden ist, prognostiziert C&W für die kommenden Monate einen Anstieg der Spitzenmiete im CBD der Mainmetropole.

Im Sommer 2008 präsentiert sich die deutsche Wirtschaft noch ausnehmend robust. Positive Signale sendet der Arbeitsmarkt aus, doch geben Wirtschaftsinstitute und auch die GfK erste Warnzeichen. So ist die Konjunktur- und Einkommenserwartung zum zweiten Mal in Folge gesunken, entsprechend auch der GfK-Konsumklimaindex. Gleiches gilt für den ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft. Der Tenor ist klar: Steigende Energie- und Lebensmittelpreise, der wirtschaftliche Abschwung in den USA, die internationale Finanzkrise wie auch die Eurostärke werden in der zweiten Jahreshälfte nicht spurlos an der deutschen Wirtschaft vorbeigehen. Wie sich der Frankfurter Büromarkt unter diesen Bedingungen präsentieren wird, bleibt abzuwarten.

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