Cookie Fehler:

Cookies sind in Ihrem Browser deaktiviert. Um alle Funktionen z.B. das Login nutzen zu können, müssen Cookies aktiv sein. Bitte aktivieren Sie Cookies in Ihrem Browser.

    Drucken Drucken  Diesen Artikel zu den Favoriten hinzufügen Favoriten

Büromarkt Europa: Flächenumsätze erreichen neuen Höchstwert

In den von Atisreal beobachteten europäischen Städten wurden im gesamten Jahr 2007 Büroflächen in einer Größenordnung von 9,2 Mio. m² umgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und bedeutet für die meisten Märkte einen neuen Höchstwert. Ein näherer Blick auf die Zahlen des vierten Quartals 2007 zeigt jedoch ein differenziertes Bild. So ließ der europäische Büromarkt in den letzten drei Monaten des Jahres aufgrund der Subprime-Krise erste Anzeichen einer Abkühlung erkennen.

.

Wenngleich die Flächenumsätze in den meisten der 14 analysierten Märkte 2007 insgesamt anstiegen, gingen sie im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal im Durchschnitt um 5,1 Prozent zurück. Die Veränderungen sind signifikant: Während in Köln ein Umsatzrückgang von 25 Prozent zu verzeichnen war, registrierte Düsseldorf einen Anstieg um 26 Prozent. In Zentral-London ließen zurückhaltende Finanzdienstleister den Flächenumsatz sogar um 47 Prozent einbrechen. Der Büromarkt in Zentral-Paris war erneut lebhaft, wenngleich sowohl das Quartals- als auch das Jahresergebnis unter dem Niveau des Jahres 2006 blieben. Der Flächenumsatz in Madrid betrug nahezu 1 Mio. m² – ein neues Rekordergebnis. Gleichwohl fiel das Schlussquartal in der spanischen Hauptstadt schwächer aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Büromarkt in Brüssel litt unter einer schwachen Nachfrage der öffentlichen Hand, so dass sich der Flächenumsatz auf dem Niveau des Vorjahres bewegte.

Mietpreise im Aufwärtstrend
Die Höchstmieten an den analysierten Standorten stiegen im letzten Quartal des Jahres um durchschnittlich 2,1 Prozent. Ausnahmen stellen jedoch die beiden führenden Märkte Zentral-London und Zentral-Paris dar. Die an erstklassigen Gebäuden Interessierten warten hier offensichtlich die weitere Entwicklung ab, bevor sie neue Mietverträge unterschreiben. Der stärkste Mietpreisanstieg gegenüber dem dritten Quartal wurde in Luxemburg (plus 14,3%) registriert, wo eine Bank 2.600 m² im Stadtzentrum anmietete. In Zentral-London kaschierte die Pfund-Abwertung die Stabilisierung der Spitzenmieten, nachdem sie gegenüber dem dritten Quartal 2006 um 36 Prozent gestiegen waren. Während in Madrid die Fertigstellung von Bürotürmen im Jahresverlauf für einen Anstieg der Höchstmieten von 29 Prozent sorgte, stiegen diese in Barcelona innerhalb des vergangenen Quartals um 3,8 Prozent. Mit 7,3 Prozent erzielte Berlin von den sechs untersuchten deutschen Städten den kräftigsten Mietpreisanstieg 2007.

Unterschiedliche Entwicklung der Leerstände
Das Verhältnis von Flächenumsatz zu Flächenangebot war in den meisten der 14 analysierten Städte negativ – vor allem in Düsseldorf und Manchester. In Zentral-Paris blieb das Angebot innerhalb der letzten zwölf Monate stabil, wenngleich ein hoher Umsatz erzielt wurde. In Rom mangelt es an Entwicklungsprojekten, vor allem an hochwertigen Gebäuden, während sich in Dublin die Leerstandsquote im vierten Quartal nur geringfügig reduzierte. Neue, im Jahr 2008 bezugsfertige Büroflächen dürften das ausgeglichene Verhältnis von Flächenumsatz und -nachfrage nicht verändern.