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Büromarkt Duisburg - Flächenumsatz bei 33.900 m² im 1. Halbjahr 2007

Die facettenreiche Metropole Duisburg integriert als Bindemitglied zwischen dem Ruhrgebiet, der Rheinschiene und dem Niederrhein verschiedene wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungsströme. Dabei ist Duisburg die fünftgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens. Bis heute ist Duisburg das bedeutendste Zentrum der Stahlindustrie in Mitteleuropa, wobei die Stadt über die größte Ausdehnung an Produktionsstätten dieses Bereichs weltweit verfügt. Zudem fungiert Duisburg neben Dortmund als Logistikstandort Nummer eins in Nordrhein-Westfalen und dient zugleich als Call-Center-Hochburg. Heute prägen die chemische Industrie, Informations-, Kommunikations-, Mikrotechnologie (speziell die intelligente Gebäudetechnik), die Herstellung von Präzisionsinstrumenten sowie bekannte Unternehmen der Nahrungs- und Genussmittelindustrie die Wirtschaftsstruktur der Stadt. Infolge des Strukturwandels ist der Duisburger Büromarkt in den letzten Jahren in Schwung gekommen. Es entstehen zahlreiche neue Büroflächen, die im Jahr 2007 fertig gestellt werden und somit den Bürostandort Duisburg zunehmend mehr an Bedeutung gewinnen lassen. Als internationales Handels- und Logistikzentrum verfügt Duisburg über einen optimalen Anschluss an das Straßen-, Schienen- und Wasserstraßennetz, was die Stadt zu einem Verkehrsknotenpunkt von europäischer Bedeutung macht.

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Flächenumsatz
Der hohe Gesamtabsatz an Büroflächen in Duisburg aus den Jahren 2005 (61.300 m²) und 2006 (78.000 m²) konnte mit zurzeit 33.900 m² im 1. Halbjahr auf das Jahr 2007 hochgerechnet einigermaßen gehalten werden. Damit konnte Duisburg aber vergleichsweise in diesem Zeitraum nicht mit den positiven Entwicklungen in Essen und Dortmund mithalten - hatte man sich in den letzten Jahren hinsichtlich der Vermietungsleistung noch knapp hinter Essen und vor Dortmund auf Platz zwei im Ruhrgebiet etabliert. Hinsichtlich der fremd vermieteten Flächen ist der Büroflächenumsatz mit rund 28.000 m² jedoch als gut zu bezeichnen und liegt über dem 10-Jahres-Durchschnitt.

Nicht nur Büroflächen im Innenhafen, sondern auch im Duisburger Süden, Neudorf und Rheinhausen waren begehrt. Ein besonderes Augenmerk ist auch auf den Standort Ruhrort zu richten, an dem verstärktes Interesse und verstärkte Bautätigkeit zu beobachten ist. Der Gesamtfläche der Eigennutzungen war mit 5.900 m² im 1. Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr (gesamt 7.000 m²) relativ hoch, während der Fremdvermietungsanteil mit 28.000 m² verglichen mit dem Vorjahr proportional abgenommen hat. Die wichtigsten Transaktionen dieses Kalenderjahres fanden zum einen im Innenhafen statt, wo der Kraftwerkhersteller Hitachi Europe 3.400 m² im Objekt „Five Boats“ anmietete und die zentralen polizeitechnischen Dienste NRW in eine Fläche (1.100 m²) des Kontorhauses umzogen. Zum anderen konnten im Businesspark Asterlagen auf der linksrheinischen Seite Verträge über 1.500 m² Bürofläche mit dem Medizin-Dienstleister Sanvartis geschlossen werden.

Mietentwicklung
In exklusiven Lagen im Duisburger Innenhafenbereich kann bei gehobener Ausstattung der Büroflächen ein maximaler Mietzins von 12,50 Euro/m² netto erzielt werden. Damit sind mit den Flächen im Duisburger Innenhafen die Spitzenmieten des gesamten Ruhrgebietes zu erzielen. Nachdem der realisierbare Mietzins in den Jahren vor 2006 leicht gesunken war, ist der Mietzins im ersten Halbjahr 2007 wieder geringfügig gestiegen. In innerstädtischen Lagen ist, je nach Ausstattung der Räumlichkeiten, ein Mietzins von 8,00 bis 10,50 Euro/m² netto erzielbar. In den Nebenlagen liegt die Spanne bei 7,50 bis 9,00 Euro/m² netto. Damit sind die Mindestmieten im Vergleich zu 2006 (7,00 Euro/m²) gestiegen.

Leerstandsquote
Duisburg kann im ersten Halbjahr 2007 mit 2,6% eine Leerstandsquote ausweisen, die nochmalig unter der vom letzten Jahr (2,9%) angesiedelt ist. Somit ist Duisburg, wie bereits in den Jahren zuvor, die Stadt mit den niedrigsten Leerstandsraten der Großstädte im Ruhrgebiet. In den nächsten Jahren ist von einer noch weiter abnehmenden Quote auszugehen. Zum jetzigen Zeitpunkt werden lediglich 46.000 m² vakante Büroflächen gezählt. Gründe für die niedrige Quote sind eine geringe Bautätigkeit in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und eine generelle Neigung von Investoren, Neubauprojekte nicht auf Risiko und erst bei einer entsprechend hohen Vorvermietungsquote zu realisieren.

Dadurch kommen wenig neue Büroflächen auf den Markt, speziell in der Größenordnung über 4000 m². So sind auch die Büroflächen, die im 2. Halbjahr 2007 im Medical Center Ruhrort (MCR) durch Haniel neu entstehen, bereits weitestgehend vermietet. Die höchsten Leerstandsquoten hat Duisburg immer noch im Innenstadtbereich sowie (mit einer Rate von etwas über 3 %) der Innenhafen. Die Quoten werden sich im Verlauf des Jahres voraussichtlich nicht mehr grundlegend ändern.

Bürofertigstellungen
Durch eine terminliche Verlagerung der Bürofertigstellungen ins 2. Halbjahr wurden bisher kaum neue Büroflächen auf den Markt gebracht. So wird Haniel erst im September 8.000 m² im Medical Centrum Ruhrort generieren; das avisierte Gesamtfertigstellungsvolumen beläuft sich auf 37.000 m². Zu den Büroimmobilien in Bau zählt mit rund 20.000 m² Bruttogeschossfläche auch das neueste Projekt am Duisburger Innenhafen, das „Hitachi Power Office“, welches ebenfalls im Herbst fertig gestellt werden soll. Weitere Projekte, die in diesem Zusammenhang zu nennen sind, ist die Errichtung des CityPalais, welches neben Einzelhandels-, Gastronomie-, Casino-, und Kongressflächen insgesamt eine Bürofläche von 7.200 m² einnehmen wird. Ebenso nennenswert sind die Projekte „RIW-Tower“ in Ruhrort sowie das „Eurogate Duisburg“ am Nordufer.