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Büromarkt Frankfurt: Mit 550.000 m² Vermietungsleistung bestes Jahresergebnis seit 2001 erzielt

Mit einer Vermietungsleistung von 550.000 m² hat der Frankfurter Büromarkt im abgelaufenen Jahr das beste Jahresergebnis seit 2001 erzielt. Im zweiten Jahr in Folge wurde damit die 500.000-m²-Marke genommen. Gegenüber dem Vorjahr (523.000 m²) wurde der Vermietungsumsatz um rund 5 % gesteigert.

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Nach Cushman & Wakefield (C&W), internationales Beratungsunternehmen für Gewerbeimmobilien, konnte in den ersten drei Quartalen des Jahres 2007 jeweils eine deutliche Steigerung der Vermietungsleistung gegenüber dem Vorjahr registriert werden. Einzig im vierten Quartal ist die Nachfrage im Jahresvergleich zurückgegangen. Der traditionelle Jahresendspurt blieb aus. Im vierten Quartal wurden 125.000 m² vermietet – 2006 waren es noch 190.000 m².

„Insgesamt ist dies ein gutes Jahresergebnis“, so Dragan Jeftic (Bild l.), Leiter der Bürovermietungsabteilung von C&W. „Der Markt ist stabil, der Leerstand sinkt weiter, die Mieten ziehen in allen Teilmärkten an und die Nettoabsorptionsrate steigt.“ Auch die ausgewogene Verteilung der Vermietungen über alle Größeneinheiten ist ein deutliches Zeichen für eine solide Marktbasis. Großtransaktionen über 10.000 m² tragen mit insgesamt 154.000 m² rund 28 % zum Gesamtjahresvolumen bei. Weitere 17 % entfallen auf Vermietungstransaktionen zwischen 5.000 m² und 10.000 m². Nicht zuletzt ist die Basis der kleinteiligen Abschlüsse mit Mietvertragsabschlüssen unter 1.000 m² mit rund 26 % weiterhin ein gutes Signal.

Wichtiger Trend 2007: Der Leerstand sank über alle Quartale. Zum Jahresende waren kurzfristig 1,61 Mio. m² Büroflächen verfügbar. Die Leerstandsquote beläuft sich damit auf 13,9 %. „Für 2008 gehen wir von einer Fortsetzung des Leerstandsabbaus aus – trotz der wieder ansteigenden Fertigstellungszahlen“, ist Jeftic überzeugt. Im Vergleich zu 2007 wird das Fertigstellungsvolumen um rund 35 % auf 95.000 m² steigen.

Im vierten Quartal ist die Spitzenmiete (nominal) auf 37,00 Euro/m²/monatlich gestiegen. Hier ist weiterhin die starke Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Flächen in Spitzenlagen bei noch sinkendem Angebot die ausschlaggebende Kraft.

“Trotz dieser positiven Zeichen müssen wir, was die Einschätzung der künftigen Marktentwicklung angeht, sehr vorsichtig sein“, ergänzt Inga Schwarz, Leiterin der Research-Abteilung von C&W Frankfurt. „Im vierten Quartal haben wir einen klar spürbaren Rückgang der Vermietungsleistung und auch der Flächengesuche verzeichnen müssen. Ob dies die ersten Auswirkungen der Subprime-Krise sind, lässt sich im Moment für Frankfurt nicht abschließend sagen. Fakt ist, dass C&W auf europäischer Ebene beobachtet, dass Kreditinstitute Immobilienfinanzierungen vorerst hinauszögern. Ob sich die Kreditkrise unmittelbar auf die Personalplanung und somit den Büroflächenbedarf der Banken in Kürze durchschlagen wird, ist für die Mainmetropole derzeit nicht absehbar.“

Für das Gesamtjahr 2008 werden die Marktteilnehmer im ersten Halbjahr die entscheidenden Zeichen setzen. Bleiben hier die Marktparameter auch auf den Finanzmärkten auf Kurs, kann für das Gesamtjahr Entwarnung gegeben werden.