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Büroflächenmarkt München

Während, wie man hört und liest, die übrige Republik gerade lernt, sich selbst zu feiern, bedurfte es in den südlichsten Regionen unseres Landes dazu keiner Fußball-WM. Gefeiert haben sich die Bayern immer schon ein bisschen mehr. Das war mit dem Immobilienmarkt in der bajuwarischen Hauptstadt in den meisten Jahren auch nicht anders – selbst, als nach fetten die mageren Jahre kamen. Die waren dann halt immer ein bisschen weniger mager. Oder mager galt als Inbegriff von gesund. Je nach Stand- punkt des Betrachters. So wurde es auch bei den zunächst ungeliebten Hochhäusern gehalten. Mittlerweile stehen sie vor der Vollvermietung. Zur Jahresmitte 2006 freut man sich über den höchsten Büroflächenumsatz unter den fünf deutschen Immobilienhochburgen. Zwar lag das im 2. Quartal erzielte Flächenvolumen 30 % unter dem der ersten drei Monate (keiner erwartet allerdings auch in jedem Quartal Anmietungen von 50.000 m² wie im Frühjahr dieses Jahres durch O2), insgesamt kommt unterm Strich aber ein Plus von 12 % im Einjahresvergleich heraus, 18 % höher liegt das Halbjahresergebnis im Vergleich zum Zehnjahresschnitt (jeweils die 1. Hj. von 1996 bis 2005). Und dass die Zuversicht, die 600.000 m² bis Ende 2006 zu erreichen, gerechtfertigt ist, zeigt nicht nur die weiterhin hohe Anzahl der Abschlüsse (360 in den ersten sechs Monaten), sondern auch die bereits ernsthaften Verhandlungen oder schon kurz vor dem Abschluss stehenden Verträge jenseits der 10.000 m². 5 von 16 Branchen kamen im 1. Hj. auf einen Umsatzanteil (an allen getätigten Mietvertragsabschlüssen) von 66 %, ein Indiz dafür, dass dynamische Aktivitäten eine breitere Basis von Unternehmen erfasst hat, die umzuziehen bereit sind. Dabei hat die Nachfrage nach innenstädtischen Flächen weiter zugenommen. Und dort wird es eng mit freier Wahl: über 1.000 m² gibt es kein hochwertiges zusammenhängendes Flächenangebot mehr. Nutzer, die ihren Standort dorthin verlegen oder gar expandieren wollen, setzen sich auch deshalb mit den zwei großen Entwicklungsgebieten (Theresienhöhe, Parkstadt Schwabing) auseinander. Hier liegen die Mietpreisspannen in Gebäuden mit erstklassiger Flächenqualität mit 14 – 18 Euro bzw. und 14 – 16 Euro (in den noch freien Flächen im dazugehörigen Hochhauskomplex bis 24,00 Euro) deutlich unter dem Münchener Spitzenwert von 28,00 Euro. Der wird in den kommenden sechs Monaten unter einem weiteren Druck nach oben stehen.. Dies nicht zuletzt aufgrund des Zusammenspiels von weiter steigender Expansion, geringer spekulativer Fertigstellungsvolumina (knapp 50.000 m² in den kommenden sechs Monaten) und kontinuierlich sinkender Leerstandsquote, die bereits Ende Juni 2006 die 10 % unterschritten hat. Aufgrund von Flächenknappheit in den Bestlagen der Innenstadt sind dort drei Objekte mit einem Gesamtvolumen von 35.000 m² geplant bzw. im Bau, u.a. das Karolinenkarrée mit 12.700 m², das bis Ende 2007 fertig gestellt sein soll.

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